Impressum/Kontakt

Dietbert Arnold

öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Pferdezucht und -haltung (HK Bremen)

Lerchenstrasse 82, 28755 Bremen

dietbert.arnold(ät)hippologe.de

www.hippologe.de

83 Kommentare zu Impressum/Kontakt

  1. Christine sagt:

    Ich habe vor ein paar Tagen das Programm WINration gekauft. Ich wollte mich registrieren und auch das Programm updaten, aber der angegebene Link funktioniert nicht.

  2. WINraton TEAM sagt:

    Hallo Christine,

    es stimmt, eine Registrierung und ein Update ist so nicht mehr möglich und auch nicht nötig. Allen Service bekommst Du jetzt hier auf dieser Seite http://www.winration.info . Hier sind jetzt alle Kompetenzen gebündelt.

    Alles ändert sich mal, wird aber dadurch nicht schlechter.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  3. Vero Rommelfanger sagt:

    Guten Tage,

    Ich bin auf der Suche nach einem Rationsberechnungsprogramm das auf Apple läuft.
    Gibt es eine Winrationversion für Apple PC und evt Tablet ?

    Mit freundlichen Grüssen

    Vero Rommelfanger

  4. Das Programm ist für Windows- Rechner gemacht (WIN 95 – WINDOWS 8). Das WINration TEAM hat aber WINration auch auf einem MacBook mit dem Programm WinOnX aus dem AppStore in Gebrauch.

    WINration läuft also auch (auf Umwegen) auf einem MacBook mit OS X 10.8.3.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

  5. Vero Rommelfanger sagt:

    Super Danke WINration Team

  6. Pamela S. sagt:

    Hallo!
    Ich habe ein paar Rentner bei mir zu Hause stehen, von denen einer schon immer sehr schwerfuttrig war (hoher Vollblut-Anteil), eine vom Essen anschauen schon zunimmt und dann auch noch ein altes Shetty, das im Winter den nicht ganz zu vermeidenden Sommerspeck wieder los werden muss.
    Eignet sich das Programm auch zur Rationsberechnung solcher Pferde? Kann man entsprechende Faktoren wie „ist schwerfuttrig“ etc. in die Berechnung mit einfließen lassen?
    Mit freundlichem Gruß,
    Pamela!

  7. Hippologe sagt:

    Hallo Pamela,

    im Programm kannst Du den leichtfuttrigen und den schwerfuttrigen Vierbeiner nicht einstellen. Das soll aus Sicherheitsgründen nicht sein.

    Aber es gibt für Dich eine Lösung:

    Die Oldies verdauen oft schlechter und brauchen ca. 20% mehr Energie als früher. Die Extensivrassen benötigen eher 20% weniger Energie als der Rest der Pferde. Du gehst also beim Oldie über den geratenen Bedarf, beim „Staubsauger“ 20% unter den geratenen Energiebedarf. Bei wirklich alten Pferden kannst Du mit schnellverdaulichem Eiweiß ein wenig helfen, hier bietet sich 100 g bis 200g Sojaextraktionsschrot pro Tag an.

    Warum hat das WINration TEAM denn nicht Knöpfe im Programm installiert, die Du anklicken kannst, so z.B. alt/jung oder Pony/Großpferd? Ganz einfach, bei allen Lebewesen ist es nun mal nicht gleich, wie sich der Bedarf z.B. im Alter verändert. Viel besser ist es, dass Du immer dann reagiertet, wenn sich die Lebendmasse verändert: Verliert das gesunde Pferd Gewicht, bekommt es zu wenig, nimmt das Pferd zu, bekommt es zuviel. So wie bei uns auch. Und diese Gewichtsbeobachtung musst Du leisten, das kann kein Computer.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  8. Tanja Siemers sagt:

    Hallo liebes WINrationteam,

    ich habe heute zum ersten Mal Eure Seite entdeckt und finde das Konzept der Nachhaltigen Fütterung sehr interessant.
    Ich habe zwei Pferde ( Traber 24 Jahre…550kg ca… wird 5-6 die Woche auf dem Platz geritten ( Western)und ist im Winter & Fellwechsel zu dünn, Weide gibt es täglich…wirklich was drauf steht nicht, Heu 8-10 kg & Stroh. Zur Zeit bekommt er noch ein TOLLES MÜSLI 🙂 dann habe ich noch ein Shetlandpony ca 155 kg, weide bekommt sie gar nicht , nur ca 4 kg Heu, sie geht ab und an vor der Kutsche oder mit Spazieren. Also nicht viel. Auch sie bekommt noch ein TOLLES MÜsli.

    Mich würde einmal interessieren wieviel ich meinem Traber & dem Shetty füttern sollte, der Traber ist im Winter zu dünn. Zur Zeit bekommt er fast 2 kg Müsli pro Tag.

    Kennt ihr die Powerballs von Horsewellness???? Da würde mich sehr Eure Meinung zu interessieren 🙂 Gibt man einfach zu Heu & Hafer dazu und sind ohne synth. Vitamine etc.
    Bestehn aus Mais, Leinsamen, Kräuter etc.

    http://www.horsewellness.de/inhalt/power-balls01.htm

    Wie würde Euer Futtervorschlag aussehn für meine Zwei?

    Zu mal mein Shetty keine Weide bekommt wo sie Vitamine erhält. die Figur ist gut, ehr zu moppelig. Hafer mit etwas Gerste gemischt wird bei uns am Stall zur freien Verfügung gestellt.
    Ich dachte das mein Traber da er zu dünn wird ca. 2-3 kg Kraftfutter benötigt.
    Und die Powerballs zu MIneral & Vitaminversorgung, wie gesagt sie sind rein natürlich!!

    Ich bin gespannt auf Eure Antwort

    liebe Grüße Tanja Siemers

  9. Hallo Tanja,

    grundsätzlich ist zu sagen, dass ein Shetty überhaupt kein Kraftfutter benötigt. Ein Schuß Pflanzenöl und ein bis zwei Möhren, das reicht völlig aus. Kraftfutter ist für ein Shetty eher schädlich als hilfreich.

    Dein Traber ist ein Oldy und verdaut schon schlechter. Deshalb benötigt er ca. 20% mehr Energie über den Bedarf. Neben 2 kg Heu je 100 kg Lebendmasse benötigt Dein Traber am Tag drei Möhren, 50 ml Pflanzenöl und ca. 300 g Hafer und vielleicht 50 g Sojaextraktionsschrot. Anstelle von Hafer kannst Du auch 100 g Hafer, 100 g Gerste und 100g Maisflocken nehmen. Möglich sind auch 300g Trockenschnitzel als Kraftfutter. Gut kannst Du darin das Öl und die Möhren und 5og Sojaextraktionsschrot packen. Klar, die Trockenschnitzel müssen eingeweicht werden. Das eingeweichte Futter hat vor allem bei sehr alten Pferden mit Zahnproblemen eine gute Wirkung.

    Das WINration TEAM hat sich mal das Mischfutter angesehen. Wir wissen nicht genau, was wir davon halten sollen. Eigentlich ist das Futter wegen des hohen Eiweißgehaltes nur gut für milchgebende Stuten oder wachsende Pferde, aber kein Energiefuttermittel. Der im Internet genannte Energiewert erscheint uns weitaus überhöht zu sein, wir schätzen (mit WINration berechnet) den Energiegehalt auf ca. 12,5 MJ je kg. Auf keinen Fall kann 100g des Futters 250 g Hafer ersetzen. Dann müsste das Futter ja fast 30 MJ haben, das geht aber nicht, da müsstest Du reines Öl füttern, um das zu erreichen.

    Die Futtermittelfirma verspricht:

    „Durch die gezielte Zufütterung von Power-Balls können Sie große Erfolge erzielen:
    Muskelaufbau und Muskelkraft
    Leistungspotential und Leistungsbereitschaft
    Losgelassenheit und Durchlässigkeit
    Gute Rückentätigkeit und Mehr Go
    Mehr Dynamik und Kraft
    Regenerationsfähigkeit und Vermeidung von Gelenkproblemen
    Bessere Röntgenbilder in der Aufzucht“

    Das sind große Worte. Also: Muskeln kann man nur antrainieren, nicht füttern, sonst hätten wir alle einen Waschbrettbauch. Muskeln kann man nur füttern, wenn man Hormone gibt, also Doping. Das ist aber nicht tiergerecht und verboten. Die Rückentätigkeit, Losgelassenheit und Durchlässigkeit ist in aller Regel mit der Fütterung schwer beeinflussbar, dass ist eine Frage der Bewegung und des Reitens. Nur eine zu hohe Kraftfuttergabe und zu hohe Eiweißüberschüsse führen zu Verspannungen und Widersetzlichkeit.

    Und dann zu den Kräutern. Neben Nutzen gibt es auch erhebliche Risiken. Kräuter haben ein großes Allergiepotential. Also: Kräuter können auch schaden. Ach ja: Rote Beete. Gibt super Farbtupfen im Futter, sie sind aber für Pferde völlig wirkungslos.

    Das sind so ein paar Gedanken vom WINration TEAM. Wir würden die oben von uns vorgeschlagenen Ration empfehlen, auf kommerzielle Mischfuttermittel kann mit gutem Gewissen verzichtet werden. Wir empfehlen, mit WINration eine ausgewogene Ration zu erstellen und sich dann auf einige wenige, bewährte Futtermittel zu beschränken. Dann brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben und musst nicht allen Versprechungen der Hersteller glauben. Wir sagen nur „Waschbrettbauch“.

    Jetzt, Tanja, kennst Du unsere Meinung. Jetzt bilde Dir Deine eigene.

  10. Tanja Siemers sagt:

    Liebes WINration Team,

    danke für Eure schnelle Antwort 😉

    Super das Ihr Euch die Powerballs angeschaut habt, endlich mal eine neutrale Meinung!!!! Ich denke das ich mir dann das „viele“ Geld auch sparen kann……

    Euer Futtervorschlag für meinen Traber hört sich sehr gut an, ich werde ihn direkt umstellen wenn er das Senior Müsli aufgefressen hat. Da bekommt er ja noch zwei KG am am Tag von, sollte ich das viell. auch schon auf 300 Gramm reduzieren?

    Euer Futtervorschlag von der Hafermenge 300 Gramm, hört sich sooooo wenig an 😉
    ….mir wurde immer gesagt : Ein Traber BRAUCHT mindestens 3 kg Kraftfutter ( das bezog sich auf einen freizeitmäßig gerittenden Traber, kein Rennpferd!!!! )

    Na ja jetzt weiß ich zumindest warum mein Traber ( bei 3 kg Kragftfutter) nur noch am rennen war und viel zu viel Energie hatte…. *grins* und ich habe es nur auf den Hafer geschoben….. aber ich habe gehofft das ich ihn mit richtig viel Kraftfutter auch richtig rund bekomme….

    Heucobs könnte ich aber im Winter ggf. noch zufüttern, oder kann ich mir das auch sparen solange er sein Heu gut frisst? Probleme mit den Zähnen haben wir keine.
    Wie sieht das aus mit extra Bierhefe zufüttern?? Ist das noch sinnvoll, oder kann ich mir das auch einsparen???

    Meinst wird er im Frühjahr beim Fellwechsel sooo dünn, da brauche ich die Menge ( also Kraftfutter) dann aber auch nicht erhöhen??

    Ich danke Euch schon mal im Vorraus 😉

    Lg Tanja

  11. Tanja Siemers sagt:

    Liebes WINration Team,

    ich habe gestern abend die „neue“ Futterration für mein Pferd abgewogen, zusätzlich muss er nebenbei das Alte Müsli mit leerfuttern.

    Die winzig kleine Menge von 300 Gramm und das Öl, sind doch aber nicht in der Lage das mein Pferd zunimmt und runder wird oder?

    Sojaschrot werde ich noch bestellen 😉

    Mit dem 1,5-2 kg Müsli ( Eggersmann Seniormüsli ) habe ich das Gefühl das er endlich runder wird 😉
    Aber ich will ja weg von den Fertigfuttermittel.

    Und jetzt habe ich wirklich das Gefühl, das diese 300 Gramm so wenig sind…
    Wenn ich das erhöhen würde auf 100ml Öl, 200 Gramm ( Hafer & Gerstemischung) und 400 Gramm Maisflocken ist das zuviel??
    Sojaschrot hätte ich mit 100 Gramm anstelle von 50 Gramm getippt.

    Also wiegesagt mein Wunsch ist es das mein Traber zunimmt 😉
    Und ich bin unsicher ob da 300 Gramm ausreichen täglich.
    Nicht das er vor dem Winter schon an Masse verliert ( schwerfuttrig).
    Als er im Frühjahr dünn war, hat er sicher teils 12 kg Heu gefressen…ABER davon hat er nichts auf die Rippen bekommen ;-(
    Daher der Gedanke jetzt mehr Kraftfutter…
    Aber ich verlasse mich da auf Euch 😉

    Lg Tanja

  12. Tanja Siemers sagt:

    …eines hatte ich noch vergessen, was ich Euch schreiben wollte, mein Pferd hat einen total beißenden Amonik- Geruch, wenn ich miste kommen einem teilseweise die Tränen und es brennt….

    So das war das was ich vergessen hatte ;-))

    Lg Tanja

  13. Hallo Tanja,

    Du hast ja jetzt schon ein schlechtes Gewissen, Dein Pferd könnte verhungern. Dabei hast Du die von uns vorgeschlagene Ration ja noch gar nicht ausprobiert. Damit wir nicht falsch verstanden werden: Bitte wiege die Heumenge (2 kg/100 kg Lebendmasse) wirklich mal aus, wir wissen aus Erfahrung, dass man/frau sich leicht mit dem Gewicht beim Heu verschätzen. Dann bitte bedenke, dass die so klein erscheinende Kraftfuttermenge hoch konzentriert ist und mehr Energie als viele kommerzielle Kraftfuttermittel hat.

    Und dann macht uns Dein Nachtrag hellhörig! Du schreibst von einem total beißenden Ammoniakgeruch. Üblicherweise entsteht der, wenn Pferde deutlich zu viel Eiweiß bekommen und die überschüssige Menge über die Nieren und dann dem Urin entsorgt werden müssen. In der Einstreu bzw. im Unterstandboden entsteht dann Ammoniakgas. Ein derartiger Ammoniakgeruch deutet durchaus darauf hin, dass Dein Pferd bisher zu viel eiweißhaltiges Kraftfutter bekommen hat.

    Kurz und gut, probiere unseren Rationsvorschlag jetzt einmal in aller Ruhe und Panik aus und beobachte gelassen Dein Pferd. Wenn der stechende Geruch weg geht und das Pferd munter ist, dann gibt es keinen Grund zusätzlich etwas zu füttern. Bedenke auch, dass Traber ansich nicht so massig sind wie Sportpferde, die dürfen drahtiger sein. Die Rippen soll man sehen, sie sollen nicht deutlich hervorstehen, Du sollst sie aber erahnen. Sonst ist Dein Pferd zu fett.

    Wenn sich nach drei Wochen herausstellt, dass das Futter wirklich zu wenig sein sollte, aber erst nach etwa drei Wochen, dann könntest Du vom Futter eine zweite Gabe verabreichen. Aber bitte, nur wenn er wirklich abnimmt.

    Du musst den Mut haben, diese Futteränderung komplett durchzuhalten, weil sonnst kannst Du gar nichts beurteilen, weil Du ständig an irgendwelchen Stellschrauben drehst und nicht erkennst, was was bewirkt.

    Ein schönes Wochenende wünscht das WINration TEAM

  14. Tanja Siemers sagt:

    Alles klar ich werde es genau abwiegen und durchhalten *grins* versprochen!!!

    Die Heumenge habe ich heute morgen noch mal abgewogen, ich bin gerade mal insgesammt auf 4,5 kg gekommen. ( Im Winter war es mehr! )
    Jetzt habe ich ( wir packen Ikeatüten voll ) beide Tüten gaaanz voll gemacht und komme auf 6 Kg. Von ca. 10:00 bis 19:00 sind sie auf der Weide, wo aber ca. nur ganz wenig drauf steht. Sein Heu frisst er über nacht immer auf,nur morgens nicht da er raus will…
    Leider wurde ich in unserm Pensionstall schon drauf angesprochen…das ich etwas viel Heu füttere…das war bei 4,5 kg. Es sind leider alte Ansichten….
    Aber ich werde das irgendwie durchboxen…das er mehr bekommt 😉 denn ich zahle ja den Stall mit Heu & Stroh 😉 ich weiß ja nicht wieviel Heu einem dann zusteht…
    Ansonsten muss ich das mit Heucobs ergänzen, was mich aber ärgert dafür extra Geld auszugeben.

    Dann lasse ich mein Müsli was in der Tonne noch ist auch erst mal weg???
    Nur Hafer, Gerste, Maisflocken , Soja & Öl. plus Möhren :-))

    Lg Tanja

  15. Tanja Siemers sagt:

    Hallo liebes WINration Team,

    erst einmal wollte ich Euch mitteilen wie gut mein Traber mit seinen neuen Futterration klarkommt. Sehr gut und auch der stechende Amoiakgeruch ist weg 😉

    Nun zu meinem kleinen „Sorgenkind“…..
    Meine 9 Jahre alte Shetty Stute ( 98 cm und 155 kg) macht mir immer wieder Probleme mit Koliken. Sie ist dann immer total aufgegast und wird die Luft auch nur schwer wieder los. Die Äppel sind recht trocken und manchmal auch zusammengepeckt. Oft kommt die Kolik auch zusammen mit der Rosse, aber nicht immer!! Gras bekommt sie garnicht, sie steht im Offenstall.

    Bis vor ca. einem Monaten hat sie immer 300 Gramm Equigard von St. Hippolyt ( womit wir lange Ruhe hatten mit den Koliken)bekommen tägl.
    Da das Futter aber nicht nötig ist, habe ich sie so wie meinen Traber umgestellt.

    Im letzten Jahr hatte sie mit einem Magengeschwür zu kämpfen. Ihre Zähne sind zwar vom Tierarzt gemacht, aber sie stehn nicht gerade gut. Ein Zahn liegt quer ( bereitet aber keine Schmerzen…in der Klinik abgeklärt und angeschaut), einer fehlt, einer in zweiter Reihe etc.

    Seit vier Wochen bekommt sie täglich ca. 3-3,5 Kg Heu ( aus dem Heunetz) und noch mal 500 Gramm Heucobs, zwei Möhren 50 ml Sonnenblumenöl und daruntergemischt aufgequollen 30 Gramm Goldleinsamen.
    Die Heucobs mache ich sehr flüssig, da sie recht wenig trinkt. ( Keine 10 liter am Tag)
    Stroh hat sie auch in der Box ( was bis vor 2 Wochen nicht der Fall war) der Tierarzt meinte damit sie immer was zu knabbern hat.
    Da sie ohne Stroh vor ein paar Wochen angefangen hatte ihren ganzen Holzstall anzufressen und dauerhaft an Ihren Himal.-Salzleckstein zu lecken begann.

    Im Notfall bekommt sie immer Colosan verabreicht.
    Trotzallem war sie gestern schon wieder total aufgegast ;-( und in den Flanken nassgeschwitzt und in der Gurtlage. Diesmal haben wir es mit Colosan alleine wieder wegbekommen und bewegung.

    Habt Ihr noch einen Tip für uns???
    Oder wäre es ratsam ihr extra Mineralien zuzufüttern? Oder doch lieber das Equigard wieder zufüttern????
    Eine Kur mit Magnesium habe ich im Frühjahr gemacht, da sie auch schnell sehr schreckhaft ist.

    Ich bin da langsam sehr ratlos, weil ich denke das ich alles schon so weit richtig gemacht habe betreffend Fütterung und co.
    Ich weiß nicht wie es mit einer 24 h Heufütterung wäre? Aber dann wird sie mir glaube ich platzen.

    Liebe Grüße

    Tanja Siemers

  16. Hallo Tanja,

    schön, dass es Deinem Traber so gut geht. Dann lagen wir ja nicht so ganz falsch.

    Zu Deinem Shetty- Sorgenkind: Das ist sicher nicht so einfach vom Bildschirm aus zu beurteilen, uns scheint da wohl schon eine Vorschädigung vorzuliegen. Aber das ist reine Spekulation. Bloß nicht jetzt nach dem Tierarzt schreien und alles untersuchen lassen. Wir würden so vorgehen:

    Generell sollte Dein Shetty 2 kg/100 kg Lebendmasse Rauhfutter bekommen, das wären so 3 kg Heu. Dann zwei Möhren und nur ein Schnapsglas voll Öl, eventuell einen Teelöffel Futterkalk und einen halben Teelöffel (nicht jodiertes) Salz. Stroh in der Einstreu ist gut.

    Alles andere für mindestens 4 Wochen weg. Nur dann kannst Du wirkliche Veränderungen erkennen. Warum alles andere weg? Dein Shetty könnte zu viel Energie gefüttert bekommen und hat gleichzeitig Magenprobleme. Streß? Also reichlich kauend beschäftigen!

    Also nur Grundfutter (Heu + Einstreustroh), Vit. A durch zwei Möhren, ein wenig Öl (bloß nicht mehr als ein Schnapsglas voll), kein Leinsamen, denn das ist schon wieder energiereiches Öl und auch keinen Leckstein. Dein Shetty knabbert scheinbar viel zu viel Salz und bringt eventuell seinen ganzen Flüssigkeitshaushalt durcheinander!!!! Auch so etwas kann Koliken machen. Übrigens: Diesen ganzen Quatsch mit den Spezialsalzen musst Du nun wirklich nicht mitmachen. Alles Blödsinn, da ist sich die Wissenschaft einig.

    Zusammengefasst:

    3 kg Heu (abwiegen!)
    Einstreustroh
    max 2 Möhren (alternativ 1 Apfel oder anderes Frisches)
    1 Schuss Pflanzenöl (Schnapsglas)
    1 Teelöffel Futterkalk (CaCO3 = Kohlensaurer Kalk = Kreide)
    1/2 Teelöffel jodfreies Speisesalz
    —- SCHLUSS —-

    Futterkalk und Salz musst Du ausprobieren, ob die Dame es nimmt. Sonst reduzieren oder weglassen.

    Wenn Du Dein Shetty noch knabbern lassen möchtest, dann kannst Du bedenkenlos Weidenzweige oder Birkenzweige nehmen. Die Rinde nagen die gerne ab und sind gut beschäftigt. Das ist Streßabbau und meine Pferde lassen seitdem ihren Stall und Zaun zufrieden.

    Ja, Tanja, das sind so unsere Gedanken zu Deiner Shetty- Dame. Aber, wie schon erwähnt, das sind Gedanken und nur so am PC entstanden, ohne irgendetwas gesehen zu haben.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  17. Tanja Siemers sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort !
    Eine Frage habe ich noch, ich würde gern meinem Traber oder dem Shetty Bierhefe dazu füttern. Einfach um noch ein paar Mineralien und Spurenelemente dazuzufüttern und um den Fellwechsel
    immunsytem zu unterstützen. Was haltet ihr generell von Bierhefe ? wäre Bierhefe von Leiber .
    40 % Bierhefe / 60 %Treber.

    Liebe Grüße

    Tanja Siemers

    • Hallo Tanja,

      Du kannst es ja nicht lassen. Wenn Du nicht irgendwas „gesundes“ ins Pferd tun kannst, bist Du nicht glücklich.

      Jetzt kommt die Wahrheit: Treber ist einfach nur Abfall aus der Entsaftung oder aus der Bierherstellung. Und Bierhefe enthält viel Energie und ganz viel Eiweiß. Beides brauchen Deine Pferde gerade nicht. An Mineralien leiden Deine Pferde auch nicht Mangel. Und die Abwehrkräfte werden nun gerade auch nicht durch Hefe verbessert.

      Also: Vergiss die Idee einfach wieder.

      Vier Wochen so wie wir das vorgeschlagen haben und dann kannst Du uns steinigen oder auch nicht.

      Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  18. Lenchen sagt:

    Hallo Winration-Team,

    aktuell gibt es ja wieder einige Fälle der atypischen Weidemyopathie. Das führte zu einer regen Diskussion. Es scheint fast so, dass man heutzutage die Pferde nicht mehr gefahrlos raus lassen kann. Wie kommt das bloß? Früher standen die Pferde immer draußen und keiner hat von Hufrehe, Mykotoxinen und Weidemyopathie gesprochen. Wir können uns das nicht erklären -wie kommt dieser Wandel – das es heutzutage für ein Pferd fast lebensgefährlich ist, einfach auf die Weide zu kommen. Kommt es einem heute nur so vor, dass es diese Probleme vor 30-40 Jahren nicht gab oder ist das tatsächlich ein Problem das sich entwickelt hat, durch andere Landwirtschaft oder ähnliches?

    Gruß
    Lenchen

  19. Kathrin sagt:

    neue Ergebnisse zur atypischen Weidemyopathie von der Veterinärmed. Fakultät der Uni Wien gibt es hier:
    http://www.st-georg.de/news/detail.php?objectID=13607

    • Das Risiko von Ahornsamen bei der atypischen Weidemyopathie scheint ein ernstzunehmender, seriöser Hinweis zu sein. Übrigens: Das zeigt, dass die vielfach gemachte Behauptung in vielen Foren, Pferde wissen schon was giftig ist und dieses Futter meiden, nicht stimmt. Das WINration TEAM sagt schon seit langem; Pferde müssen vor Giftpflanzen geschützt werden. Zur Info könnt Ihr auf http://www.giftpflanzen-fuer-pferde.de gehen.

      Bei den tatsächlich in den letzten Jahren stark zugenommenen Reheerkrankungen und Koliken ist zu bemerken, dass im selben Zeitraum die Pferdehalter immer öfter und immer mehr industriell hergestelltes Kraftfutter verfüttern. Jedes Jahr ca, 6% mehr!

      Nun wäre es blödsinn, zu behaupten, industrielles Kraftfutter macht krank. Richtig ist aber, dass die Futtermittelindustrie erfolgreich den Pferdehaltern ein permanent schlechtes Gewissen macht. Die Folge ist, dass gerade im Freizeitbereich die heutigen Pferdehalter nicht glauben, ohne „gesundes“ Mischfutter auszukommen. Und da viel immer auch viel hilft und wir Pferdehalter ja an allem sparen können, nur nicht an unseren Pferden, sind 60 % aller Pferde völlig überernährt und leiden nicht selten an ihrem Wohlstand: Kolik, Hufrehe, EMS („Zucker“), usw.. Da immer mehr Pferdehalter keine grundlegenden landwirtschaftlichen Kenntnisse besitzen, können sie auch nicht mehr ihre Weiden fachgerecht und somit tiergerecht Pflegen, viele Pferdefreunde können überhaupt nicht mehr einschätzen, was Pferde leisten können und wie wenig Futter sie danach benötigen.

      Lasse es uns mal generell auf den Punkt bringen: Unsere Pferde, Hunde und Kinder leiden eher unter dem Wohlstand als unter Mangelerscheinungen. Nur das mögen ja ganze Industriezweige nicht hören, denke mal an die Futtermittelindustrie, die Nahrungsergänzungsmittelhersteller, usw.

      Und ganz zum Schluss ist natürlich auch klar, dass jede Pferdehaltung ein gewisses Risiko beinhaltet.

      Weil viele Hobbypferdehalter eigentlich mit der Pferdehaltung überfordert sind, gibt so unendlich viele Foren mit 25.000 Tipps pro Minute, die teilweise dermaßen fragwürdig sind, weil sich die Ratgeber frei von jeglichem Sachwissen präsentieren. Und ganz schnell bilden sich Lgenden und der Dünger, die Landwirte und überhaupt sind schuld. So einfach ist es aber nicht.

      Das ist das, was mir, Lehnchen, ganz spontan zu Deinem Beitrag einfällt

    • Eigentlich ein Problem in Amerika, wegen der genetischen Durchmischung sind auch einheimische Ahornarten mit Vorsicht zu genießen. Giftig für Pferde sind der Ahornsamen und alle Blätter, die von einem Schlauchpilz befallen sind und schwarze Flecken haben. Es scheint bewiesen zu sein, dass die Aufnahme von Ahornsamen und schwarzfleckigen Blättern zur atypischen Weidemyopathie führt und daran dann 70% der erkrankten Pferde stirbt. Die Blattkrankheit ist übrigens einjährig, deshalb verhindert das Entfernen des verpilzten Laubes die neuerliche Erkrankung im nächsten Jahr.

      Besonders gefährdet sind Pferde, die nicht genügend Grundfutter auf der Weide/ Auslauf finden und natürlich auch Pferde, die zwar üppig mit Kraftfutter, aber nicht ausreichend mit Grundfutter versorgt werden. Derartige Pferde stürzen sich natürlich auf alles, was kaufähig ist, um ihrem angeborenen Kaubedürfnis nachzukommen.

  20. Tanja Siemers sagt:

    Hallo liebes Winration-Team,

    vorweg kleine Anmerkung zu meiner Shetty Dame …ich muss Euch loben!!!! Seit dem sie Ihre 3 kg Heu, etwas Öl, Kalk , Salz und eine Möhre bekommt geht es ihr super gut. Seit der Umstellung macht sie ganz normale PonyÄppel und war auch nicht mehr aufgegast 😉 …freu*….

    Nun habe ich aber ein anderes Anliegen und zwar geht es um meinen 24 Jahre alten Traber. Er macht mir gerade Sorgen ;-( ich weiß nicht ob Ihr mir hier helfen könnt, oder mir noch mal einen Tip geben könnt.

    Und zwar haben wir schon länger ein Problem mit seinem Bein hinten links. Erst Milben, die sind jetzt weg. Aber durch eine kleine Macke am Sprunggelenk, hat er vor zwei Wochen einen Einschuss gehabt. Drei Tage hat er Antibiotikum bekommen, plus mehrfaches Kühlen des Beines. Jetzt ist es zum Glück nicht mehr dick.

    Das Sprunggelenk allerdings ist innen sehr warm und geschwollen. Er tritt kürzer und will das Bein auch nicht viel belasten, er nimmt zum Beispiel am Anbinder eine Schonhaltung ein und stellt die Hinterbeine unter den Schwerpunkt. Beim Auskratzen der Vorderhufe schont er das Bein hinten. Blutegel hatten wir zwei gesetzt, wo nach es auch erst besser war.
    Wir vermuten das er Spat bzw. Athrose hat ;-( er war früher lange Jahre auf der Rennbahn.

    Jetzt überlege ich was ich ihm an Futterzusätzen füttern kann.

    Und da wollte ich Euch fragen, bevor ich wieder im guten Glauben an die Futterindustrie alles mögliche ins Pferd stopfe 😉 ….es scheint ja total viel zu geben…was alles super gut sein soll…

    Mineralfutter benötigt mein Pferd da aber immer noch nicht oder?
    Oft liest man ja das gerade bei Spat hochwertige Mineralien und Spurenelemente gefüttert werden müssen, damit die Gelenke versorgt werden.
    Nicht das ich ihm diese nicht zur Verfügung stelle….da er diesen ganzen „Krams“ ja nicht mehr bekommt.

    Ich hoffe Ihr könnt mir einen Tip geben!!

    Ganz liebe Grüße Tanja

  21. Tanja Siemers sagt:

    …noch ein kleiner Nachtrag. Das Sprunggelenk ist zur Zeit nur noch etwas wärmer. Allerdings ist mein Traber als sie neulich auf der Weide im Galopp abgegangen sind, plötzlich hinten komplett weggebrochen…richtig böse und mit der Hinterkarre ist er richtig runter auf den Boden. Das ganze ist in der halben St. drei mal passiert ;-(

    Die Hinterbeine bzw. das andere gesunde Bein will er nicht mehr gern geben,da er dann ja das andere stärker belasten muss. Ansonsten läuft er im Schritt und Trab hinten etwas kürzer und als er gestern auf der Weide gerannt ist….ist das nicht noch mal passiert mit dem Zusammenbrechen.

    Alles merkwürdig…. evtl. hängt das mit dem Knie und den Bändern zusammen.

    Anfang Dez. fahren wir in die Klinik und ich werde evtl. Sprunggelenk und Knie röntgen lassen! da mich das doch etwas beunruhigt.

    Ich denke das unser Problem irgendwo bei den Sehen und Gelenken liegt ;-(

    Da gibt es ja ( Immer noch) eine ganze Palette zum Zufüttern und es macht mir echt Gedanken…..da es bei dem Futtermittelherstellern wie zum Beispiel St. Hippolyt immer heisst wie wichtig es doch ist das die Pferde mit ausreichend Spurenelementen und Mikronährstoffen etc. versorgt sind! Und wenn ich diese nicht Futter heisst es das mein Pferd über kurz oder lang einen Mangel bekommt.

    Ich habe früher ja das Hesta mix classic von St Hippolyt gefüttert. Kennt ihr das??

    zZu dem Futter wurde mir gesagt das nur dann mein Pferd ausreichend versorgt ist…wenn ich das Futter min. 1,5 Kg pro Tag. Gerade wegen der Mikronahrstoffe & Spurenelemente. Alles andere sei nicht ausreichend….selbst ein einfaches Mineralfutter nicht.
    Naja und ich füttere ja nun weder das eine noch das andere und dann habe ich diese Sätze bzw. Argumente der Futtermittelhersteller im Kopf…..

    Diese ganzen Sachen kommen mir dann wieder hoch…jetzt wo mein Pferd Probleme hat.

    LG Tanja

  22. Jetzt, endlich, liebe Tanja, sollst Du eine Antwort von uns bekommen. Manchmal, sorry, ist so viel zu tun, dass wir ein wenig mehr Zeit brauchen.

    Nun zu Deinem Senior- Traber. Das was Du da schreibst, ist ein medizinisches Problem. Wenn es um den Bereich Spat/ Arthrose geht, dann musst Du wissen, dass es sich um nicht heilbare Prozesse handelt. Leider. Auch in der Humanmediziner sind diese Knochenveränderungen nicht heilbar! Auch eine erhöhte Gabe von Mineralien oder anderen Pülverchen ändert die Situation nicht. Ganz im Gegenteil. Fütterst Du z.B. mehr Calcium, in dem Glauben den Knochen/ Gelenk zu sanieren, kann das u.U. dazu führen, dass sich wegen der großen Calicummenge dieses die Nieren schädigt. Dann sind plötzlich die feinen Nierentuben verkalkt. Dumm. Nächstes Problem.

    Füttere Deinen Traber mit ganz viel Heu, denn die verdauenden Bakterien im Darm erzeugen viel Wärme und Dein Senior friert nicht im Winter. Das ist ganz besonders wichtig, wenn sich dieses Pferde wegen der Knochen/ Gelenkprobleme weniger bewegt. Alle anderen Methoden, wie warmes Wasser oder warmes Mais heizen das Pferd nicht wirklich. Das glauben wir nur. Der Darm hat ein Volumen von 200 Liter und da wärmt ein wenig warmes Wasser oder Mais das Pferd nicht wirklich.

    Unsere Einschätzung ist, wir hatten eine ähnliche Situation, dass Du zusammen mit Deinem Tierarzt Deines Vertrauens dafür sorgen solltest, dass Dein Traber keine Schmerzen hat und nicht unnötig leidet. Da ist es durchaus zu rechtfertigen, auch mal Medikamente, wie z.B. Schmerzmittel, zu geben. Das Wichtigste ist, dass sich das Pferd ausreichend bewegt und so die Durchblutung der Knochen nicht zurückgeht. Und dann kommt auch irgendwann einmal der Punkt, wo Du ganz für Dich alleine überlegen musst, ob das Leben dieses Pferdes noch lebenswert ist. Das ist eine ganz schwere Entscheidung. Treffe die irgendwann alleine und wenn Du für Dich zu einer Lösung gekommen bist, egal wie Deine Entscheidung aussieht, dann kannst Du auch damit leben. Lasse Dich da auch von einem Tierarzt Deines Vertrauens beraten.

    Eines ist ganz sicher: Mit angeblichen Zaubermitteln lässt sich die Situation für Deinen Traber nicht verbessern. Lasse Dir da kein schlechtes Gewissen einreden. Die Futtermittelindustrie versucht das ständig, in der Hoffnung Du kaufst ganz viel.

    Für Dich kann es nur einen Maßstab geben: Nimmt das Pferd ab, musst Du die Futtermittelmenge erhöhen. Nur dann. Erst mit Heu und dann auch mit ein wenig mehr Kraftfutter. Dabei ist ganz normaler Hafer erste Wahl. Wenn Dein Traber den nicht mehr so gut aufnehmen kann, dann kämen Trockenschnitzel in die enge Wahl. Schön eingeweicht in vierfacher Menge Wasser, dazu dann Öl.

    Vertraue auf Dich und ein wenig auf uns, dass klappt ja, wie Du uns netterweise geschrieben hast.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  23. Tanja Siemers sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    darf ich noch einmal um Euren Rat bitten?
    Mein Traber ( fast 25) wird nach Eurer Ration gefüttert, viel Heu, 300 Gramm Hafer-Gerste-Maisflockengemisch, Teelöffel Salz und ein Löffel Futterkalk, 90Gramm Sojaschrot und akt. ca. 70 ml Sonnenblumenöl plus Möhren.
    Jetzt hat mein Pferdchen an den Vorderhufen Strahlfäule…was wir in unseren gemeinsamen 16 Jahren noch nie hatten.
    Er steht in einem sehr luftigen Stall, habe allerdings eine dicke Matte drin ( da Tiefstall, sonst hat er immer den tiefen Eintritt und der Boden ist nur Beton), Äppel kommen täglich raus ggf. etwas nasses. Da die Box jetzt endlich eine schöne Höhe hat. Ich streue täglich über und seit der Matte steht er meiner Meinung nach recht trocken und ich brauche auch nicht viel Stroh.
    Ist das ein Problem das er dadurch recht weich steht??
    Über den Winter und jetzt kommen sie pro Tag ca. 5 1/2 h stunden auf eine trockene Hangweide.

    Mache ich alles korrekt oder habt ihr noch eine Idee?? Im Internet steht ja zum Thema Strahlfäule…wichtig der Mineralhaushalt und Mineralfutter….!?
    Box leer misten?
    Ansonsten ist mein Traberlein sehr fit und hat auch glänzendes Fell 😉

    Liebe Grüße aus NRW
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      das mit dem Internet und den Ratschlägen ist so eine Sache.

      Lasse uns mal ganz systematisch vorgehen. Strahlfäule bedeutet, dass der Strahl betroffen ist und es sich um Fäulnis handelt. Fäulnis ist immer ein anaerober Prozess, also eine Umwandlung von Organischer Masse, hier Horn, ohne Sauerstoff.

      Mit Sicherheit ist Feuchtigkeit im Spiel, vermutlich Deine Tiefstreu, die so dick und verdichtet ist, dass in der Einstreu kein Sauerstoff ist und dort Fäulniskeime einen idealen Nährboden haben. Durch die feuchte Einstreu sind auch die Hufe immer feucht. Eine ideale Kombination für Huffäule bzw. Strahlfäule. Übrigens: In dieser anaeroben Umgebung entsteht durch Fäulnis Ammoniakgas.

      Also: Trockene Bedingungen schaffen, faulendes Gewebe komplett entfernen und Behandlung mit Jodoformether. Diese Flüssigkeit trocknet die befallenen Regionen aus. Gut kann Watte mit Jodoformether in die Strahlfurchen gepresst werden. Kupfersulfat geht auch, ist aber giftig.

      Also, Du musst einfach den gesamten Tageslauf Deines Pferdes durchgehen und überlegen, wo überall Wasser anstelle von Sauerstoff vorherrscht. Also Tiefstreu, Schlammplatz, Überflutungen, usw.. Und diese Situationen gilt es zu verbessern. Bei Deiner Schilderung sind wir fast sicher, die Tiefstreu für die Strahlfäule verantwortlich machen zu können. Eine andere Möglichkeit sind Zwanghufe, die eine Strahlfäule gerne unterstützen.

      Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  24. Tanja Siemers sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    heute werden wir uns dann mal daran zu schaffen machen den Stall ( die dicke Matte ) komplett leer zumisten.
    Habe ich es richtig verstanden das eine dicke Matte, selbst wenn das oberste Stroh darauf immer trocken ist, trotzdem zu Strahlfäule kommen kann?
    Ich habe schon gesehn was ganz untendrunter ist…Schimmel, Mief….grrr, aber oben drauf war es immer trocken.

    Man sagte mir das es doch besser ist eine dünne Matte im Stall drin bleibt….aber das ist doch das gleiche in grün oder?

    wollte jetzt alles bis auf den Beton leer machen und nicht mehr so tolles Stroh unten drunter packen und frisches Oben drauf und dann täglich alles rausnehmen.

    Das ist doch korrekt oder??????
    Oder müssen Späne drunter?
    Denke mal das es doch dem Rücken und Beinen meines Pferdes auch besser geht wenn er auf harten Untergrund steht als ständig butterweich, oder nicht??

    Außerdem wird die Matte doch den Huf so oder so belaseten auch wenn oben drauf immer trockenes Stroh ist, immerhin stehn sie 18 Stunden darauf.

    Lg Tanja

  25. Tanjs sagt:

    Vorweg Euch frohe Ostern,

    könnt Ihr mir sagen ob dicke angelaufene Hinterbeine ( werden nach der Bewegung nicht dünn ) mit dem Futter zusammen hängen können? Ich habe seit 5 tagen

    Hesta mix classic von st. hippolyt mein 25 jahre alten traber dazu gefüttert ( 300 gramm am Tag. und 300 gramm heucobs zum gras. Kann das einen zusammenhang haben?

    er hatte kahle stellen im fellwechsel bekommen…kein pilz es fehlt bloss das sommerfell drunter und ich hatte angst das er doch einen mangel an mineralien hat. Hab ich den stoffwechsel meines armen pferdes jetzt durcheinander gebracht?? Leider bin ich zur zeit in dänemar im urlaub :-\ neues futtsr weglassen? ….ich ärgere mich total….können 300 gramm hesta mix classic das auslösen? mais und hafer gerste habe ich weggelassen…sowie auch salz und kalk.

    lg tanja ( deprimiert ;-/ )

    seit aug.2013 euren futterplan. jetzt hat er im fellwechsel ziemlich viele kahle haarstellen wo noch kein sommerfell drunter ist und ich …“doof“wie ich bin dachte an mineralstoffmangel und rein mit den pelletts.

    kann das damit zusammenhängen??? ich wollte ihm ja nur wS gu

    • Hallo Tanja,

      da haben wir das Problem wieder, Du veränderst an ganz vielen Stellen (Salz, Hafer, Gerste Mais, kalk weg und Mischfutter her) und hast jetzt keine Möglichkeit zu sagen, wo die ödematischen Beine jetzt herkommen. Wir können das jetzt auch nicht sagen.

      Wenn vorher alles gut war, warum änderst Du dann was an der von uns vorgeschlagenen Fütterung? Hat Dir die Futtermittelindustrie oder die ach so schlaue Internetgemeinde wieder ein schlechtes Gewissen gemacht?

      Dicke Beine, also Wasseransammlungen, sind ein komplexes Thema. Das Wasser hängt meistens aus dem Blut- oder dem Lymphsystem zusammen. Wenn z.B. das Herz mehr Blut in die Gefäße drückt als es wieder zurückbefördert (Linksherzschwäche) oder aber das Lymphsystem nicht genügend Wasser zurücknimmt. Es gibt da noch ganz viele Möglichkeiten. Ob die Futterumstellung die Wasseransammlungen ausgelöst hat oder ganz zufällig mit einem anderen Ereignis zusammengefallen ist, bleibt erst einmal unbeantwortet.

      Trotzdem einen schönen Urlaub in Dänemark wünscht Dir das WINration TEAM

  26. Tanja sagt:

    Liebes WINration TEAM,

    ach wie ich Eure ehrlichen Antworten liebe 🙂

    Der Sack mit dem Mischfutter steht verpackt im Schrank…..ich hoffe es war der letzte Rückfall *grins.
    Es wird einem aber auch immer nicht leicht gemacht…. gut das es Euch gibt!!!!
    Vielen Dank Euch!!

    Ab wann darf ich denn bei meinem Traber die Möhren weglassen?? ( Sind von der Qualität nicht mehr so schön ;-/ …oder kann ich Äpfel füttern? Falls ja wieviel pro Tag??
    Sie stehn zur Zeit 6 Stunden am Tag auf der Weide ( kurzes Gras).

    Bei meinem Shetty ( bekommt ja kein Gras!! ) muss ich da bei Möhren bleiben oder „darf“ ich zur Abwechslung für mich… was anders alternativ füttern??
    Würde ein Apfel ausreichen ?

    P.S.: Die Beine bei meinem Traber waren wieder dünn…allerdings waren sie heute morgen wieder etwas dicker, ich denke mal dass das echt mit dem Fellwechsel zusammenhängt und dem Alter von 25 Jahren…..na ja und ein kleines bischen an meiner „Experimentierfreudigkeit“ 😉

    Liebe Grüße Tanja

  27. Hallo Tanja,

    Da sind wir ja wieder beruhigt, wir dachten schon wir wären nicht diplomatisch genug gewesen.

    Also, in allen Frischfuttermitteln, wie Apfel, Birne, Gras, Silage und eben auch Möhren ist genügend Beta-Karotin zur Herstellung von Vit.A vorhanden. 2 -3 Möhren, 1-2 Äpfel oder 1 h Gras reicht für ein Großpferd aus. Wenn da mal ein Tag nichts zur Verfügung steht ist das überhaupt nicht schlimm.

    Also, der Traber braucht bei Weidegang keine Möhren oder anderes. Der Kleine kriegt am Tag mal eine Möhre, oder einen Apfel, vielleicht mal eine Birne oder einfach mal einen Korb voll Gras. Aber nicht mehr, denn auch mit Obst oder Gras kannst Du Rehe auslösen.

    Einfach ein ganz wenig Frisches am Tag und Vit. A ist kein Thema.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  28. Tanja sagt:

    Einen wunderschönen guten Abend Ihr Lieben,

    mein Schmied hat mir heute geraten, um das Hufwachstum meines Trabers zu unterstützen täglich Malzbier übers Futter zugeben.
    Die Strahlfäule haben wir jetzt ganz gut im Griff, nur sind die Hufe sehr sehr flach…daher der Tip.

    Soooo aber bevor ich das jetzt unüberlegt ins Pferd kippe…. bitte ich lieber um Eure Meinung!!
    Malzbier ja/nein ? Oder was anders zur Unterstüzung…..( Bierhefe, Biotin ich weiß nicht was überhaupt hilft…..)

    Lg Tanja

    • Hippologe sagt:

      Hallo Tanja,

      schöne Grüße an Deinen Hufschmied. Der ist ja ein richtiger Psychologe. DU willst umbedingt was Gutes tun. Er macht das möglich. Eine Flasche Malzbier am Tag. Absolut ohne Nebenwirkungen (bis auf Deine Arbeitskraft und Deine Geldbörse) und auch Wirkung (bis auf Dein Pferd, es wird Dich lieben). Er und DU könnt nichts falsch machen und DU bist glücklich. Was will ein Schmied und das WINration TEAM mehr?

      Also: Du kannst das Getränk gerne reichen, Dein Pferd wird den süßen Saft gerne trinken, nur eine Wirkung auf die Hufe darfst Du Dir nicht erhoffen.

      Was solltest Du sonst noch wissen? Rennpferde haben sehr oft flache Hufe. Also eigentlich ist alles ganz normal. Und dann kannst Du Dir noch ein wenig Wasserstoffsuperoxid 5% (Apotheke) kaufen und ab und zu mal den Stahl damit beträufeln. H2O2 (Wasserstoffsuperoxid) bringt Sauerstoff und verhindert bereits in den kleinen Ritzen Huffäule. Wenn es weiß aufschäumt, dann wirkt es. Einzig auf Deine Kleidung aufpassen, denn Tropfpflecken bleichen den Stoff aus. Deine Haare blonden geht auch und gurgeln bei Heiserkeit funktioniert ebenfalls zuverlässig. H2O2 gehört übrigens in jeden Pferdestall, weil es eignet sich ideal zur Reinigung und Desinfektion kleinerer Wunden, besonders von Schürfwunden. Für Mensch und Pferd. Ein kleines Fläschchen (z.B. 100 ml) reicht anfangs aus.

      Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  29. Inga Möller sagt:

    Guten morgen liebes winration Team!

    Ich habe Ihre Seite von meiner besten Freundin empfohlen bekommen die sehr zu Frieden mit ihren Ratschlägen ist. Darum würde ich mich über eine Futter Empfehlung für mein Pferd freuen.

    Ich habe einen 8 Jahre alten Quarter Horse Wallach aus einer Reining/Cutting Linie. Er wird von mir im Moment aber nur Freizeit mäßig Western geritte, da er noch durch die ganze Ausbildung muss. Mein größtes Problem bei ihm sind ständige Verspannungen im Rücken- sowie unteren Halsbereich. Darum würde ich ihn gerne auf Getreidefreie, Zucker und Stärke reduzierte Kost umstellen. Einfach aus Vorsicht wegen den geläufigen Genkrankheiten bei dieser Rasse.

    Vielleicht hätten sie ja eine Empfehlung für den Frosty was uns langfristig eine gute Fütterung gewährleistet.

    Mit freundlichen Grüßen
    Inga Möller

  30. Hallo Inga,

    dann wollen wir mal sehen, was wir Dir raten können:

    Zunächst einmal braucht Dein Quarter jede Menge Grundfutter, also 2 kg Heu je 100 kg Lebendmasse. Wir schätzen mal mindestens 10 kg am Tag. Bitte unbedingt die Heumenge erstmals abwiegen, denn aus langer Erfahrung wissen wir, dass sich ganz viele Pferdehalter richtig verschätzen in der Massenfeststellung.

    Warum braucht Dein Quarter so viel Rauhfutter? Ganz einfach, weil durch das Kauen sich das Pferd selber ein wenig löst. Das gilt für das Interieur als auch für die Muskulatur. Vermeide bitte unbedingt einen zu hohen Eiweißüberschuss, da sonst durch die erhöhte Eiweißausscheidung die Nierenpartie verkrampft ist. Eiweißüberschüsse vermeidest Du mit Sicherheit, indem Du z.B. auf Soja, Kleie und Luzerne verzichtest.

    Nur wenn Dein Quarter nach 2 kg Heu je 100kg Lebendmasse abnehmen sollte, nur dann! könntest Du dem Pferd ca. 500 Rübenschnitzel als Kraftfutter geben. Vorher einige Stunden in vierfacher !!! Wassermenge einweichen.

    Was braucht Dein Pferd noch neben dem Heu? 3 Möhren, 1 Esslöffel Futterkalk und ca. 100 ml ganz normales Pflanzenöl, z.B. Sonnenblumenöl. Wenn das Pferd es aufnimmt, packst Du einen Teelöffel umjodiertes Speisesalz über die geölten und gekalkten Möhren. Kann sein, dass Dein Pferd das Salz nicht aufnimmt. Das machen manche Pferde so. Keine Ahnung warum, obwohl sie eigentlich Salz brauchen. Anstelle von Möhren kannst Du auch irgend etwas anderes Frisches nehmen. Durch die Möhren oder anderes Frischfutter ist der Vit. A- Bedarf reichlich gedeckt. Das Öl sorgt dafür, dass das fettlösliche Vit. A überhaupt vom Körper genutzt werden kann.

    So, jetzt sollte Dein Pferd (somit auch Du) damit glücklich sein. Lasse Dir bloß nicht ein schlechtes Gewissen einreden, Dein Pferd leidet unter bestimmten Mangelsymptomen. Nach allem was firmenunabhängige Wissenschaft herausgefunden hat, benötigt ein normaler, gesunder Organismus keine Ergänzungsstoffe. Ganz im Gegenteil. Futterergänzungsstoffe schaden mehr als sie helfen. Das ist Fakt, wenn Wissenschaftler nicht von der Futtermittelindustrie gesponsert werden.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

    Viele Grüße vom WINration TEAM

  31. Inga Möller sagt:

    Liebes wination Team!

    Vielen dank für die schnelle Antwort. Dann werde ich es jetzt mit ihren Tipps versuchen und erstmal meine Waage rausholen. Da wird der gute bestimmt Luftsprünge machen wenn er sein Heu sieht.

    Mir lieben Grüßen
    Inga Möller

  32. Katrin B sagt:

    Liebes Winration-Team,

    ich habe eine Frage zum Viehsalz.
    Da ich aus Süddeutschland komme empfiehlt der Rationsrechner jodiertes Viehsalz. Leider weiß ich nicht, wo ich das kaufen kann.
    Gibt es eine Alternative wie ich Jod ins Pferd bekomme? Ist Meersalz nicht auch jodhaltig? Jodiertes Speisesalz darf ich nicht verwenden, weil da immer auch Fluorid mit drin ist, oder nicht?

    Danke für eure Hilfe
    Katrin

  33. Hallo Katrin,

    Viehsalz wird immer nur „pur“ sein. Es ist nur wenig gebleichtes und gekörntes Steinsalz und deshalb relativ preiswert. Du kannst Viehsalz üblicherweise bei allen Genossenschaften kaufen. Es sollte so um 20 EUR je 100 kg kosten. Speisesalz ist feinkörniger, gebleichter und streufähiger. Normales Speisesalz ist auch „pur“. Wir empfehlen, nur für küstenferne Bundesländer, wie Bayern, Sachsen, Baden- Württemberg und Thüringen, Jodsalz. Zusätzlich kann Jodsalz auch eine Fluoridierung enthalten. Nach unseren Erfahrungen können 1 kg fluoridiertes Salz beim Pferd Vergiftungen hervorrufen. Deshalb raten wir von fluoridiertem Speisesalz ab und suche Dir im Lebensmittelgeschäft lediglich jodiertes Speisesalz heraus. Der Lebensmittelhandel bietet: Salz, Salz + Jod und Salz + Jod + Fluorid.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  34. Werner Schumacher sagt:

    Ich betreibe einen 40 Pferde Pensionsstall und habe vor kurzem das Winration
    Fütterungsprogramm erworben.
    Bei mir rennt das Programm offene Türen ein,und ich werde es für meine Pferde
    anwenden.
    Wie kann ich meine Einstaller von der Richtigkeit dieser Fütterung überzeugen,wenn
    das Internet gefühlte 1000 Artikel bringt,die teilweise völlig konträr sind?
    Dort wird der Unvenunft vieler Pferdehalter ordentlich Zückerchen gegeben und ich habe mit fundierten Argumenten einen schweren Stand.
    Mit freundlichen Grüßen
    Werner Schumacher

    • Hallo Werner,
      auch für Dich die Erklärung, warum wir uns so lange nicht gemeldet haben. Seit vielen Jahren haben wir erstmals während des wohlverdienten Urlaubs den Bildschirm dunkel gelassen. Für Dich gerade schlecht, für uns segensreich und ein deutliches Plus an Erholung.

      Das was Du da schreibst, kennen wir seit 20 Jahren. Mein Gott, was haben die anfangs über uns gelacht und es gab auch echte Nörgler, die sich ganz oben bei der FN über uns beschwert haben. Und die Mischfutterleute, die lassen auch nichts aus, um uns in Misskredit zu bringen. Aber mittlerweile hat sich unser langer Atem ausgezahlt, wir haben uns durchgesetzt.

      Was hilft ist immer die Überzeugung der Zweifler und Besserwisser. Da helfen oft ganz einfache Erklärungen, wie z.B. der Hinweis, dass kein Mensch einem Pferd Muskeln füttern kann durch noch so hochwertiges und teures Eiweiß. Wenn das so klappen würde, dann hätte das WINration TEAM einen Waschbrettbauch. Oder: Wenn wirklich Medikamente Gelenke sanieren könnten, dann gäbe es keine künstlichen Gelenke. Oder: Die amerikanische internistische Gesellschaft hat alle Studien über Zusatzstoffe abgebrochen, wegen erwiesener Wirkungslosigkeit und erhöhtem Risiko! Eine Vit. A- Studie wurde abgebrochen, weil eindeutig krebsauslösend! Und, und, und … .

      Das WINration TEAM hat die größten Erfolge dann, wenn bei kleineren Vorträgen die Fütterung vorgestellt und ganz offen diskutiert wird. Da kann man viele übermotivierte Fütterer überzeugen. Eines ist aber auch klar: Alle wirst Du nie überzeugen.

      Als Pensionsgeber bist Du natürlich immer im Konflikt, dass Dir die Pensionskunden vorwerfen werden, Du willst in Wirklichkeit nur an ihnen sparen. Da hilft nur überzeugen. Durch Gespräche und, da musst Du einfach durchhalten, durch ruhigere Pferde durch Rauhfutter.

      Wir waren ja nicht unbeteiligt an der konsequenten Umstellung im Landgestüt Warendorf. Seitdem das Kraftfutter deutlich reduziert wurde, waren die Pferde deutlich ruhiger, weniger verspannt, kooperativer und sportlicher mit deutlich mehr Leistungsbereitschaft.

      Wir würden vorschlagen, dass Du die tiergerechte und nachhaltige Fütterung der Pferde als Grundprinzip Deines Pensionsstalles machst. Sozusagen als Markenzeichen, als Erkennungszeichen, als Betriebskonzept. Du machst es anders als die Kraftfutterjunkies und fütterst nachhaltig und tiergerecht. Dabei würden wir immer raten, dann aber ganz besonders auf die Grundfutterqualität zu achten, regional zu kaufen, Futter aus der dritten Welt zu vermeiden und dieses auch hervorzuheben. Es wäre doch nicht schlecht, wenn Du z.B. den Kunden durch eine Laboruntersuchung die Qualität am Schwarzen Brett immer belegst, Rationsbeispiele aushängst, usw.. Mitunter ist es auch hilfreich, dass Du auch mal in einen Fütterungsabend (Referat, Diskussion, Austausch) investierst. Also weg von dem Verdacht, Du willst nur an den Pensionspferden sparen.

      Wir können Dir hier jetzt nur so ein paar Gedanken schreiben, vielleicht regt Dich das ja zu weiteren Ideen an. Wenn ja, schreib uns einfach wieder.

  35. Tanja Siemers sagt:

    Liebes Winration-Team,

    seit letztes Jahr wird mein Shetty nach Anweisung gefüttert und Pony ist glücklich 😉 Hufe top, Fell glänzt und keine Bauchschmerzen & Magenschmerzen mehr *freu, also komplett gesund und munter!!
    Das einzigste ist, das seit dem Frühling ganz viel Mähnenhaare verliert, Schweif nur ab und an ein paar.
    Ich habe jetzt abgewartet, weil ich dachte das legt sich wieder, aber das waren jetzt so viel das ich das Gefühl habe ich muss irgendwas dagegen machen.
    Was kann ich tun?? Biotin oder irgendwas füttern? Beim Futtermittelhändler würde bestimmt jeder versuchen mir „das Beste“ Mineralfutter zu verkaufen ;-/ Viell. liegt ja auch irgendwo der Mangel?

    Zweite Frage: 24 h Heu Fütterung für ein Shetty ist das möglich??? Oder die Finger davon lassen?

    Liebe Grüße
    Tanja

  36. Hallo Tanja,

    wir haben Euch nicht vergessen, einfach nur mal während des Urlaubs den Bildschirm aus gelassen. Klappt gut.

    Jetzt aber, entspannt und munter: Du schreibst es selber: Shetty ist gesund und glücklich. Bloß nichts ändern! Haarverlust kann mal durch Parasiten ausgelöst werden, wie z.B. Grasmilben. Das sind so ganz kleine runde kugelige Gesellen. Da gibt es ein Mittel gegen. Und dann ist Haarwuchs auch Hormonabhängig. Deshalb laufen so viele Kahlköpfe herum. Und helfen tut dagegen gar nichts, auch wenn wir alle das nicht wahr haben wollen.

    Wir raten Dir in der Tat gar nichts zu tun, nur die Milben im Blick zu haben. Die jucken nämlich und dann scheuern die sich die Haare raus. Meist sind die Milben in der Mähne und nicht im Schweif.

    Und kein Rückfall in alte Zeiten!

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  37. Tanja sagt:

    Hallo liebes WINration Team,

    eine Zeitlang habe ich meinem Traber jetzt Luzerne zur Aufwertung des Raufutters gefüttert und damit er zunimmt…( da ein anders Pferd von der alleinigen Fütterung mit Luzerene richtig rund geworden ist), war so ca. 500-1kg Luzerene am Tag.
    Eiweißreduzierte Luzerne, ohne Blattanteil. Rohfaser Anteil von 40%.
    Hafer habe ich dazu eine Handvoll gefüttert , plus Salz und 100 ml Öl.
    Eine Gewichtszunahme haben wir nicht erreicht.
    Da der Urin meines Pferdes zur Zeit extrem beißend ist, mir tränen an manchen Tagen die Augen und selbst die Äppel riechen extrem Sauer….
    Jetzt gibt es morgens und abends eine „nur“ Handvoll Luzerene und eine Handvoll Hafer. Ich befürchte das mein Pferd, durch die Futterwechsel…der letzen Wochen …Monate…komplett übersäuert ist und das daher die Äppel auch so sauer riechen.

    Ist es in dem Fall sinvoll das Öl zu reduzieren? Übersäuert das auch?? Wie sieht es mit der Zugabe von Futterkalk aus? Neutraliesiert der etwas? Kalk hat er zu den Luzernen nicht mehr dazubekommen.
    Spricht etwas dagegen, wenn man je eine Handvoll Luzerne unter den Hafer mischt?
    Hafer alleine habe ich bisher nur in geringen Mengen gefüttert. 3 mal die max. Menge von 900 Gramm am Tag habe ich noch nicht versucht. Nimmt ein Pferd von Hafer zu? Oder macht Hafer zu de auch sauer?

    Liebe Grüße
    Tanja

  38. Hallo liebe Tanja,

    das ist schwer für uns. Ferndiagnosen am Computer bei so vielen Stellgrößen sind nahezu unmöglich.

    Deshalb dazu einige grundlegende Überlegungen:

    Luzerne ist sehr eiweißhaltig. Das kann durchaus dazu führen, dass der Urin stechend riecht. Das ist dann keine Säure sondern überschüssiges Eiweiß, dass über die Nieren ausgeschieden wird. Dabei kann es durchaus deutlich nach Ammoniak riechen. Das wäre das stechende Gas.

    Luzerne ist gleichzeitig auch sehr kalkhaltig. Also würde Luzerne durchaus in der Lage sein, zu einem gewissen Maße überschüssige Säure abzupuffern. Ein Kalkmangel wird das Pferd mit Sicherheit nicht haben. Fütterst Du aber noch mehr Kalk, könnte es passieren, dass die kleinen Nierengänge verkalken. Schlecht für die Nieren.

    Der Darm wird deutlich saurer, wenn zu viel Kraftfutter gefüttert wird. Ob der Darm zu sauer ist, kannst Du mit einem einfachen Indikatorstäbchen testen. Löffel Pferdeapfel mit gleicher Menge destilliertem Wasser mischen und Indikatorstäbchen in die „Apfellösung“ halten. Im Idealfall liegt der pH- Wert um 7. Ist der pH- Wert deutlich unter 6, ist der Darm zu sauer. Das kann auf zu viel Kraftfutter hindeuten.

    Ein zu saurer Darm wird am besten mit Grundfutter, wie Heu und Stroh saniert. Bloß keine Pülverchen, auch wenn es Dir schwer fällt.

    In den allermeisten Fällen sind Pferde genau richtig, wenn Pferdehalter glauben, ihr Pferd ist zu dünn. Vergiß bitte nicht, dass Traber von Haus aus feingliedriger sind und keineswegs Kaltblutkondition haben.

    Uns scheint, dass Du zu viel Futter ins Pferd tust und das Pferd sich dagegen wehr. Der Darm jedenfalls.

    Das sind jetzt unsere Gedanken, auf keinen Fall ein Therapievorschlag. Das wäre unseriös.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  39. Tanja Siemers sagt:

    Vielen Dank für Eure Aufschlussreiche Antwort 😉 Dann werde ich jetzt erst mal die Handvoll Luzerne & Hafer,Salz füttern und dazu ordentlich viel Heu. Das frisst er in den letzten Tagen sehr gut!!

    Dann darf sich der Darm erst mal wieder beruhigen.

    Vielen vielen Dank für den extra Hinweis für mich, das bloss keine weiteren Pülverchen!!!!

    Der kam gerade rechtzeitig, denn die wurden mir empfohlen….;-)
    Zu dem auch anstatt Öl Sonnenblumenkerne + Futterhanfsamen eine Handvoll pro Tag.

    Eure Meinung dazu?? Unsinn?
    ….wenn Ihr mir jetzt sagt besser Öl, dann bleibt das auch dabei 😉

    Daaaaaaanke Euch!!!!!

  40. Ein wenig Pflanzenöl ist gut. Diesen ganzen Pulverkram kannst Du ruhigen Gewissens weglassen. Grüße an Deinen Traber vom WINration TEAM

  41. Alexandra sagt:

    Liebes WINration TEAM,

    nachdem ich nun einige Kommentare gelesen habe, werde ich mir wahrscheinlich auch das Programm kaufen. Da ich ja noch nicht mit der Bedienung des Programms vertraut bin: Inwiefern fließen unterschiedliche Futtermittelstandpunkte und entsprechend verschiedene Gehalte der Inhaltsstoffe in die Berechnung ein? Genauer: Ich und meine beiden Pferde wohnen in Sachsen am Rand des Erzgebirges. Hier sollen die Boden insgesamt sehr selenarm sein, eine Bodenanalyse habe ich selbst nicht machen lassen. Auch die Gehalte des Heus sind mir nicht klar, werden vermutlich auch von Ballen zu Ballen etwas variieren. Wir produzieren z.T. selbst Heu, müssen aber auch zukaufen. Berücksichtigt das Programm diese regionalen Schwankungen?
    Weiterhin hat meine alte Stute (25J.) ECS und Arthrose. Sie bekommt täglich Pergolid (1Tbl.), im Winter Heu (auch mal Heulage), Stroh und 1/2kg Hafer mit etwas flüssiger Teufelskralle (20ml), außerdem 2x wöchentliches ein getreidefreises Mash mit etwas Leinöl und Möhren/Äpfeln. Ich gehe nur noch mit ihr spazieren, dehne und biege sie etwas an der Hand, max. 20 min locker Longe oder sehr selten bummeln reiten. Seit langem bekommt sie – wie auch meine nun 2jährige Stute – als Mineral- und Vitaminergänzer das Reformin Plus. Die alte, sonst eher dickliche Stute sehr abgenommen (aktuell optisch gerade noch im Normbereich) und hat nun im Fellwechsel die bekannten Probleme und außerdem extrem schuppige Haut. Wegen des ECS traue ich mich nicht, mehr Hafer zu füttern. Im Sommer hat sie ganztags Weidegang, mit den Stallbesitzern lässt sich leider keine „stundenweise“ Sonderregelung aushandeln. Allerdings frisst sie nicht pausenlos, sondern stellt sich auch in den Unterstand und knuspert Stroh. – Kann ich solche Sonderfälle in der Berechnung auch berücksichtigen? Oder würden Sie mir, wie auch schon so vielen anderen hier, raten, das Reformin Plus, indem ohnehin eher wenig Zink und Selen enthalten sind, ganz wegzulassen und auf Kalk + Möhren + Öl täglich umzusteigen? Wo bekommen die Pferde dann ihre Selen- und evtl. Zinkzufuhr her? Gibt es Bsp.-werte für Heu aus Sachsen oder Heu/Gras von selenarmen, sauren Böden, die dann in die Berechnung einfließen?
    Meine 2jährige Stute bekommt 3x tgl. Heu (insgesamt ca. 9 kg), etwas Stroh, 1kg Luzerne Plus (von Agrobs), 1/2 kg Hafer und eben auch das Reformin Plus, Möhren/kleingeschnitte Futterrübe beinah täglich. Sie hat z.T. auch Schuppen, aber nicht so massiv wie mein altes Pferd. – Auch hier gilt: Wird das in der Berechnung berücksichtigt bzw. gibt es da ein Extra-Tool o.ä.?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, besonders weil ich mich wegen meiner alten Stute schon von so vielen beraten lassen habe (Futtermittelhändler, Tierärzte, Wissenschaftler an der Uni), aber jeder ein anderes Ergänzungsfuttermittel empfiehlt.

    • Hallo Alexandra,

      Ein Rationsberechnungsprogramm arbeitet immer mit allgemeinen Futterinhaltsstoffen und Bedarfszahlen. Um regionale Futtermittel musst Du Dich kümmern, Futter selber analysieren lassen und dann „Dein“ Futter eingeben. Das ist sehr viel Arbeit und obendrein teuer. Unter 50 Euro pro Analyse ist da nichts. Regionale, sächsische Daten gibt es nicht und deshalb kann das WINration TEAM sie auch nicht im Programm hinterlegen. Was gar nicht geht: Rationen für kranke Pferde. Diese Diäten müssen mit einem Tierarzt abgesprochen werde und sind sehr individuell. Es wäre unseriös, wenn das WINration TEAM derartige Rationen im Programm zu hinterlegen. Es gibt in der seriösen Fütterung übrigens auch nur Bedarfszahlen für wachsende, lautierende, arbeitende und trächtige Pferde.
      Und deshalb ist WINration so wie es ist.

  42. Johanna sagt:

    Ich habe für knapp 20,00€ die CD erworben und ordnungsgemäß installiert.
    * das Programm läuft zwar auch ohne Registrierungscode an, funktioniert aber nicht wirklich (es gibt keine Möglichkeit das Programm zu beenden; bei der Berechnung von eigenen Futtermitteln ergeben sich Plausibilitätsfehler; das veraltete Viehsalz lässt sich nicht löschen und wird obligatorisch mit berechnet…)
    * dann habe ich versucht, mir einen Registrierungscode zu holen, weil ich dachte, vielleicht liegt es daran: man wird zu einer Wegseite verlinkt, die es gar nicht gibt…
    * beim FN-Verlag verweist man mich nun auf dieses Forum?
    Wäre schön, wenn ich hier nützlich Hilfe bekommen könnte.

    Mfg

    • Hallo Johanna,

      Entschuldige bitte, dass Du diese Probleme mit unserem Programm hast. Die kommen nicht alltäglich vor und deshalb haben wir den Ehrgeiz, Dir zu helfen.

      1. Du sagst, bei Eigenen Futtermitteln gibt es Plausibilitätsprobleme. Kannst Du uns die besser beschreiben?
      2. Salz und Kalk werden immer automatisch berechnet. Das ist das Prinzip von WINration. Wenn kein Bedarf ist, dann steht da eben 0,00.
      3. Du musst immer erst alle Ansichten schließen, indem Du zurück gehst ( Button: Zurück zu/zur ….. ) und dann der Button WINration beenden kommt.

      Wenn Du Dich noch einmal meldest, dann schreibe dazu, welches Betriebssystem Du nutzt.

      Viele liebe Grüße vom WINration TEAM und habe ein wenig Geduld mit uns.

  43. Alex sagt:

    Hallo Winration-Team,
    bei uns im Stall gibt es im Sommer während dem ersten Aufwuchs ca 14Std. Koppelgang (Weide ist gut im Bewuchs, mit Kräutern und relativ Mager) und tagsüber, wenn die Pferde im Paddock sind Stroh aus Raufen mit einem 3cm Netz drüber. Nun ist eine hitzige Diskussion entbrannt, ob nun Stroh als Futtermittel wegen der kaum verwertbaren Rohfaser genommen werden kann oder nicht. Eine Bedarfsberechnung mit Winration ist schwierig, da ja die genaue Menge des aufgenommenen Grases nicht richtig eingeschätzt werden kann. Ich vertrete allerdings die Meinung, daß bei der Menge Gras, Stroh als Beifutter sehr wohl seine Berechtigung hat. Die meisten Pferde sind auch eher zu rund. Die wo zu dick werden würden, kommen mit einer Freßbremse auf die Weide.
    Wie sehen Sie das mit dem Stroh ?
    Danke im voraus für Ihre Antwort.

    • Hallo Alex,

      Stroh ist ein hochwertiges Futtermittel. Natürlich nur, wenn die Qualität stimmt, aber das gilt ja für alle Futtermittel. Pferde haben ihren Verdauungstrakt genau auf Heu, Gras und Stroh eingestellt. Nicht auf Kraftfutter! Stroh hat viel gute Rohfasern, relativ viel Energie und wenig Eiweiß. Damit ist Stroh eher ein Sportpferdefutter als Heu. Übrigens liefert Stroh auch viel Calcium. Das macht harte Knochen. Grundsätzlich können Pferde ihr Grundfutter zu 50% aus Stroh bekommen. Stroh ist der ideale Begleiter zur Weide, weil für nicht wenige Pferde zu viel Gras bzw. Heu zu Überversorgungen führt. Deshalb leiden nicht wenige Pferde dann an Hufrehe. Wieviel frisst so ein Pferd auf der Weide? Kannst Du ja schlecht fragen, kriegst keine Antwort vom Pferd. Deshalb folgende Hilfsschätzung: Ein Großpferd mit gesunden Zähnen frisst ca. 1 kg Heu in 1 Stunde. Rechnest Du den Wassergehalt des Grases ein, so entspricht 1 kg Heu = 1 Stunde = 3 kg Gras (in bzw. nach Blüte) bzw. 4 kg Gras (vor Blüte).

      Also lasse Dich nicht verrückt machen von den Pferdehaltern mit Halbwissen. Stroh ist für Pferde ein wertvolles Grundfutter und außerdem sehr günstig. Im Übrigen sind diejenigen Werte in WINration verdauliche Inhaltsstoffe, die also im Pferd auch wirklich ankommen. Ach ja, das so billige und ungeeignete Stroh gehört botanisch zu den Gräsern.

      Viele Grüße vom WINration TEAM

  44. Patricia Zwanzig sagt:

    Hätte eine Frage zu der Software, rechnet diese auch die B-Vitamine aus, oder werden die genauso übergangen, wie in anderen Rationsberechnern?

    Gruß P. Zwanzig

  45. Hallo Patricia,

    Die B- Vitamine werden in WINration nicht berechnet. Das hat zwei gewichtige Gründe:

    1. Wenn Du die Vitamine seriös berechnen willst, benötigst Du von jedem Futter, auch Heu und Gras, eigene Analysen. Übrigens bei jeder neuen Lieferung neu. Eine derart umfangreiche Analyse kostet bis zu 100 Euro, pro Analyse!
    2. Es macht überhaupt keinen Sinn etwas analysieren und berechnen zu wollen, wenn alle Fachleute wissen, dass bei üblicher Fütterung die B- Viamine nicht kritisch sind.

    Folglich verzichtet WINration auf diejenigen Inhaltsstoffe, die nicht kritisch sind und bei ganz normaler Fütterung immer ausreichend vorhanden sind. Wir meinen, Pferdehalter sollten sich lieber darauf konzentrieren, wichtige Mangezustände zu kompensieren. Und genau das macht WINration. Alle Programme und Tabellen, die allemöglichen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente berechnen ohne sehr aufwändige Analysen zu nutzen, suggerieren eine Scheinsicherheit. Das wollen wir vermeiden.

    So denken wir und so haben wir unser Programm angelegt.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

  46. Tanja sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich habe da eine kurze Frage anstatt Hafer/Gerste/ Mais ( je 33%) wollte ich anstatt Maisflocken Maiscobs füttern, ist für meinen alten Herren beim Fressen einfacher.

    Davon muss ich doch im Verhältnis mehr füttern,oder? Da in den Maiscobs die ganze Pflanze ist.
    Futterempfehlung Laut Hersteller ist je 300 Gramm pro 100 kg Sollgewicht.

    Wäre ich ja schon bei locker 1,5 kg 😉

    Ist das vertretbar aus Eurer Sicht?

    Liebe Grüsse Tanja

    • Hippologe sagt:

      Hallo Tanja,

      jetzt ist mein Urlaub beendet und schon bist Du an der Reihe: Es ist richtig, Maiscobs sind getrocknete und geschnitzelte Maispflanzen. Deshalb ist der Energiegehalt geringer als die alleinigen Maiskörner. Wir schätzen, dass die Maispflanzencobs einen Energiegehalt von ca. 9 Megajoule enthält, die Körner enthielten ca. 13 Megajoule. Deshalb musst Du von den Heucobs ca. 1,4 also 1,5 mal mehr als vorher von den Maiskörnern geben.
      So, Tanja, so würden wir Dir das empfehlen.

      Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  47. Hippologe sagt:

    Traute Gastmann sagt:
    14. Mai 2013 um 15:38

    Hallo liebes WINration TEAM,
    bevor ich das Programm bestelle, hier noch eine Frage:
    Kann man als Anwender die Bedarfszahlen der verschiedenen Leistungskategorien und Pferdegewichte ändern, die der Rationsberechnung (als Sollwerte) zu Grunde liegen?

    Danke im Voraus für die Antwort!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Traute Gastmann

    WINration TEAM sagt:
    14. Mai 2013 um 18:31

    Hallo Traute,
    die Lebendmasse kannst Du einstellen. Genauigkeit 50 kg. Genauer geht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht.

    Die Bedarfe in Abhängigkeit der Lebendmasse und der Arbeit kannst Du nicht verändern. Der Grund: Es gibt keine anderen wissenschaftlich abgesicherten Zahlen, die für Pferde weltweit vorliegen. WINration benutzt nur seriöse Bedarfszahlen.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

    Johann Hollergschwandtner sagt:
    8. Februar 2014 um 21:29

    Hallo ,habe mal eine Frage zur Strohfütterung
    Ich besitze Criollos Mestizo aus Argentinien sie wiegen 600kg bei einem Stockmaß von 1,55 Fütterungsmäßig bekommen sie 2kg Heu /100kg Lebendgewicht und sonst nichts. Habe das Problem mit den schuppigen Hufen und Gelenks knacksen . Kann man Criollos auch auf die Koppel geben wegen dem Eiweißgehalt des Grases? Wie sieht die Fütterung mit Stroh aus wegen schlechter Verdauung fängt das nicht zum gären an mit hoher Giftentwicklung und Leberschäden?
    Danke für alles Hans

    WINation TEAM sagt:
    16. Februar 2014 um 12:46

    Hallo Hans,
    entschuldige, dass wir Dich ein wenig warten lassen haben. Bist Du sicher, dass Deine Criollos Mestizo wirklich 600 kg wiegen? Bei diesen Pferden sind ja verschiedene Rassen eingekreuzt. Wenn die Lebendmasse so stimmt, dann sind da sicher Kaltblüter anstelle von Vollblütern in der Zuchtlinie. Das würde bedeuten, dass Deine Pferde ein wenig in Richtung Kaltblüter gehen. Für die Fütterung würde das bedeuten, dass Deine Pferde insgesamt weniger fressen müssen, wenn man die Lebendmasse ansetzt. Sie sind also leichtfuttriger.

    2 kg Heu/100 kg Lebendmasse ist absolut richtig. Wir würden sagen, nicht mehr, denn leichtfuttrige Pferde könnten sich auch mal an frei verfügbarem Heu überfressen.

    Natürlich fütterst Du gutes, strukturiertes und lang gewachsenes Heu. Also 1. Schnitt und spät, in oder nach Blüte geschnitten. Dann würden wir Dir raten pro Pferd 2 Möhren mit einem Schuss Öl und einem Esslöffel Futterkalk zu füttern. Damit lieferst Du Beta- Carotin zur Vit. A- Bildung und das Pflanzenöl, z.B. Sonnenblumenöl, liefert Vit. B und schafft zusammen mit dem Vit. A für eine gesunde Haut und übrigens auch für ein glänzendes Fell. Mit dem Futterkalk ist die Calciumversorgung gesichert.

    Wenn es für Dich möglich ist, die Pferde mindestens 14 Tage an Gras zu gewöhnen, dann können Deine Pferde auch auf die Koppel. Aber nicht 24 h, da könnten die sich, so unser Verdacht von hier aus, überfressen. Wenn die Pferde frisches Gras bekommen, dann kannst Du auf Möhren verzichten.

    Möglich wäre folgende Fütterungstechnik mit der Koppel: Nachts auf dem Auslauf. 1 – 1,5 kg Heu/100 füttern und tagsüber immer ein wenig länger auf die Koppel geben. Wenn die Pferde den ganzen Tag draußen sind, wirst Du nachts auf dem Auslauf ca. 1 kg/100kg LM Rauhfutter füttern. Das kann dann aus 50% Heu und 50% Heu bestehen. Stroh muss Du natürlich auch 14 Tage lang anfüttern. Aber das ist Dir ja sowieso klar.

    Wenn Du merkst, dass Deine Pferde zu viel Futter aufnehmen, dann musst Du, leider, den Weidegang reduzieren. Das Gespür musst Du haben, das können wir Dir von hier nicht sagen.

    Zusammengefasst raten wir, die Pferde mit Weide und den Grundfuttermitteln Heu und Stroh zu füttern, wobei das Ideal wäre, wenn die Pferde 50% auf der Koppel und 50% auf dem Auslauf sind. Das Grundfutter kann bis zu 50% aus gutem Stroh bestehen.

    Übrigens: Lasse Dir nicht einreden, das Knacken der Gelenke lässt sich mal so eben mit irgend einem Mittelchen abstellen. Die Gelenke sind selber nicht durchblutet und so kann das Gelenk nur über die Gelenkschmiere, der Synovia, ernährt werden. Die meisten Wissenschaftler übrigens meinen, dass das Knacken ein rein physikalisches Phänomän ist und mit der Gelenkgesundheit kaum Zusammenhang besitzt.

    Ja, und die Hufe? Werden die auch wirklich immer auch nass? Haben die genügend Feuchtigkeit? Bei vielen Haltungen sind die Hufe zu trocken und deshalb wenig elastisch. Fetten der Hufe bringt nichts. Ist nur oberflächliche und oft schädliche Kosmetik.

    So, jetzt kennst Du unsere Meinung, die natürlich unter dem Vorbehalt steht, dass wir hier nur am Bildschirm sitzen. Wenn Du noch Fragen hast, immer zu!

    Viele Grüße vom WINration TEAM

    Silvia sagt:
    5. September 2014 um 10:04 (bearbeiten)
    Hallo liebes Winration team,
    auch ich überlege mir euer Programm zu kaufen und die Fütterung meines Haflingers umzustellen.

    Er ist 148 groß und wiegt gechätzt 400-450kg. Er ist ein sportlicher, eher schwerfuttriger Haflinger. Gleichzeitig leidet er aber auch unter Sommerekzem.

    Momentan bekommt er 24h Weide und 24h Heu ad lib. Im Winter im Offenstall nur Heu ad lib. Er kommt mit dem Weidegang als Ekzemer gut zurecht, es sind Kräuterreiche, ungedüngte Hangweiden. Weiterhin bekommt er Heu-/Kräuterhäcksel und Mineralfutter, Ekzemerkräuter und im Fellwechsel kurweise Bierhefe.

    Da er jetzt mit 6 so langsam aber sicher mehr arbeiten muss und wir viel in das hier sehr bergige Gelände gehen, würde ich ihm gerne Hafer zufüttern. Ich würde auch gerne das Mineralfutter weglassen, falls das mit seinem Ekzem geht. Wieviel Hafer sollte ich ihm dann sinnvoll füttern und ich habe hier auch schon von diesem Futterkalk gelesen – ist das auch sinnvoll? Ach ja, ich habe hier vor Ort eine Bezugsquelle für ganzen Bio-Schwarzhafer, ist der empfehlenswert?

    Beste Grüße
    Silvia

    WiNation TEAM sagt:
    6. September 2014 um 18:44

    Hallo Silvia,
    bisher klingt es so, dass Dein Haffi super zufrieden ist mit dem Futter (und mit Dir). Warum also etwas ändern? Grundsätzlich musst Du vor der Arbeit nicht mehr füttern. Nur, und das ist der Indikator, wenn Dein Pferd abnimmt, dann braucht es mehr. Wir raten Dir dringend, die Wirkung der Arbeit abzuwarten, dann erst darauf zu reagieren. Wir reden dann von ca. 300 g Hafer je drei Tagesmahlzeiten, also max 900g Hafer am Tag.

    Das Kraftfutter sollte jedes Mal einen kleinen Schuss Pflanzenöl bekommen, aber nicht mehr als 50 – 100 ml am Tag.

    Was uns ganz zu fehlen scheint ist Salz. Wenn die Arbeit zunimmt, steigt der Salzbedarf überdurchschnittlich. Die Salzmenge sagt Dir WINration. Je nach Arbeitsleistung und je nach Region ist der Salzbedarf sehr unterschiedlich. Wir raten immer, nach Möglichkeit das Salz individuell zu füttern und auf einen Lecksten zu verzichten. Beim Leckstein kannst Du die Aufnahme nicht kontrollieren. Manche Pferde verputzen den Salzleckstein in wenigen Tagen und haben promt dicken Durchfall. Andere Pferde rühren Salz nicht an. Das wirst Du dann nicht ändern können. Versuche einfach mal Salz aus der Hand schlecken zu lassen.

    Kalk benötigen die Pferde gewöhnlich erst, wenn Getreide gefüttert wird. Dann ist zwar genügend Calcium da, reicht aber nicht aus um im Verhältnis 2:1 zu Phosphor zu sein. Und das Verhältnis ist wichtiger als die tatsächliche Menge.

    Wir empfehlen Dir ganz normalen Hafer. Der ist kleinkörniger, also eiweißhaltiger als Schwarzhafer und deshalb für ein junges, mit der Arbeit beginnendem Pferd günstiger für den Muskelaufbau. Aber! Nur wenn das Pferd durch die Arbeit abnimmt. Ansonsten bleibt es beim Grundfutter!

    Schwarzhafer ist nur eine Sorte mit einer schwarzen Hülle. Macht an den Inhaltsstoffen nichts. Da Schwarzhafer meist aus Südfrankreich kommt, hat er mehr Sonne abbekommen als hiesiger Hafer und somit dickere Körner. Mehr Energie und weniger Eiweiß. Wegen des Transportes ist Schwarzhafer teuerer und auch nicht nachhaltig. Bioprodukte, die durch halb Europa gekurvt werden ist auch nicht sinn der Sache.

    Wenn Du das vitaminierte Mineralfutter weglassen möchtest, dann solltest Du aber auf jeden Fall darauf achten, dass während der Rauhfutterfütterung immer auch etwas Frisches dabei ist. Sonst fehlt Vit. A. Es reicht im Winter aus, zwei bis drei Möhren mit einem Schuss Öl zu füttern. Dann stimmen die Vitamine. Statt der Möhren können es auch Äpfel sein, Gras oder Silage.

    Grundsätzlich überdenke bitte die vielen zusätzlichen Kräuter. Pferde sind Gras- und icht Kräuterfresser. Kräuter haben durchaus ein nicht zu unterschätzendes Allergierisiko. Also manchmal ist weniger mehr. Lasse Dir kein schlechtes Gewissen machen. Du machtet doch alles richtig.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

    Silvia sagt:
    7. September 2014 um 20:34

    Danke für die schnelle Antwort!

    Dann beobachte ich ma, wie er sich so die nächsten Monate entwickelt. Der Schwarzhafer käme aber hier aus Deutschland, ein Freund baut ihn selber an.

    Mineralfutter lasse ich dann weg, Äpfel, Möhren oder auch mal rote Beete gibt es im Winter dann regelmäßig dazu. Alles andere kann mir das Programm ja dann ausrechnen!

    Gruß
    Silvia

    WINration TEAM sagt:
    8. September 2014 um 13:41

    Schwarzhafter und Gelbhafer unterscheiden sich nur in ihrer Farbe. Die Größe der Körner hat allerdings einen Einfluss auf die Pferdefütterung. Kleinkörniger Hafer enthält im Verhältnis viele Schalen und wenig Mehlkörper, ist also eiweißhaltiger und somit energieärmer als großkörniger Hafer. Kleinkörniger Hafer ( 450 – 500 g / Liter) ist Getreide für milchgebende Stuten und wachsende Pferde. Großkörniger Hafer ( 550 g / Liter) ist mehr Sportpferdefutter.

    Wesentlich ist beim Hafer nicht die Sorte gelb oder schwarz, wesentlich ist, dass der Hafer nicht grau, schimmelig und staubig ist. Bio ist nicht falsch, aber Du solltest schon wissen, dass Hafer wesentlich extensiver gedûngt und gespritzt wird als z.B. Weizen. Hafer ist noch ein relativ gesundes Getreide, auch wenn es aus konventionellem Anbau kommt.

    Viele Grüße vom WINration TEAM und schreibe mal, wie es ausgeht.

    Gina Zimmermann sagt:
    13. November 2015 um 08:51

    Hallo liebes Team,
    Ich habe einen 5 Jährigen Kaltblutwallach der gut im Training steht.
    Er wiegt derzeit 657 kg. Jetzt meine Frage ich würde ihm gerne nach der Arbeit eine Hand voll Hafer geben, habe aber dennoch angst das er davon zu dick werden könnte ??
    Den Hafer würde er zum weiteren Muskelaufbau bekommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gina Zimmermann

    Winration TEAM sagt:
    23. November 2015 um 10:50

    Hallo Gina,
    Du möchtest gerne Deinem Kaltblüter Hafer füttern, damit er mehr Muskeln aufbaut.

    Lasse uns doch mal überlegen, ob das überhaupt zum Ziel führt. Muskeln kann weder der Mensch noch ein Pferd durch Futter aufbauen. Das geht nur mit Training. Wenn das mit mehr Essen gehen würde, dann hätte das gesamte WINration TEAM einen Waschbrettbauch! Hat es leider nicht. Jetzt wirst Du einwenden, dass ein Organismus mehr Eiweiß benötigt, wenn er mehr Muskeln durch ein Training aufbaut. Stimmt. Aber, sagt das WINration TEAM, das ist völlig entbehrlich, da bei unserer Fütterung fast immer ausgewachsenen Pferde bereits Eiweiß im Übermaß haben. Das ist garantiert so, wenn Dein Pferd 2 kg Heu/100 kg Lebendmasse bekommt, also ca. 13 kg pro Tag. Selbst wenn Du Heu mit Stroh vermischt, wird immer noch genügend Eiweiß für einen Muskelaufbau zur Verfügung stehen.

    Übrigens: Ein Eiweißüberschuss macht Dein Pferd weniger leistungsfähig, weil die Nieren verstärkt mit Energie versorgt werden müssen, denn die haben jetzt einen höheren Grundbedarf, weil sie das überschüssige Eiweiß ausscheiden müssen. Und diese zusätzliche Energie geht für Muskelleistung verloren.

    Wenn Du mit dem Hafer belohnen möchtest, dann kannst Du das genauso mit Äpfeln oder Möhren machen.

    Ob Dein Pferd zu dick wird? Wir gehen bei einem Kaltblüter nicht davon aus, dass er durch eine handvoll Hafer am Tag (vielleicht 200 g) zu dick wird. Da würden wir uns keine Sorgen machen. Bei kleineren Robustpferden aber, das sei noch angemerkt, kannst Du mit dieser Menge durchaus einmal Rehe auslösen.

    Was meinst Du Gina, haben wir Dir jetzt ein wenig weiter geholfen, eine Entscheidung zu treffen?

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

    Sina sagt:
    11. Februar 2016 um 16:04

    Guten Tag,
    Mit großem Interesse habe ich ihre Beiträge gelesen. Da unser mittlerweile 26 jähriger Reitponyhengst, trotz lebenslanger reinen Heu, Hafer, Gras Fütterung (Möhren, Äpfel,Öl, Salzleckstein sind auch noch inbegriffen) quitschfidel ist und im Sport ggefördert wird, haben wir ja quasi den lebenden Beweis Zuhause das es auch ohne Mineralfutter u.Ä. geht.
    Jetzt das große ABER: seit etwas über einem Jahr haben wir einen 1,85m großen Holsteiner, als er zu uns kam war er ein reiner Fettkloß (kaum Bewegung, reichlich Silage, Hafer, MiFu). Er wurde bei uns auf Heu umgestellt und bekam 2 kilo Hafer täglich, dazu Auslauf in der Herde und Training. Er nahm gut ab, wurde jedoch zu dünn und bekam deshalb 3 kilo hafer. Außerdem war mein Mann der Meinung das der aufgrund seiner Größe und dem sportlichen Einsatz MiFu braucht. Er fraß aber keines weshalb er etwas über ein halbes Jahr 1 kilo mineralisiertes Müsli und 2 kilo hafer bekam. Ansich sah er gut aus und hatte keinerlei Beschwerden. Anfang Oktober wurde er jedoch immer angespannter, schreckhafter, nervöser… da ich gelesen hatte das Magnesiummangel der Grund sein kann, bekam er täglich zwei Messerspitzen von reinem Magnesium und binnen einer Woche war das Pferd wieder fast normal. Also wurde das Müsli (und auch das reine Magnesium) weggelassen und wir wechselten zum teuren Sportpferde MiFu.
    Da ich selbst jedoch lieber auf solche künstlichen Zusätze verzichten würde, wäre ich sehr daran interessiert ob ihrer Meinung nach auch Sportpferde mit häufigen Turniereinsatz auf Mifu verzichten können. Oder ob sie durch das erhöhte Stresslevel welches sie ausgesetzt sind auf diese Zusätze eher nicht verzichten sollten.
    Mit freundlichen Gruß

    Winration TEAM sagt:
    11. Februar 2016 um 18:53
    Das ist schon sehr schwer von hier zu sagen, weil die Situation natürlich sehr komplex ist und wir nichts wissen über die Heuqualität, die Nährstoffversorgung des Bodens, der Bodenart, usw. Dann darfst Du nicht vergessen, dass andere Mineralien durchaus auch den Magnesiumspiegel beeinflussen können.

    Generell ist sicher zu sagen, dass bei üblicher Fütterung, besonders wenn Getreide beigefügt wird, und das tust Du ja, die Magnesiumversorgung beim gesunden Pferd immer gewährleistet ist. Magnesium führt auch nicht zu Leistungsverbesserungen bei Turnierpferden, wie immer behauptet wird. Auch verlieren Turnierpferde nicht wesentliche Magnesiummengen durch den Schweiß. Und ob diese und jene Effekte durch dieses oder jene Mineralfutter entstanden sind, ist überhaupt nicht klar. Da gibt es auch reine Zufallshäufungen. Ähnlich dem Zusammenhang mit der Anzahl der Babies und der Störche. Beide nehmen ab, deshalb kommen die Babies aber nicht von den Störchen.

    Es bleibt also dabei, dass wir meinen, eine isolierte Magnesiumgabe ist eigentlich bei üblicher Fütterung und korrektem Grünlandmanagement nicht nötig. Aus unserer Sicht reicht es völlig aus, dem Pferd etwas Pflanzenöl (ca. 50 – 100 ml), je nach Arbeit Salz (NICHT JODIERT!) und zum Getreide etwa 1 Esslöffel Kalk (CaCO3 = Kreide = Futterkalk) zu füttern. Du darfst nicht übersehen, dass der Salzbedarf mit zusätzlichem Schwitzen sehr stark steigt. Das kann durchaus mal 50 – 100 g Salz am Tag sein. Ein Leckstein ist nicht unsere Empfehlung, da viele Pferde gar nicht daran gehen, obwohl sie müssten und andere den in wenigen Tagen auffressen und richtig Durchfall bekommen. Die Salzmengen je nach Arbeit und Region findest Du in dem neuen Tabellenbüchlein, dass jetzt vorliegt (Schaue mal bei Medien).

    Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, industriell gefertigte Mischfuttermittel einzusetzen. Teilweise, Du kannst ja mal auf die Inhaltsangaben sehen, sind die sehr stark eiweißbetont für Sportpferde. Und das ist nicht gut, denn Eiweiß ist ein Baustoff für Muskeln und kein Treibstoff. Ein Turnierpferd, das im Training ist und natürlich ausgewachsen, benötigt vorrangig Treibstoff (Energie) und nicht Baustoff (Protein). Da ohnehin fast immer jedes Pferd einen Eiweißüberschuss hat, ist die Verfütterung von hochkonzentriertem Eiweiß an Turnierpferde nicht nur überflüssig, sondern blödsinnig, da die Nieren verstärkt arbeiten müssen, um das Protein auszusondern. Und diese verstärkte Nierenarbeit kostet Energie und die fehlt dann für Sportleistung. Aus unserer Sicht machen viele Sportpferdefuttermittel eher leistungsärmer als leistungsstärker, wegen der erhöhten, notwendigen Nierentätigkeit. Und dann noch ein Hinweis unsererseits: Die maximale Kraftfuttermenge ist 2,5 kg pro Tag pro Pferd. Sonst steigt das Kolikrisiko drastisch an, mal eben um den Faktor 6.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

    tanja siemers sagt:
    23. Februar 2016 um 23:22

    Hallo Ihr Lieben,
    Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Heucobs und dachte das ihr mir da vielleicht auf die Sprünge helfen könntet….
    Wieviel Sinn macht es sie zusätzlich zum normalen Heu zu füttern? Oder ist das auch ehr ein „Modetrend“?

    Mein Traber ( 26) frisst sein Heu ( bestimmt 8kg) noch gut…Heu Röllchen aus dem Maul verliert er öfters…und die Faser in den Äppeln ist etwas länger und grober als normal… er scheint es nicht mehr gut zu verdauen bzw. Zu verwerten.Aber Heu fressen tut er noch mit Begeisterung. Dazu gibt es noch ein bischen Hafer. Kotwasser haben wir kaum noch

    Das zu wenig auf den Rippen hat er noch,aber er es gut drauf und munter

    Jetzt war die Frage wieviel Sinn es macht Heucobs zu füttern? Oder ob man sich das Geld auf deutsch gesagt auch sparen kann…

    Wir waren zeitweise bei 3 kg Heucobs aufgeteilt auf 3 Mahlzeiten, wie ist das mit der Menge und dem Magen vom Pferd? Weil das ist ja schon sehr viel Masse was da aufgenommen wird! Magenüberladung?

    Ab wann würdet ihr zu Heucobs raten? Und in welcher Menge?
    Und sollte es Standard seinen in der Ration vom älteren Pferd?
    Wie war das vor 30 Jahren? Da gab es doch noch gar keine Heucobs?
    Ich bin gespannt auf Eure Antwort… In Eurem Buch habe ich zu dem Thema leider nichts gefunden

    Liebe Grüsse Tanja

    WINration TEAM sagt:
    26. Februar 2016 um 15:54

    Hallo Tanja,
    Heucobs sind Heu. Obwohl klein vermahlen, sind dennoch die Rohfasern komplett erhalten. Heucobs haben dann ihren Sinn, wenn ein sehr zahnaltes Pferd durch das schlechte Fressen nicht mehr genügend Rohfasern aufnimmt und deshalb abmagert und oftmals auch Probleme mit Kotwasser hat. Heucobs sind, wie ich es oben schon sagte, eigentlich Heu. Nur maschinell getrocknet, geschreddert und zu Pellets gestempelt. Solange Dein altes Pferd nicht zu stark abmagert und nicht Probleme durch Kotwasser hat, sind Heucobs nicht notwendig. Sollten die Altersbeschwerden mit Gewichtsverlust und Kotwasser nicht mehr tolerabel sein, das musst Du entscheiden, dann kann der Einsatz von Heucobs noch ein wenig Lebenszeit schenken. Dann beginnst Du Heu durch Heucobs zu ersetzen. Mehr und mehr. Ganz wesentlich ist, dass Heucobs sehr trocken sind und die Pferde genügend Wasser ständig zur Verfügung haben. Bei z.B. 50 % Heucobs anstelle Heu würden wir empfehlen, die Heucobs in Wasser einzuweichen und auf mindestens 3 Portionen zu verteilen. Schlussendlich sind Heucobs eine Möglichkeit, die letzten Jahre eines Pferdes tiergerecht zu gestalten.

    Tanja siemers sagt:
    28. Februar 2016 um 13:38

    Vielen Dank für Eure Antwort!!

    daniela sagt:
    28. Februar 2016 um 21:51

    Hallo liebes Team,
    ich habe mal eine frage zur Mineralisierung-beim-Pferd.
    Ich besitze einen 2 jährigen QuarterHorse Wallach, er wiegt ca 350 kg.
    Fütterung derzeit: Salzleckstein
    Heu
    2 Karotten
    2 Äpfel
    Schwarzkümmelöl 1 Essl.
    Mineralfutter von Dr. Wayrauch „Alles fliesst “

    Zusammensetzung: Magnesiumcitrat, Colciumcitrat,Kräuter(Fenchel, Anis,Zimt, Cumin), Kurkuma, Leinkuchen, Meersalz,Lecithin,Calciumtriphosphat,Knoblauch, Sonnenblumenöl.
    Zusatzstoffe: 4.500mg Zink
    5.000mg Mangan
    1.200mg Eisen
    800mg Kupfer
    23mg Selen
    36mg Cobald

    Analytische Bestandteile: Rohprotein 7,5%, Rohfett 5%, Rohfaser 2,8%,Rohasche 32%
    Calcium 6%, Pohsphor 2%, Magnesium 2,2%, Na2,3%
    Fütterungsempfehlung; 50g pro Tag
    Mein Tierarzt meinte ich sollte dieses Mineralfutter nicht auf dauer zufüttern, da es mit den Leinkuchen usw. ( Inhaltsstoffe) wie ein Medikament wirkt.Pferde produzieren Vitamine oder andere Botenstoffe imKörper selbst . Wenn man das Mineralfutter auf dauer füttert dann stellt das Pferd die eigenproduktion ein?.

    Also das Mineralfutter sowie Karotten, Äpfel, Öl wird mit Strohhäcksel und Wasser gemischt gefüttert.
    Er bekommt auch 2 mal wöchentlich 2 Handvoll Schwarzhafer.

    Jetzt meine Frage, wie mineralisiere ich ein junges Pferd richtig?
    Was für ein Produkt würdet Ihr mir empfehlen und welche Menge sollte ich dann füttern.
    Heu und dann ???
    Bitte helft mir da etwas weiter ,denn es ist sehr schwierig richtig zu füttern.

    Mit lieben Grüssen
    Daniela

    WINration TEAM sagt:
    29. Februar 2016 um 23:38

    Hallo Daniela,
    Unter der Voraussetzung, dass Dein Pferd üblich gesund ist und das gefütterte Heu nach landwirtschaftlichem Standard produziert wurde, dann benötigt Dein Pferd folgendes:

    Heu zur freien Verfügung
    ca. 1 kg Möhren oder anderes Frischfutter
    mind. 1 Std. Tageslicht, keine Decke
    1 – 2 Eßlöffel Futterkalk ( CaCO3 oder auch Kreide genannt)
    50 – 100 ml Pflanzenöl
    1 Eßlöffel Salz

    Mit dieser Futterzusammenstellung hast Du alle Mineralien ausreichend abgedeckt und auch alle Vitamine befinden sich im Optimum.

    Folglich sind alle weiteren Ergänzer nicht nur überflüssig, sondern eventuell sogar schädlich. Viel hilft nämlich nicht viel. Und Kräuter sind im Übrigen nicht das artgerechte Futter für Pferde, denn in ihren ursprünglichen Lebensräumen der Pferde wachsen gar keine Kräuter, nur einfache Gräser. An die sind unsere Pferde auch heute noch angepasst. Kräutergarben können durchaus ein nicht zu kalkulierendes Risiko darstellen.

    So sehen wir das und geben dabei den derzeitigen wissenschaftlichen Standard wieder. Wir haben den Vorteil, dass wir kein Futter verkaufen wollen und müssen sondern nur unsere ehrliche Meinung aufschreiben.

    daniela sagt:
    1. März 2016 um 10:34

    Danke für die schnelle Antwort, das ist echt super nett von euch 🙂

    Eine kleine Frage habe ich noch an euch,
    Zusammensetzung Futterkalk usw. habt Ihr täglich gemein oder?
    Pflanzenöl habe ich Schwarzkümmelöl ist das in Ordnung?
    Bitte nochmal um Antwort, DANKE !

    Liebe Grüsse
    Daniela

    WINration TEAM sagt:
    1. März 2016 um 13:52

    Hallo Daniela,
    Futterkalk ist der Begriff bei uns im Landhandel in Deutschland für Kohlensaurer Kalk, Calciumcarbonat oder Kreide. Egal was Du da kaufst, es ist immer das ein und das selbe. Futterkalk ist preiswert, 100 kg kosten ca. 25 Euro. Kannst aber auch kleinere Mengen im Hundefutterladen kaufen. Aber nicht in der goldenen Dose. Ist nur teurer, nicht besser, denn Kalk ist Kalk, oder Kreide ist Kreide. Einzig solltest Du nicht Brannt- oder Löschkalk aus dem Gartenbereich verwenden, der ätzt.

    Wenn es um Öl geht, dann nimm Pflanzenöl aus dem Lebensmittelregal. Ganz einfaches Sonnenblumenöl. Gibt es doch bei Euch bei Hofer. Kannst Du nichts falsch machen. Ob irgendwelche Spezialöle überhaupt eine positive Wirkung haben oder sogar schädigend beim Pferd wirken, ist völlig offen. Pferde sind keine Menschen und nur an einigen wenig erforschten Stellen wird das sichtbar: Pferde benötigen kein gefüttertes Vitamin C und Rote Beete ist völlig nutzlos.

    Und dann muß man/frau sich immer vor Augen führen, dass die Futtermittelindustrie verkaufen will. Es stimmt, dass Vit. E sehr wertvoll und gesund z.B. für ein Pferd ist. Aber dass heißt doch noch lange nicht, dass Vit. E gefüttert werden muss. Das kommt doch nur in Betracht, wenn Vit. E fehlt. Und so geht das bei allen Zusätzen. Viele denken, wenn ein Stoff gesund ist, dann macht es ja nichts, wenn ich sicherheitshalber reichlich davon gebe. Falsch. Beispielsweise wirkt Vit. A richtig krebserregende, wenn im Übermaß verabreicht. In den USA hat man deshalb schon Vit. A- Studien beim Menschen vorzeitig abgebrochen. Und Analysen von Blut, Haaren, usw.? Klappt bis auf wenige Ausnahmen auch nicht. Das große Blutbild kannst Du in dieser Beziehung also auch vergessen. Schlussendlich gibt es dann noch das Problem, dass die Fachwelt z.B. beim Selen überhaupt nicht einig ist, welcher Referenzwert anzusetzen ist. Eines aber weiß man, Selen im Übermaß führt zu Knochenschäden.

    Wie gut, dass wir nichts verkaufen müssen.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

    daniela sagt:
    1. März 2016 um 14:32

    Fütterung:
    1 kg Möhren oder anderes Frischfutter
    1 – 2 Eßlöffel Futterkalk ( CaCO3 oder auch Kreide genannt)
    50 – 100 ml Pflanzenöl
    1 Eßlöffel Salz

    ist das täglich zu füttern?

    Liebe Grüsse Daniela

    Hippologe sagt:
    1. März 2016 um 15:45
    Entschuldige, ganz vergessen zu schreiben, täglich füttern bis die Weidesaison beginnt. Dann können die Möhren weg und die tägliche Mindeststunde im Tageslicht ohne Decke ( wegen der Vit. D- Produktion) kann unberücksichtigt bleiben, da ja immer erfüllt.

    Haben wir jetzt noch was vergessen?

    daniela sagt:
    1. März 2016 um 16:40
    danke, jetzt kenne ich mich aus, vielen Dank:-)

    lG Daniela

    Tanja sagt:
    6. März 2016 um 12:27

    Hallo Ihr Lieben,
    ich muss Euch noch mal belästigen … 🙂
    Und zwar zum Thema Mineralfutter. Einer Freundin wurde von Ihrer Tierheilpraktikerin dringend geraten ihren Pferden Mineralfutter zu zufüttern, das wäre ein Muss. Dazu noch Kalk und extra Magnesium, Silicium usw. Die Pferde sehen allerdings gut aus.
    Die Begründung lag darin, das selbst wenn die Pferde noch gut aus sehen und auch das Blutbild gut wäre, sich der Körper die Nährstoffe aus dem Knochen entzieht und das schlimme folgen haben kann und man merkt es nicht.
    Nach dieser Aussage müsste ja jeder industrielles Mineralfutter zufüttern…weil ohne dieses die Pferde krank werden und wir es nicht mitbekommen…

    Nach diesen Aussagen war ich total verunsichert, ob ich meinen Pferden da etwas vor enthalte….und ob sie nicht doch Mineralfutter brauchen !?
    Ich weiß das es ohne meinen Pferden deutliches besser geht aber das sie krank werden möchte ich auch nicht…das wisst Ihr ja….

    Also mein Traber bekommt am Tag 1,2 kg Heucobs und 400 Gramm Hafer und das auf 3 Mahlzeiten verteilt. Heu und Stroh so viel er fressen mag.

    Jetzt muss ich gestehen das er im Moment kein Öl, Kalk, Salz und keine Möhren dazu bekommen hat. Bei den Möhren hat er Probleme sie zu kauen. Und da er ja Kotwasserprobleme hatte, hatte ich alles andere weggelassen.

    Gras gibt es für den Traber und Pony auch seit dem Herbst nicht, mehr nur Sandauslauf. Der Traber hat gerne mal in der Erde gebuddelt und welche gefressen.
    Heu und Strohqualität sind nicht toll ;-( ….das war ja auch ein wichtiger Punkt.
    Draussen ohne Decke sind sie täglich 4-5 Stunden.

    Ich bin auch im Glauben, dass das synthetische Mineralfutter er schadet als nützt und bin froh das wir das alles „entsorgt“ haben und meinem Traber und Shetty gehts gut.
    Aber durch diese Aussage bin ich echt verunsichert…nicht das ich doch falsch liege.
    Oder Mineralfutter als Kur? Aber da bringe ich doch bestimmt den ganzen Stoffwechsel mit durcheinander, der gerade gut funktioniert.

    Reicht es wenn ich Salz, Kalk und Öl wieder dazu füttere?? Und ggf. aufgeweichte Möhrenpelletts? Falls ja in welchen Mengen.

    Hoffe Ihr könnt mich wieder beruhigen mit Euer Aussage

    Liebe Grüße Tanja

    WINration TEAM sagt:
    8. März 2016 um 10:24

    Hallo liebe Tanja,
    belästigen? Davon kann keine Rede sein.
    Über Deine Heilpraktikerin wollen wir uns jetzt mal nicht äußern.

    Richtig ist, dass der Mineralstatus im Körper nur schwer über Blut- oder Haaruntersuchungen zu beurteilen ist. Jetzt kommt aber der ganz große Irrtum, den viele Pferdehalter begehen: Natürlich kann ein Mineralmangel im Körper des Pferdes große Probleme machen. Nur deshalb ganz viel davon in das Pferd zu schmeißen, ist überhaupt keine Lösung, denn wer sagt eigentlich, dass bei meinem/ Deinem Pferd dieses Mineral überhaupt fehlt? Aber was machen ganz viele Pferdehalter? Immer hinein damit, weil, ist ja gesund und was gesund ist kann ja nicht schaden. Und genau das ist falsch. Nur einmal das Beispiel Kalzium. Natürlich braucht ein Pferd Kalzium, um die Knochen hart werden zu lassen und hart zu behalten. Überdosierst Du jetzt aber Kalzium, führt das zu „Verkalkungen“ z.B. in den haarfeinen Nierengefäßen. Dumm! Niereninsuffizienz ist nicht witzig! Und dann gibt es ja auch noch erhebliche Wechselwirkungen unter den Mineralen. Ein ganz tiergehendes Schiff.

    Weil man/frau erst einmal akzeptieren muss, dass es gar nicht so einfach ist, den Mineralhaushalt sicher zu bestimmen, bleibt uns Pferdehaltern nur der Weg, Futtermittel auszusuchen, von denen man/frau weiß, dass sie den Mineralhaushalt sicherstellen. Und genau deshalb haben wir Dir und allen anderen Lesern hier unser Fütterungskonzept (Erhaltung, pro Tag) ans Herz gelegt:
    Heu 2 kg je 100 g Lebendmasse
    1 kg Möhren oder anderes Frisches im Winter
    mindestens 1 Stunde Tageslicht (ohne Decke), besser länger
    50 – 100 ml Pflanzenöl
    1 Esslöffel Futterkalk (CaCO3)
    1 Teelöffel nicht jodiertes Salz in Mittel- und Süddeutschland

    Nach heutigem Wissen der Wissenschaft ist mit dieser Fütterung ein Pferd in allen Bereichen (Nährstoffe, Vitamine, Minerale) ausreichend versorgt. Einzig Selen bleibt schwer zu beurteilen, da ist sich die Wissenschaft nicht einig. Und wenn z.B. Du jetzt nicht liest, dass da Kalium, Magnesium und Vitamin B ins Pferd kommen, dann liegt das doch nur daran, dass am Heu kein Etikett ist, auf dem die Gehalte stehen. Aber schaue mal auf Deine Ölflasche, was da so alles drin ist. Wir haben uns schon die Mühe gemacht, in Datenbanken nachzusehen, welche durchschnittlichen Mineralgehalte in verschiedenen Futtermitteln sind. Und übrigens: Woher kommen denn die Mineralien im Heu? Ganz einfach, durch verwitterte Steine nimmt die Pflanze minimalisiertes Wasser, also Mineralwasser auf und diese Minerale bleiben dann im Gras und auch dann noch in der Pflanze, wenn sie trocknet.

    Übrigen: Das können wir uns nicht verkneifen zu bemerken: Silizium ist einfach Sand. Würden wir unserem Pferd nicht darreichen. Futterkalk ist Kalzium. Warum eine Fachfrau (oder doch nicht) zusätzlich Kalk als Mineralfutter empfiehlt, obwohl erstens im Heu schon relativ viel enthalten ist und Du auch noch extra Kalk fütterst, ist uns unverständlich. Mal ganz davon abgesehen, dass das Kalzium nur wirklich in den Knochen transportiert wird, wenn Vit. D dabei ist (deshalb ja mindestens 1 h Tageslicht ohne Decke, besser mehrere Stunden).

    Tanja, lasse Dich nicht verrückt machen. Manchmal ist weniger mehr und nicht alle die schlau reden sind es auch.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

    Tanja siemers sagt:
    8. März 2016 um 11:39
    1000 Dank für Eure ehrliche Antwort!!
    Dann bin ich jetzt wieder ganz entspannt und bestärkt in dem Gefühl, den Pferden wirklich gutes zu tun,in dem die ganze Chemie aus dem Pferd bleibt!!

    Zumal es meinen Pfeden seit dem zu 100% besser geht!! Keine Magenschmerzen und kein Bauchweh mehr!!!

    Welch Glück das es Euch gibt!!

    Liebe Grüsse Tanja

    Lynn sagt:
    13. März 2016 um 23:14

    Hallo liebes WINration TEAM,
    ich habe eine Frage zu der Fütterung meines 4-jährigen Fjordwallachs. Mir sind in der letzten Woche Verdickungen im oberen Halsbereich aufgefallen. Ein Bekannter sagte mir, dass das eventuell Fetteinlagerungen sein könnten. Nun habe ich Angst, dass er Hufrehe bekommen könnte.

    Er könnte allgemein zwar weniger auf den Rippen haben aber er ist am restlichen Körper nicht übermäßig Fett.
    Er steht tagsüber von 11 bis 18 Uhr mit 6 anderen Pferden (Warmblüter, Reitponys, Haflinger) auf einer großen Weide (das Gras ist natürlich zu dieser Jahreszeit relativ kurz).
    Außerdem bekommt er abends noch eine Portion Heu. Ich kann leider nicht genau sagen, wie viel Kilogramm, würde es aber mit einem guten Arm voll beschreiben. Das Heu ist teilweise vom ersten Schnitt.
    Kraftfutter bekommt er nicht, nur bei der Arbeit manchmal eine kleine Ecke Brot oder ein Leckerli und jeden Tag 10 ml Schwarzkümmelöl.

    Er wird mindestens 5 mal in der Woche bewegt, aber nicht bis zur Erschöpfung, da er noch so jung ist und ich ihn nicht überfordern möchte.

    Meine Frage ist jetzt ob er weniger Heu bekommen sollte oder ob ich die Heuration komplett auf Stroh umstellen kann. Ich habe mich bisher nicht getraut, da ich nicht weiß wie hoch das Risiko einer Strohkolik dann ist. Er hat als Fjordpferd in der Box nach seinem Weidegang natürlich immer noch großen Hunger und frisst auch einen Teil seiner Einstreu.

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    Liebe Grüße

    Lynn

    WINration TEAM sagt:
    17. März 2016 um 18:20

    Hallo Lynn,

    Derzeit ein Pferd auf die Weide zu stellen kann, besonders für Robustpferde, die eher an karges Futter gewöhnt sind, gefährlich sein. Warum? Ganz einfach, da das Tageslicht schon lang und intensiv scheint und die Pflanze durch Photosynthese Zucker aufbaut. Da es aber noch kalt ist (besonders der Boden), wächst das Gras nicht. Also wir haben die Situation, dass die Pflanze Zucker aufbaut, aber nicht durch Wachstum verbraucht. Was macht die Pflanze, sie speichert den vielen Zucker. Das nennt man dann Fruktan. Und nun kommt Dein Fjordpferd und frisst dieses zuckerreichr Gras. Da ist eine Hufrehe nicht weit. Meine Pferde kommen deshalb nicht zu dieser Zeit auf die Weide. Ganz davon abgesehen, dass meine Weide bei diesem feuchten Boden und dem starken Verbiss derzeit einfach besser geschützt ist. Pferde gehören derzeit auf einen Sandplatz und Dein Fjordpferd kann mit ca. 2 kg Grundfutter je 100 kg Lebendmasse pro Tag gut gefüttert werden. Das Grundfutter kann derzeit gut aus Heu und Stroh im Verhältnis 50:50 gefüttert werden. Angst vor Koliken sollte es nicht geben.

    Zu den Knoten am Hals äußern wir uns hier nicht, weil Ferndiagnosen über das Internet gehen gar nicht. Wir denken, dass siehst Du ähnlich.

    Ob Du zur Weidesaison das Fjordpferd 24 h auf Weide stellen kannst? Das könnte kritisch werden, denn Robustpferde sind auf unseren üppigen Böden leicht überfordert. Aber auch das ist von hier schwer zu beurteilen, denn es hängt ab von der Düngung, dem Klima, dem Boden, der Besatzdichte, der Gräser, dem Wetter, der Jahreszeit, der Region usw. ab. Nicht umsonst heißt es Weidemanagement.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  48. Marion Kuck sagt:

    Hallo, ich habe da mal eine Frage zum Beispielpferd Fury im WinRationProgramm. Bei dieser Berechnung erhält das Furypferd nicht den errechneten Bedarf an TM. Der Eiweißgehalt ist dann ok bzw. vRP :vE ist dann ok. Sobald man den errechneten Bedarf anpasst steigt der Eiweißbedarf und wird dann zuviel.
    Ich habe für meinen Vollblüter die Futtermengen so eingeben, das die TM passt. Mein Eiweißgehalt ist dann aber viel zu hoch.
    Ich füttere zur Zeit 8kg Heu, 2 kg Hafer, 0,4 kg TM Rübenschnitzel (eingeweicht), 100 gr. Luzerne, 350gr. Agrobs AlpengrünMüsli Getreidefrei. Dazu wird er jetzt auch angeweidet. Da er über den Winter dünn geworden ist muss ich zur Zeit wieder auffüttern.
    Mit macht halt der hohe Eiweißgehalt im Futter Sorgen, ich habe allerdings auch schon die Futtermengen im Programm hin und her geändert. Teilweise ohne Hafer und dann nur Müsli mit Rübenschnitzel usw. . Aber immer ist der Eiweißgehalt zu hoch sobald der errechnete TM-Bedarf passt. Was ist nun richtig?

    • Marion Kuck sagt:

      Ich habe noch vergessen zu sagen, daß es sich um ein engl. Vollblut handelt und das ich jeden Tag noch Mineralfutter dazugebe. Menge nach Packungsangabe.

  49. Hallo Marion,

    das mit der Trockenmasse und dem Eiweiß ist so ein Teufelskreis und ist sehr schwer zu lösen in unseren Breitengraden mit den üppigen Weiden, ganz im Gegensatz zu den kargen Steppengebieten, an die die Pferde eigentlich angepasst sind. Ein gewisser Eiweißüberschuss ist kaum zu vermeiden.

    Also, an einer Stelle kannst Du natürlich das Eiweiß erheblich reduzieren: Luzerne ganz weg! Luzerne ist eine Leguminose und ein Eiweißbringer. Da Dein Pferd weder wächst noch Milch gibt, weg damit!

    Ein Müsli enthält meist auch viel Eiweiß. Solltest Du auf jeden Fall weglassen. Auch weil Du Mineralfutter gibst, brauchst Du kein Müsli, denn die Vitamine und Mengen- und Spurenelemente werden sonst viel zu hoch.

    Hafer? viel zu viel! Hafer enthält übrigens sehr viel Eiweiß! Weg damit! Du fütterst doch schon ein Energiefutter, nämlich Trockenschnitzel. Merke: Max. 1 kg Kraftfutter am Tag und das auf mindestens 3 Portionen verteilen! Das Hauptproblem unserer Pferde ist die Kraftfutterüberfütterung!!!

    8 kg Heu sind zu wenig. 2 kg Heu/100 kg Lebendmasse, also 10 kg mindestens bei einem Vollblüter. Trockenschnitzel maximal 1 kg pro Tag. Aber sonst nichts anderes! Kein anderes Kraftfutter, also auch kein Müsli! Das Mineralfutter kannst Du geben bei Heufütterung geben. Aber das ist nicht wirklich nötig, denn Dein Pferd bekommt durch die Trockenschnitzel ordentlich Kalzium. In die eingeweichten Trockenschnitzel kannst Du alles andere auch mal reinpacken, wie Apfel, Möhren, Banane, Salz, Malz, usw.. Aber nur in Maßen, Leckerlieportionen. Was halt so da ist.

    Wenn das Pferd auf die Weide geht und die gepflegt ist, dann braucht Dein Pferd nur Weide. Rechne mit bis zu 100m2 am Tag. Sonst einfach Heu zufüttern auf der Weide.

    So jedenfalls sehen wir das.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

    • Marion Kuck sagt:

      die Trockenschnitzel füttere ich erst seit kurzem dazu. Diese würde ich dann gerne wieder weglassen, da das aufweichen und länger stehen lassen bei mir problematisch im Sommer ist.
      Wie wäre denn der Futterplan für meinen VB bei leichter Arbeit. Im Sommer ist klar— Weide. Aber im Winter oder wenn Weide mal nicht vorhanden ist.

  50. Hippologe sagt:

    Alle, die kein Futter verkaufen wollen, sind sich einig, dass Du bis leichte Arbeit überhaupt kein Kraftfutter benötigst. Einfach nur gutes Heu. Wenn Du willst noch das Mineralfutter. Das ist es eigentlich. Heu: 2 kg/100kg Lebendmasse. Dein Vollblüter wird 500 – 550 kg haben. Also 10 – 11 kg Heu. Das würde ich einmal gut abwiegen. Die meisten Leute verschätzen sich gewaltig. Nach zwei Wochen hast Du das Gewicht verinnerlicht und spürst es, wie ein guter Postbote, der genau zwischen 19 und 20 g unterscheiden kann. Die Trockenschnitzel hatte ich Dir noch gelassen, um Dir nicht alles wegzunehmen. Im Winter kannst Du sie zusätzlich zum Heu füttern. Wenn es sein muss und Du das Gefühl hast, das Pferd nimmt ab.

    Viele Grüße vom WINration TEAM, das keinesfalls jedem Kraftfutter verkaufen will. Der Pferde zuliebe.

  51. Tanja sagt:

    Hallo liebes WinRation Team,

    ich hoffe Ihr habt vielleicht einen Rat für mich…
    Und zwar hatte mein Shetty seit 14 Tagen ca. Mit einem richtig dicken
    Blähbauch zu kämpfen und gestern dann die Verstopfung Kolik ;-( mit ziemlicher Aufgasung, Kreislaufproblemen etc.

    Die Kolik haben wir scheinbar überstanden, der Bauch ist Dank Colosan auch wieder 4 Nummern dünner….aber sie äppelt so wenig…heute morgen einen Haufen und bis abends nichts..
    Gibt es was was die Verdauung am laufen hält? Der Tierarzt riet zu gekochten Leinsamen und Mash….aber auf Mash ist sie allergisch ;-(

    Sie bekommt jetzt gerade nur Heucobs zu fressen.

    Ursache dieser Kolik ist glaube ich das unsere Ponys ein Garten Stück abgeweidet haben, mit etwas Gras und unendlich viel moos….was mein Pony sehr gerne gefressen hat… Da glaube ich wird sie bestimmt viel Sand mit gefressen haben….

    Jetzt steht sie nur seit gestern auf dem Padock…Stroh gibt es auch noch keins…da die letzten Äppel sehr hell waren gestern und klein.

    Jetzt mache ich mir Gedanken weil sie so ganz wenig äppelt und ich kann ja nicht täglich colosan geben

    Allgemeinbefinden ist heute allerdings wieder gut!!

    Was ich da habe ist Leinkuchen, was vielleicht nicht so viel Eiweiß enthält. Wie die Leinsamen.

    Bin gespannt ob ihr einen Tip für mich habt…

    LG Tanja

  52. Hallo Tanja,

    Wir können Dir keinesfalls genaue Ratsvhläge geben, denn eine Ferndiagnose ist nicht nur unseriös sondern auch risikoreich. Also lassen wir das besser.

    Grundsätzlich solltest Du wissen, dass die Sanierung einer Kolik immer relativ lange dauert, denn es vergehen 2 – 3 Tage, bis das Fressen von jetzt hinten wieder als Pferdeapfel erscheint.

    Weiterhin gilt nach wie vor, dass nach einer Kolik Heu das allerbeste ist. Du nimmt wegen des Alters Heucobs. Prima. Rohfaserreich und mit viel Wasser. Eventuell gibst Du etwas Salz (Teelöffel) und einen Schuss Pflanzenöl dazu. Das ist dann die Wirkung von Leinsaat, denn das ist eine Ölfrucht. So einfach ist das.

    Und bitte, tue nichts anderes ins Pferd. Ausnahme, der Tierarzt ordnet es an.

    Du wirst sehen, alles wird gut.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

  53. Tanja sagt:

    Super viel Dank! Dass es schwierig ist mit der Ferndiagnose ist einleuchtend 😉
    Fehlt denn beim Öl nicht der wichtige Leinsamen Schleim ? Oder ist der nicht so bedeutend?

    LG Tanja

    • Das mit dem Darmschleim wird u.E. Überschätzt. Das Wesentliche ist die Stabilisierung der Bakterienkultur, der Darmflora. Und da ist Heu das Mittel der Wahl. Der „Komposthaufen“ im Pferd ist träge und braucht Zeit, bis er wieder störungsfrei läuft. Geduld ist das Gebot der Stunde.

      Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  54. Tanja sagt:

    Guten Morgen,

    mein Shetty braucht noch mal Eure Hilfe….
    Wir hatten noch mal ein Kolik, was wir jetzt mehr oder weniger im Griff haben.
    Allerdings ist sie noch ziemlich aufgegast, legt sich morgens nach dem Fressen hin…ist teilweise apathisch und müde, lässt den Kopf hängen, rollt den Hals ein, gähnt viel, an der Longe läuft sie nicht vorwärts…also Pony zeigt mir nun leider wieder alle Anzeichen für Magenprobleme ( war so froh das wir die los waren ;-( ) 2012-2013

    Sie stand jetzt 5 Monate mit meinem Traber zusammen in der Box, und sie hat sich tierisch getresst wenns um sein Futter ging und ebenfalls seit 5 Monaten steht sie mit einem anderen Shetty auf der Wiese/Auslauf …der sie aber leider recht viel scheucht und beißt.

    Denke das wird die Ursache sein…für die Magenprobleme…
    Jetzt habe ich sie seit der Kolik wieder bei mir einzelnd stehen, im Offenstall.
    Stroh gibt es zur Zeit gar nicht mehr, da sie sich damit in der Box vermutlich auch überfressen hatte …

    Heu gebe ich hier abgewogen 3 kg über den Tag verteilt, das meiste zur Nacht.
    Und knappe 200 Gramm Heucobs auf morgens und abends aufgeteilt, Salz und Öl noch dazu… und „noch“ den aufgekochten Leinsamen 30 Gramm…damit er die Magenwände beruhigt.
    Seit dem sie das Heu wieder in Ruhe frisst und Salz bekommt…läuft die Verdauung wieder gut…zumindest äppelt sie endlich wieder regelmäßig und trinkt auch wieder aussreichend.
    Nur der aufgegaste Bauch und die Magenschmerzen haben wir noch….meistens morgens / Vormittags…

    Ich habe ein Mittel gefunden, heißt Magnoguard von Iwest. Welches bei Magenproblemen sehr schnell helfen soll. Da es den Magen mit einer Art Gelschicht auskleidet…
    Jetzt war ich kurz davor es zu bestellen…da seit ihr mir in den Sinn gekommen.
    Ist das Sinnvoll?
    Oder lieber mit Heu und der Zeit heilen lassen?

    Wie ist das mit Gras, da sie ja schon aufgegast ist…. soll ich das lieber komplett streichen? Hatte sie jetzt immer 15-30 Minuten grasen lassen.

    Ernährungszustand ist an der Grenze….also sie könnte lieber weniger sein. Aber Heu reduzieren wäre wieder schlecht für den Magen !?

    Hilft uns Futterkalk um die Magensäure etwas zu puffern?

    Und bitte nicht die Hände über den Kopf zusammenschlagen…. ich habe noch kein Mittel bestellt 😉 ….falls es nicht nötig ist will ich ja nicht die Hersteller finanzieren…

    Ganz liebe Grüße Tanja

  55. Hallo Tanja,

    Ähnliches haben wir auch erlebt. Unser Pony fiel in der Rangfolge ganz nach unten und wurde von 7 Pferden richtig konsequent gejagt und gebissen. In der Zeit magerte sie so stark ab, dass wir dachten, der Winter wird sie nicht überleben. Der TA hatte überhaupt keinen Plan. Wir haben uns entschieden eine „Box“ mit Stromband abzutrennen und nach etwa zwei bis drei Monaten hatten wir plötzlich wieder ein Pony, welches scheinbar aus einem Jungbrunnen kam. Was hat sie bekommen: Heu und Wasser und ein paar Möhren die Woche. Fertig. Geduld musst Du haben, denn Magenprobleme dauern sehr lange und zunächst musst Du die Ursache finden und abstellen. Wenn das Pferd weiter gejagt wird, dann muss es halt isoliert in Sichtweite der anderen Pferde stehen.

    Übrigens: Unsere Pferde sind nicht böse, die mobben nicht, die wollen nur die alte, 27jährige Stute, die immer im Rang ziemlich hoch war, aus der Zucht nehmen. Das ist die Selektion in der Natur. Wir müssen das akzeptieren und nicht vermenschlichen.

    Jetzt weißt Du wie wir denken und wie wir ein wenig Erfolg hatten, Zufall? Glück?

  56. Silvia B. sagt:

    PS: die 27 jährige Haflingerstute bekommt vom TA verordnet BoneKare täglich verabreicht um die Knochen zu stärken. Ist das sinnvoll?

  57. Hallo Silvia,

    Vitamin K ist normalerweise nie kritisch, denn das Pferd stellt im Dickdarm mit Hilfe der Bakterien das Vitamin selber her. Die Hauptaufgabe ist die Blutgerinnung. Also ist eine Vitamin K- Gabe eigentlich nur medizinisch notwendig, wenn ein Pferd zu verstärkten Blutungen neigt. Und das ist eine Sache, die ein Tierarzt erst diagnostizieren und ständig kontrollieren muss, denn wenn zufiel Vit. K zugeführt wird, kann das Blut auch zu dickflüssig werden. Das wäre doof! Bei Überdosierungen ist Mit. K giftig.

    Also, wenn wir Du wären, wir wüssten, was zu tun ist und dabei hätten wir keine Sorge, dass der Tierarzt verarmt und Hartz-4-Empfänger wird und dafür würden wir die Bakterien für uns schuften lassen.

    So denken wir, eine Entscheidung triffst nur Du.

  58. Daniela sagt:

    Liebes Win-Team

    Ich habe einen Quarter Horse Wallach der ist zwei jahre alt .Er hat Magenprobleme er ist aufgebläht und hat teilweise auch Kottwasser . Sein Magen macht bei der Verdauung sehr laute Geräusche.

    Er ist auf der Sommerweide dort bleibt er voraussichtlich auch bis Oktober.
    Er bekommt von mir jeden Tag 1Esslöffel Futterkalk mit 1Teelöffel Salz vermischt mit 3 Äpfel.
    Die Sommerweide hat viel Klee also ein sehr übriges Gras.

    Meine Frage :Was kann ich gegen die ständigen Magenprobleme machen, denn es wird von alleine nicht besser?
    Und wie sieht es mit der zugabe von Kalk und Salz aus, richtig oder falsch?

    Bitte um Antwort.
    Danke im voraus!

  59. Hallo Daniela,

    für uns hier am Monitor ist eine Ferndiagnose nicht möglich und wäre unseriös. Grundsätzlich können wir aber folgendes sagen:
    1. Kotwasser ist immer eine Folge einer Verdauungsstörung. Die Ursache muss gefunden werden. Das kann sein, dass Dein Pferd Sand/ Erde aufnimmt, das Trinkwasser zu bakterienhaltig ist, das Pferd Stress hat durch Herdentiere, Giftpflanzen, verdorbenes Futter durch Füttern von Spaziergängern, wie schimmeliges Brot, zuwenig Rohfasern, Gülledüngung, zuviel Salz, und noch viele hundert weitere Möglichkeiten.
    2. Wenn Du die Ursache finden willst, dann musst Du strategisch herangehen. Immer nur eine Stellschraube drehen und – ganz ganz wichtig – mehrere Tage abwarten und dann das Ergebnis sehen und beurteilen. Alleine der Verdauungsdurchgang dauert 2 Tage!
    3. Nehmen wir mal Salz. Salz hat einen großen Einfluss auf den Wasserhaushalt des Körpers. Wenn in Deinem Fall das Salz überdosiert ist, was eigentlich nicht die Norm aber möglich ist, dann lasse es einmal eine Woche lang weg. Anrichten kannst Du mit dem Versuch nichts. Ändert sich die Situation zum Guten, Treffer! Ändert sich die Situation nicht: wieder Salz geben und andere Stellschraube drehen.

    Wir raten Dir zunächst mit der Kontrolle des Trinkwassers (jeden Tag frisch) und der Beobachtung, ob das Pferd gejagt wird auf der Weide zu beginnen, dann Salz weglassen und des Weiteren einfach mal Stroh bzw. Heu mit auf die Weide geben. Usw. und so fort. Das kann durchaus mal Wochen dauern, bis Du den Knackpunkt gefunden hast. Übrigens: Am Kalk kann das nicht liegen.

    Ja, Daniela, soweit unser Rat an Dich

    • Daniela sagt:

      Vielen Dank für Eure schnelle AntwortDas werde ich gleich mal ausprobieren (Stellschraube)

      Ganz liebe Grüße aus
      ÖSTERREICH
      Daniela

  60. Tanja sagt:

    Hallo liebes Winration- Team,

    Ich würde gern noch einmal um Euren Rat bitten 😉

    Im Juni habe ich Euch ja schon mal um Rat gefragt, weil meine shetty Stute sich immer hinlegte Magenprobleme, Kolik hatte und aufgegast war… Dazu kam das sie vorne anfing zu lahmen.

    Nachdem ich sie von dem Pony was sie ab und an gescheucht hat weggestellt habe und sie auch nicht mehr auf die Wiese kam ging es ihr langsam besser.

    Der Tierarzt hat Aufgrund der Lahmheit vorne den Huf abgedrückt und vermutete das sie eine leichte Huflederhautentzündung hat, wollte ihr aber aufgrund Magen und Kolikproblemen nicht gleich einen Medikamenten Cocktail mischen.
    Da sie ziemlich fühlig war, habe ich sie beschlagen lassen und seit dem läuft sie täglich besser bzw. Seit einiger Zeit lahmt sie gar nicht mehr.

    Jetzt wachsen ihr wie mein Schmied mir gestern sagte vorne auf beiden Hufen Hufreheringe runter…. Nun weiss ich wo das Problem lag… Deswegen lag sie bestimmt so oft ;-(
    Es wird eine zum Glück nicht schwere Rehe gewesen sein!!

    Jetzt meine Frage sie ist mit meiner Fütterung zur Zeit super zufrieden, nicht mehr aufgegast und ganz wenig abgefressene Wiese, 30 min pro Tag mit Maulkorb.

    Darf ich ihr weiterhin 2 kg Heu auf – 100 kg Körpergewicht Füttern?
    Das Heu ist der 1. Schnitt und sieht „ausnahmsweise“ sehr gut aus 😉
    Dazu täglich 200 Gramm Heucobs.
    Ihr Gewicht ist gut zur Zeit und sie läuft auch zügig 😉 und sie hat sich auch nicht mehr hingelegt…

    Ich hätte jetzt nur Sorge, wenn ich das Heu reduziere, das dann der Magen wieder leer läuft….und sie gerade so super drauf ist …
    Aber noch eine Rehe möchten wir ja auch nicht haben ;-/

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen!!

    LG Tanja

  61. Hallo Tanja,

    dann lasse uns einmal festhalten: Deinem Pony hat die bisherige Ration einfach nur gut getan. Also hast Du alles richtig gemacht.

    Dein Massstab muss das Körpergewicht sein. Wenn das Pony aus Deiner Sicht zu dick ist, dann das Futter etwas reduzieren, auf 1,5 kg/100 kg Lebendmasse. Wenn Du der Ansicht bist, das ist jetzt das richtige Gewicht, dann bleibst Du bei 2 kg/100 kg Lebendmasse. Derzeit diskutiert die Wissenschaft darüber, dass wahrscheinlich Übergewicht die wirkliche Ursache der Hufrehe ist und das Zuviel an Futter nur der Auslöser ist. Folglich bleiben wir bei dem Rat, dass die Körpermasse das wesentliche Kriterium für die Futtermittelmenge ist. Deine Variationsmöglichkeit ist also 1,5 kg bis 2 kg Heu je 100 Kilogramm Lebendmasse und entweder 100g oder 200g Heucobs.

    Ob der leichte Reheschub übrigens durch die Überfütterung ausgelöst wurde, ist diskussionswürdig. Es ist z.B. bekannt dass Stress beim Pferd zu sehr viel Wasser im Magen führt und dieses Magenwasser dann relativ viel unverdautes oder mangelhaft verdautes Futter nach hinten in den Dickdarm transportiert. Die Bakterien bekommen Futter in Mengen und vermehren sich entsprechend. Alleine diese Situation ist die selbe wie bei der Überfütterung, bei der die Verdauungssekrete im Magen und Dünndarm nicht ausreichen, um das viele Futter zu verdauen und deshalb un- oder halbverdautes Futter in den Dickdarm kommt. Also, da die Hornringe ja rückwirkende Probleme zeigen, kann der eventuelle Reheschub auch durch den Stresszustand verursacht worden sein. Kann. Wir hier können das nicht beurteilen. Durch das Glasfaserkabel können wir nicht sehen und fühlen. Eine Garantie in solchen Fällen kann Dir niemand geben. Aber gemach – DU machst offensichtlich doch alles richtig.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  62. Tanja sagt:

    Vielen Dank für Eure Antwort, dann können wir ja alles so lassen wie es ist 😉

    Den Zusammenhang mit dem Magen ( zu viel Wasser) und Darmproblemen finde ich sehr interessant!

    Ist ja quasi eine Kettenreaktion, es wurde auch zunehmend besser, nach „Abstellen“ der Stress auslösenden Ursachen.

    LG Tanja

  63. Susanne Miesel sagt:

    Hallo WINration-Team,
    obwohl ich nicht so ein Internet-Fan bin, gehöre ich mittlerweile auch zu den“ Suchenden“ im Netz. Mich belastet seit einiger Zeit ein Fütterungsproblem meiner
    20 jährigen Friesenstute.
    Im Mai 2016 schenkte sie uns ein gesundes, wunderschönes Hengstfohlen. Gute vier Wochen später bekam sie einen bisher ungeklärten hochfieberhaften Infekt, der mit Antibiotika behandelt wurde. Weiter acht Wochen später genau die gleichen Sympthome. Danach frass sie sehr schlecht und wurde immer weniger. Ab September haben wir dann Mutter und Sohn beim fressen getrennt, damit die Stute mehr Ruhe hatte, da der junge Mann wirklich rund und gesund ist und schon mal bei Mama den Kopf in den Trog steckte. Es wurde nicht besser. Die TÄ – mittlerweile zwei – waren ratlos. Dann die Diagnose, dass sie ein stressbedingtes Magenproblem hätte.
    Okay – zumindest mal eine Diagnose. 21 Tage Gastrogard (was mich fast ruiniert hätte) und sie frass dann etwas besser. Im November wurde es dann wieder schlechter. Wir schoben es zunächst auf das Absetzen, holten dann aber auch nochmal den Pferdezahnarzt. Sie hatte zwei Haken und unten links der 6er reagierte empfindlich.
    Nach der Zahnbehandlung am 27.12.2016 stellte sie komplett das Heu fressen ein.
    Meine Panik war groß – selbst Heucobs, Wiesencobs oder Luzernecobs, rührte sie nicht an. Weder mit Mash noch ohne oder sonst wie. Möhren frass sie aber mit großem Appetiet. Etliche Müslis habe ich ausprobiert und bin jetzt letztendlich bei Hesta Mix Müsli gelandet. Zusätzlich gibt es ein Basismineral von Makana und Möhren.
    Dann kam eine hochentzündliche Mauke hinzu, die mit Penicillin behandelt werden musste. Der Zahnarzt mußte nochmal kommen, da ich mich nicht zufrieden geben wollte, dass ein Pferd, was noch alle Zähne hat und regelmässig behandelt wird, plötzlich kein Heu mehr fressen will (Stroh frisst sie sowieso nicht) Ein Röntgenbild zeigte dann, das die Zahnwurzel des 6er unten links eine Veränderung zeigte, die auch nicht neu war. Sie bekam dann 5 Tage Hippopalazone, um zunächst die Entzündung und mögliche Schmerzen zu behandeln. Das wäre evtl. auch eine Erklärung fürdas schlechte fressen ab herbst 2016.
    Seit der Nacht vom 4. auf den 5.1.2017 frisst sie wieder etwas Heu, aber nicht die Mengen, die sie müsste und nicht mit Appetit.
    Mein TÄin und der Zahnarzt versuchen erstmal den Zahn noch zu erhalten. Wenn es nicht geht, muss er raus.
    Nach meinem Empfinden bekommt sie eigentlich zuviel Müsli ( 3 kg am Tag verteilt auf 4 Portionen) aber irgendetwas muss da rein. Sie hat ein waches Auge aber sie ist völlig eingefallen und man kann unter der Decke ihre Rippen leicht fühlen.
    Meine Verzweifelung ist mittlerweile groß und helfen konnte mir bisher auch niemand so wirklich.
    Unseren beiden Fohlen geht es gut. Sie bekommen 1 kg Strukturfutter/ Tag, die beiden anderen Friesen 500 g/Tag und Heu 7/24. Wir haben selber Heu von artenreichen Wiesen, welche wir vor zwei Jahren aufgeforstet haben. Am Heu kann es nicht liegen, die anderen vier fressen das sehr gerne.
    Die Pferde leben im Laufstall und kennen sich lange.
    Vielleicht habt Ihr mal einen Tipp für mich – ansonsten muss ich wohl zusehen wie sie verhungert :-(.

    Erstmal danke fürs lesen und vielleicht bis bald!

    Viele Grüße
    Susanne

    • Ja, Susanne,
      das ist eine schwierige Kiste und Du solltest keine Patentantwort von uns erwarten.

      Ganz offensichtlich bekommt Deine Stute zu wenig verdauliche Energie und nimmt deshalb ab. Die Ursache muss bei dieser Betrachtung im Dunklen bleiben, sozusagen eine Black Box.

      Es könnte sein, dass die Stute Schwierigkeiten beim Kauen hat. Nehmen wir mal an, dass das stimmt, dann kann unseres Erachtens das Problem nicht mit Müsli gelöst werden, denn auch Müsli muss, wie auch Heu, gut gekaut werden. Und wenn das weht tut, dann nimmt die Stute nicht genug Energie auf.

      Immer unter der Voraussetzung, dass das Kauen das Problem ist, dann würden wir Trockenschnitzel und Möhrentrockenschnitzel mit 4facher Menge Wasser einweichen, Pflanzenöl dazugeben, 1 Tropfen Anisöl hinein und Rübensirub dazu. Die möglichen Mengen für 24 Stunden an mindesten 3 Gaben : 1 kg Trockenschnitzel, 100 ml Pflanzenöl (z.B. Soja- oder Sonnenblumenöl), 100 g Möhrentrockenschnitzel (gibt es auch für Hunde und entsprechenden Geschäften), reichlicher Esslöffel Rübensirub, 1-2 Tropfen Anisöl. Letzteres ist nur zur Geschmacksanreicherung und der Beobachtung, dass Pferde den Geschmack sehr mögen. Vielen jedenfalls. Wenn Anisöl nicht schmeckt, z.B. Fenchelöl o.ä.. Probiere das Geschmacksöl einfach an Deiner Hand aus und sieh nach, ob sie das schleckt. Das kannst Du auch mit ein wenig Salz probieren. Fange schön langsam mit der Futterumstellung an. Fahre das Müsli runter und Dein Futter hoch. Wenn das Pferd das neue Futter schlürft, dann kannst Du versuchen, 100 g Sojaschrot in den Brei zu tun und wenn das wieder klappt, dann sehen, ob das Pferd einen Esslöffel Salz (ohne Jod!) akzeptiert. Es könnte also sein, dass Deine Stute, wenn es denn am Kauen liegt, diesen Futterbrei aufnimmt. Zu Deiner Info: Zuckerschnitzel, Öl und Rübensirub geben Energie, Möhren Vit. A und Sojaschrot bringt Eiweiß. Wir würden sicher die Stute auch moderat bewegen, z.B. an der Longe. Beim Heu wäre eine weiche Sorte besser als schönes strukturreiches Pferdeheu. Für diese Fälle ist der zweite Schnitt günstig.

      Weiter ist wichtig, dass Du bei aller Sorge und der Angst der weglaufenden Zeit dennoch immer nur eine Stellschraube bewegst und dann die Geduld aufbringen musst, die Wirkung abzuwarten. Immerhin, und das wird oft vergessen, dauert es ziemlich lange, bis zu drei Tagen, bis das Futter einmal den Verdauungstrakt passagiert hat. Bitte kein Mineralfutter geben, da Trockenschnitzel sehr viel Calcium enthalten, sonst sind die Nieren überfordert.

      Hast Du mal den pH- Wert der Pferdeäpfel gemessen. Wenn die nicht zu sauer sind, ist das Kraftfutter keine Gefahr. Ideal: pH 6,5 – 7,5. Problematisch sind saure Gehalte, wie pH 4,5 – 6.

      Wir gehen davon aus, dass der Kot sorgfältig auf Wurmeier und Sandgehalt untersucht wurde und ein großes Blutbild ohne wesentlichen Befund war.

      Viele liebe Grüße aus Bremen wünsch Dir (Euch) das WINration TEAM

      • Susanne sagt:

        Hallo liebes WINration TEAM,
        danke fürs lesen und die Futterberatung. Am 16. Januar wird der Zahn nun doch entfernt. Ich werde dann vorsichtig anfangen sie umzustellen. Möhrenschnitzel sind mir ein Begriff, mit Zuckerrübenschnitzel habe ich noch keine Erfahrung, werde mich aber kümmern. Blutbild war okay, Würmer hat sie ebenfalls nicht.
        Den ph-Wert der Pferdeäpfel habe ich noch nicht gemessen, aber das kann ich auch nochmal machen.
        Ich muss probieren, ob sie auf das andere Futter anspricht.
        Vielen Dank nochmal. und herzliche Grüße aus dem Norden

        Susanne

  64. Doris sagt:

    Guten Morgen,
    liebes Winteam

    Es geht wiedermal um meinen Quarter Horse 3 jährigen Wallach,
    sein Immunsystem glaube ich ist sehr schwach.
    Haut weisst teilweise viele kleinere trockene krusten auf.
    Hatte vor einem Monat auch einen Hautpilz.
    Fell ist stumpf trocken und sehr schuppig.
    Mit einem Satz ,die Haut leidet derzeit extrem!!!
    Meine Frage an euch
    Was kann ich tun um das Immunsystem zu stärken?
    Wie sieht es mit Pferdehanf aus?
    Zinkpulver sollte auch gut sein oder?
    Was kann ich für die Haut machen?

    Bitte helft mir!
    Danke.

    Liebe Grüsse
    Doris

    • Hallo Doris,

      ganz konkret können wir Dir keine Rezeptur empfehlen, denn Ferndiagnosen sind einfach nur unseriös.

      Dennoch möchten wir Dir etwas raten:
      Hüte Dich davor, in Deiner Sorge um das Pferd, schnelle Wundermittel zu verabreichen. Im Netz geistern tausende wohlgeleinte Tipps herum. Wer sagt denn, das das ein Problem des Immunsystems ist? Wer sagt denn, dass Deinem Wallach Zink fehlt und was das alles noch bedingt? Weisst Du, welche Nebenwirkungen Pferdehanf hat?

      Wir würden alles das vergessen, und ganz nüchtern überlegen, warum Dein Pferd z.B. Pilz bekommen hat. Ursache kann Stress oder aber feuchte, stickige Stallluft sein. Also beobachte, ob Dein Pferd ein Problem in der Gruppe hat oder ob die Stallluft zu feucht ist. Auch kann sich Pilz prima unter einer Decke ausbreiten.

      Die beste unterstützende Therapie nach einem Pilzmitteleinsatz ist frische Luft, Sonne/Licht, Paddock und keine Decke. Stress wird ganz klar auch gelindert durch Rauhfutterzugang an mindestens 12-16 h. Kraftfutter ist völlig entbehrlich. Wir reden hier von mindestens 2- 2,5 kg Heu pro 100 kg Lebendmasse. Aber, das Pferd muss ungehinderten Zugang haben, sonst gibt es Stress, weil das genetisch fixierte Grundbedürfnis nach langandauernden Futteraufnahme nicht gesichert ist. Kann es sein, dass der Stress begann, weil von der großen Weide auf einen kleinen Paddock gewechselt wurde und Dein Pferd von dominanteren Pferden gedrückt wird?

      Da jetzt kein Gras aufgenommen wird, ist sicher ein Mangel an Vit. A zu verzeichnen. Das ist übrigens ein Hautschutzvitamin. Also fütterst Du 2-3 Futtermöhren pro Tag, kann auch mal Apfel, Rüben oder ähnlich Frisches sein. Dazu kommt 100 ml Pflanzenöl (Aldi & Co reicht!) und ein Esslöffel Futterkalk (CaCO3). Und Öl ist ein prima Hautsanierer. Du wirst es sehen. Wenn das alles nach 4 Wochen nicht wirkt, dann ist eine andere Ursache zu finden, die einen Tierarzt mit guter Diagnostik erfordert.

      Und immer daran denken, dass es keine Wundermittel gibt, Blutuntersuchungen noch lange nicht sagen, ob irgend mein Mineral oder Vitamin im Mangel ist und die ganzen Geheimpulver, die ja alle reine Natur und deshalb scheinbar ungefährlich sind, meist mehr Schaden als Nutzen anrichten.

      So sehen wir das. Du entscheidest jetzt, was Du tun möchtest.

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