Licht!

Kein Baum spendet Schatten. Die Steppentiere sind an diese Lichtverhältnisse adaptiert und benötigen das gleißende Licht.

Das natürliche Spektrum des Sonnenlichtes hat starken Einfluss auf das Tierverhalten sowie auf den gesamten Stoffwechsel, wodurch Widerstandskraft, Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit positiv beeinflusst werden. Deshalb sollen sich Pferde täglich im natürlichen Licht aufhalten können (Auslauf, Außenklappen etc.). Handelsübliche Lichtquellen können das natürliche Spektrum des Sonnenlichts nicht ersetzen. 

Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten.
Die Tageslichtlänge variiert im Takt mit der Jahreszeit.

Längst nicht alle Pferde haben die Chance sich täglich im natürlichen Tageslicht aufzuhalten. Dafür gibt es viele gute und weniger gute Gründe. Statt im Tageslicht stehen unsere Pferde in dunklen Pferdeboxen. Das muss nicht sein, denn dank der fortschreitenden Entwicklung von LED- Leuchtmitteln ist es jedem Pferdehalter möglich und finanziell zumutbar, seinem Pferd Tageslicht zu spendieren.

So wird der Mensch dem stolzen Steppentier Pferd nicht gerecht!

Welche Leuchtmittel eignen sich?

  • Vollspektrum- LED- Leuchtmittel. Sie erzeugen sonnenähnliches Licht (5.000 – 6.000 Kelvin Lichttemperatur).
  • Eine UV- Strahlung ist nicht notwendig und nicht ratsam: Sonnenbrand!
    Vollspektrum- LED- Leuchten mit 30 – 40 Watt kosten ca. 50 €, die Haltbarkeit ist mit 50.000 h relativ hoch.
  • LED- Leuchtmittel werden weit weniger heiß und sind im Pferdestall sicherer als vergleichbare Glühlampen.
  • LED- Leuchtmittel haben relativ wenig Insektenanflug, verglichen mit Glühlampen
    LED- Leuchtmittel gibt es auch wassergeschützt (IP 66).
  • LED Vollspektrum- Tageslicht- Leuchtmittel sind auch als Leuchtstoffröhren im Handel und können in handelsübliche Rasterleuchte eingesetzt werden.
  • Jedes Pferd benötigt über dem Pferd ein LED- Vollspektrum- Leuchtmittel mit der Leistung von mindestens 30, besser 40 Watt (2700 Lumen – 3600 Lumen)
Dunkle Ställe sind nicht pferdegerecht.

Watt, Lumen, Lux

Schock Deinen Elektroinstallateur und benutze die richtigen Fachbegriffe. Eine Lampe strahlt Licht ab. Je mehr Leistung ein Leuchtmittel hat, desto mehr Licht kann es abgeben. Die Leistung wird in Watt (W) gemessen. Die vom Leuchtmittel abgestrahlte Lichtmenge wird in Lumen (Lm) angegeben. Je nach Umgebung, Reflexion und Objektabstand fällt eine veränderte Lichtmenge auf das gewünschte Objekt. Die auf das Objekt, hier unser Pferd auftreffende Lichtmenge wird in Lux (Lx je m2) gemessen.

Die alte Glühlampe erzeugte etwa 12-14 Lumen je 1 Watt, heutige LED- Leuchtmittel sind wesentlich effizienter und erzeugen 80 – 100 Lumen je Watt.

Wie hell sollen, besser müssen Pferdeställe sein?

Vollspektrum- Vollspektrum- Leuchtmittel wirken nur positiv, wenn das Pferd mit mindestens 1.000 Lux entsprechend der Jahreszeit (s.o.) belichtet wird. Das ist möglich mit einem LED- Leuchtmitteln über dem Pferd mit einer Leistung von 30 – 40 Watt, die dann rund 3.000 Lumen abstrahlen. Ganz wichtig: Das Pferd muss ganzflächig vom Licht erfasst werden. Pferdedecken verhindern das, auch der Blick des Pferdes aus einem Fenster reicht für die positiven Auswirkungen des Lichtes keineswegs aus.

Ein Luxmeter dient zur sicheren Bestimmung der Lichtmenge. Richtig angewandt wird das Gerät immer in direkter Nähe zum Pferd mit der Sensorrichtung zum Licht. Dann wird exakt diejenige Menge Licht gemessen, die beim Pferd ankommt.

Was macht das Licht?

Pferde, ebenso wie viele andere Tiere und Pflanzen, werden durch das Licht gesteuert. So wird beispielsweise die Jahreszeit nicht anhand der Temperatur gesteuert, sondern durch die sich verändernde Tageslichtlänge. Deshalb ist es wichtig, dass die Belichtung sich dem Lauf der Jahreszeit anpasst. Wird im Winter anstelle der z.B. 8 h mit 16 h belichtet, denken die Pferde, dass es Sommer ist. Der Fellwechsel setzt ein, der Körper stellt sich auf Fruchtbarkeit um, usw.. Es ist z.B. durch Prof. Aurich beschrieben, dass eine längere Belichtung als die Jahreszeit bereithält, zu früheren Abfohlterminen führt. Deshalb muss sich eine tiergerechte Belichtung im Stall an den Jahreslauf halten. Fohlen haben im Januar nichts zu suchen!

Licht steuert das Pferd durch entsprechende Hormonproduktion. Viel Licht steigert den Serotoninspiegel, Dunkelheit erhöht den Melatoninspiegel des Pferdes. Kurz gesagt ist Serotonin ein Aktivitätshormon und Melatonin ein Passivhormon. Beide Hormone in abgewogener und zeitgerechter Dosierung sind wichtig.

Wirkung der "Licht- Hormone"

Serotonin (Licht)Blutdrucksteigerung
verbesserte Blutgerinnung
verbesserte Darmperistaltik (Darmförderbewegung)
senkt Schlafbedürfnis
erhöht Temperatur, Sexualtrieb, Appetit, Schmerzempfinden
dämpft Angst und Aggressivität
Steigert Leistungsfähigkeit und Aktivität
"Sommerbetrieb"
Melatonin (Dunkelheit)Müdigkeit, erholsamer Schlaf
steuert Tag- Nacht- Rhythmus
Trägheit
"Winterbetrieb"

Vergleich Glühlampe mit LED_ Leuchtmittel

Glühlampe25 W - 300 lm
40 W - 480 lm
60 W - 720 lm
100 W - 1400 lm
200 W - 2800 lm
LED- Leuchtmittel2 W - 180 lm
5,5 W - 480 lm
7 W - 630 lm
9 W - 810 lm
13 W - 1170 lm
18 W - 1620 lm
30 W - 2700 lm
40 W - 3600 lm
50 W - 4500 lm

Glühlampe durch LED- Leuchtmittel ersetzen

GlühlampeLED- Leuchtmittel
15 W2-3 W
40 W6-8 W
60 W9-12 W
75 W13-14 W
100 W15-17 W
200 W30-40 W
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Advent, Advent, die Katze brennt

Bundestierärztekammer warnt vor Gefahren in der Weihnachtszeit

BTK/Berlin) – Mit Beginn der beschaulichen Adventszeit häufen sich die Gefahrenquellen für Haustiere. Sei es die weihnachtliche Dekoration oder auch die köstlichen Leckereien, die diese Jahreszeit für uns Menschen so besonders machen – vieles davon ist für unsere geliebten Vierbeiner leider giftig. Und um nicht Heiligabend beim Notdienst in einer Tierklinik zu verbringen, sollten die folgenden Tipps der Bundestierärztekammer (BTK) beachtet werden.

Der Kleintierpraktiker und BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann musste in seiner Praxis schon einige „Festtagsopfer“ behandeln und rät zur Vorsicht. „Manche Tierhalter meinen es vermeintlich zu gut mit ihren Haustieren. Dann landen z. B. die Reste vom leckeren Gänsebraten im Futternapf. Doch das Fleisch ist für die Tiere viel zu fett und zu stark gewürzt. Das kann bei den empfindlichen Hunde- und Katzenmägen zu Durchfall und Erbrechen führen und im schlimmsten Fall können die gegarten Geflügelknochen gefährliche innere Verletzungen verursachen“, warnt Tiedemann. Ein weiteres Tabu für Vierbeiner ist Schokolade. Denn durch das darin enthaltene Theobromin ist diese Süßigkeit für Tiere giftig! Je dunkler, das heißt kakaohaltiger die Schokolade, desto größer auch der Theobromingehalt. Der mit dem Koffein verwandte Stoff kann von Hunden und Katzen nur sehr langsam abgebaut werden und wirkt auf sie ähnlich, wie eine Überdosis an Nikotin oder Koffein auf den Menschen. Sollte sich also ein besonders neugieriges Leckermäulchen doch auf eine Tafel stürzen, schnellst möglichst den Tierarzt aufsuchen. Auch für Stubenvögel kann die Festtagsstimmung zur Gefahr werden. Beim gemütlichen Raclette-Essen werden durch das Erhitzen der kleinen Teflonpfännchen Dämpfe freigesetzt, die für Wellensittich und Co. hochgiftig sind und bereits in kleineren Mengen tödlich sein können.

In einem Haushalt mit Tieren, ist nicht nur bei Lebensmitteln in der Weihnachtszeit besondere Vorsicht geboten, auch die beschauliche Dekoration kann gefährlich werden. Der Schmuck am Weihnachtsbaum sollte von Tierhaltern gut ausgewählt werden. Anstatt Glaskugeln, die leicht splittern, sollte mit Kunststoffkugeln geschmückt werden und auf Lametta oder Engelshaar sollte ebenso wie auf echte Kerzen verzichtet werden. „Besonders gefährlich ist Lametta, denn es kann beim Verschlucken zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen“, mahnt der BTK-Präsident. Auch der schöne Weihnachtsstern sollte in diese Haushalte lieber nicht einziehen. Denn diese Pflanze produziert als Wolfsmilchgewächs den klebrig-weißen Giftstoff Euphorbin. „Bei Hautkontakt kommt es zu Reizungen, beim Verschlucken durch Hunde oder Katzen zur Vergiftung mit Symptomen wie Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfen, blutigem Durchfall, Lähmungen, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen“, erklärt Tiedemann. Die Stechpalme (Ilex) enthält in Blättern und roten Beeren starke und in höherer Konzentration sogar tödliche Giftstoffe, die Christrose ist wie alle Vertreter der Gattung Nieswurz in allen Pflanzenteilen stark giftig und der dekorative Mistelzweig ist durch den Gehalt an Viscotoxin in Blättern und Stengeln für Pferde, Hunde, Katzen und Kleintiere giftig.

Beherzigen alle Tierhalter die genannten Empfehlungen, steht einem besinnlichen Fest mit der ganzen Familie (auch den flauschigen Mitgliedern) nichts mehr im Weg. 

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Futtermittelpreise Dez 2018

Folgende Preise wurden für Futtermittel (Anfang) Nov. 2018 erzielt. (Alle Preise je Dezitonne = 100 kg, ohne Umsatzsteuer, Verpackung und Lieferung, Quelle: eig. Recherchen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Massenrüben 3,20 – 3,90 EUR/dt
Gehaltsrüben 3,50 – 4,20 EUR/dt
Futtermöhren 12,80 – 15,50 EUR/dt
Möhrentrockenschnitzel 290 EUR/dt (entspr. 1.ooo kg Frischmöhren)
Speisemöhren 55,00 – 70,00 EUR/dt
+Heu+
kleine Ballen 16,50 – 21,00 EUR/dt
Grossballen 15,50 –20,00 EUR/dt,
Heu aus Trocknungsanlage 23,5o – 26,20 €/dt
Heucops 60 – 80 EUR/dt
Luzernecobs 80 – 110 EUR/dt
+Stroh+
kleine Ballen 12,50 – 16,50 EUR/dt
Großballen 10,50 – 15,50 EUR/dt
+Hafer+
Hafer 55kg/hl 21,40 -22,75 EUR/dt
Hafer 50kg/hl 19,30 – 20,20 EUR/dt

Gerste 20,30 – 21,50 EUR/dt
Maiskörner 17,75 – 19,40 EUR/dt
Mischfutter Müsli 70,00 – 135,00 EUR/dt
Mischfutter pelletiert 40 – 50 EUR/dt
Sojaschrot 33,30 EUR/dt
Weizenkleie 21,35 EUR/dt
Trockenschnitzel 23,70 EUR/dt
Pflanzenöl 82,05 EUR/dt
+Silage+
Gras- Silage (Rundballen) 9,75 – 12,35 EUR/dt
Gras- Silage (Heulage vom Händler) 69,00 EUR/dt
Gras- Silage (Fahrsilo) 3,20 – 4,30 EUR/dt ,19,00 – 23,00 EUR/m3
Mais- Silage (Fahrsilo) 3,90 – 4,40 EUR/dt

Weide (incl. Infrastruktur) 2,30-2,70 EUR/dt

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Futtermittelpreise (Anfang) Nov. 2018

Folgende Preise wurden für Futtermittel (Anfang) Nov. 2018 erzielt. (Alle Preise je Dezitonne = 100 kg, ohne Umsatzsteuer, Verpackung und Lieferung, Quelle: eig. Recherchen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Massenrüben 3,20 – 3,90 EUR/dt
Gehaltsrüben 3,50 – 4,20 EUR/dt
Futtermöhren 12,80 – 15,50 EUR/dt
Möhrentrockenschnitzel 290 EUR/dt (entspr. 1.ooo kg Frischmöhren)
Speisemöhren 55,00 – 70,00 EUR/dt
+Heu+
kleine Ballen 16,50 – 21,00 EUR/dt
Grossballen 15,50 –20,00 EUR/dt,
Heu aus Trocknungsanlage 23,5o – 26,20 €/dt
Heucops 60 – 80 EUR/dt
Luzernecobs 80 – 110 EUR/dt
+Stroh+
kleine Ballen 12,50 – 17,00 EUR/dt
Großballen 10,50 – 16,00 EUR/dt
+Hafer+
Hafer 55kg/hl 21,40 -22,75 EUR/dt
Hafer 50kg/hl 19,30 – 20,28 EUR/dt

Gerste 20,25 – 21,25 EUR/dt
Maiskörner 18,50 – 19,75 EUR/dt
Mischfutter Müsli 70,00 – 135,00 EUR/dt
Mischfutter pelletiert 40 – 50 EUR/dt
Sojaschrot 32,80 EUR/dt
Weizenkleie 21,25 EUR/dt
Trockenschnitzel 23,70 EUR/dt
Pflanzenöl 82,50 EUR/dt
+Silage+
Gras- Silage (Rundballen) 9,75 – 12,35 EUR/dt
Gras- Silage (Heulage vom Händler) 69,00 EUR/dt
Gras- Silage (Fahrsilo) 3,20 – 4,30 EUR/dt ,19,00 – 23,00 EUR/m3
Mais- Silage (Fahrsilo) 3,90 – 4,40 EUR/dt

Weide (incl. Infrastruktur) 2,30-2,70 EUR/dt

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Futtermittelpreise (Anfang) Okt. 2018

Folgende Preise wurden für Futtermittel (Anfang) Aug. 2018 erzielt. (Alle Preise je Dezitonne = 100 kg, ohne Umsatzsteuer, Verpackung und Lieferung, Quelle: eig. Recherchen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Massenrüben 3,20 – 3,90 EUR/dt
Gehaltsrüben 3,50 – 4,20 EUR/dt
Futtermöhren 12,80 – 15,50 EUR/dt
Möhrentrockenschnitzel 290 EUR/dt (entspr. 1.ooo kg Frischmöhren)
Speisemöhren 55,00 – 70,00 EUR/dt
+Heu+
kleine Ballen 16,50 – 21,00 EUR/dt
Grossballen 15,00 – 19,00 EUR/dt,
Heu aus Trocknungsanlage 23,5o – 26,20 €/dt
Heucops 60 – 80 EUR/dt
Luzernecobs 80 – 110 EUR/dt
+Stroh+
kleine Ballen 12,00 – 17,00 EUR/dt
Großballen 10,00 – 16,00 EUR/dt
+Hafer+
Hafer 55kg/hl 21,15 -22,50 EUR/dt
Hafer 50kg/hl 19,25 – 20,50 EUR/dt

Gerste 19,80 – 21,15 EUR/dt
Maiskörner 18,25,75 – 19,60 EUR/dt
Mischfutter Müsli 70,00 – 135,00 EUR/dt
Mischfutter pelletiert 40 – 50 EUR/dt
Sojaschrot 32,95 EUR/dt
Weizenkleie 21,05 EUR/dt
Trockenschnitzel 23,50 EUR/dt
Pflanzenöl 82,50 EUR/dt
+Silage+
Gras- Silage (Rundballen) 9,75 – 12,35 EUR/dt
Gras- Silage (Heulage vom Händler) 69,00 EUR/dt
Gras- Silage (Fahrsilo) 3,20 – 4,30 EUR/dt ,17,50 – 19,50 EUR/m3
Mais- Silage (Fahrsilo) 3,80 – 4,10 EUR/dt

Weide (incl. Infrastruktur) 2,30-2,70 EUR/dtFuttermittelpreise

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Wie bekomme ich Vit. A ins Futter?

Freitag, 7. September 2018

Susanne Mühlberger

 

Tag liebes Winration-Team,

ich habe eine Frage zur Fütterung meines 6jährigen Freiberger Wallachs

(600kg), der täglich gut 1 Stunde gearbeitet wird.

Er bekommt ausschließlich Raufutter (Heu, Stroh), zur Wiesenzeit Gras,

ab und zu Äste, getrocknete Brennessel, Rinden, frische Hagebutten und

auch mal einen kleinen Apfel.

Durch was könnte ich in den Paddockmonaten (also kein Weidegang) die

empfohlene Saftfütterung von 2kg Möhren ersetzen? Ich habe etwas Sorge,

dass der Zuckergehalt der Möhren für ihn zu hoch ist. Gibt es weitere

natürliche Vitamin A/Beta-Carotin Quellen?

Besten Dank für eine Rückinfo.

Viele Grüße, Susanne Mühlberger

Sonntag, 9.9.2018

WINration TEAM

Liebe Susanne,

grundsätzlich benötigt Dein Pferd kein zusätzliches Beta- Carotin (das ist die Vorstufe des Vit. A), wenn es irgendetwas Frisches bekommt.

Bezüglich Vit. A solltet Du zwei Dinge wissen:

  1. Es gibt erstzunehmende Wissenschaftler, die behaupten, dass künstlich hergestelltes Vit. A bzw. Beta- Carotin nur wenig wirksam ist und beim Menschen bei schon relativ geringer Überdosierung eindeutig krebserregend ist. Die amerikanische internistische Gesellschaft hat eine große Versuchsreihe zur Vit. A- Gabe deshalb abgebrochen. Aus diesem Grunde kann eine Gabe von synthetisch hergestelltem Beta- Carotin, wie in Misch- und Ergänzungsfuttermitteln, durchaus kritisch gesehen werden.
  2. In der Natur werden Pferde im Frühjahr und Sommer mit Vit. A ausreichend versorgt. Zum Herbst nimmt der Vit. A- Gehalt es mehr und mehr verstromten Futters kontinuierlich ab und etwa Weihnachten ist im Dürrfutter kein Vit. A mehr vorhanden. Dann im Frühjahr geht es wieder los. Pferde, besonders Stuten registrieren die Natur nicht nur durch die Tageslichtlänge, sondern auch am Steigen des Vit. A- Gehaltes. Die Rosse wird stärker.

Ganz offensichtlich sind Pferde auf dieses Vit- A- Loch eingestellt. Wenn Du das vermeiden willst, dann hast Du neben vitaminiertem Futter folgende Möglichkeiten für die Zeit von Dezember bis Frühjahr:

  • Möhren (Futtermöhren): 2 – 3 per Tag. Wenn mal nicht, dann ist das überhaupt kein Problem. Alternativ kannst Du auch getrocknete Möhrenchips kaufen. Aber höchstens 50 – 100g pro Tag.
  • 1 kg Silage. In ihr bleibt das Vit. A erhalten. So wie im Sauerkraut. Deshalb war es zu früheren Zeiten so wichtig in der Ernährung des Menschens im Winter. Und Sauerkraut ist auch eine Silage, nur eben aus Kohl.
  • 1 Apfel am Tag (alternativ anderes Obst)
  • DA VITAMIN A EIN FETTLÖSLICHES VITAMIN IST; IMMER EINEN SCHUSS PFLANZENÖL DAZU!

Natürlich sind Vitamine wichtig für Pferde und deshalb steht in allen Büchern und Zeitschriften, was alles passieren kann, wenn sie fehlen. ABER, wer sagt denn, dass sie fehlen. Beim gesunden Pferd fast nie! Auch Blutuntersuchungen geben hier meist keine Antwort. Und weil wir alle es besonders gut meinen mit unseren Lieblingen, füttern wir vorsorglich alle Vitamine zusätzlich, damit es auf keinen Fall zu den bösen Folgen der Literatur kommt, die aber ja nur auftreten, wenn Pferde sehr krank sind oder bei Forschungsarbeiten im Institut so gefüttert werden, dass der Vitamin- Speicher leer ist. Die Futtermittelindustrie ist glücklich über unsere Sorge desVitaminmangels beim Pferd und freut sich über Millionenumsätze. Unabhängige Wissenschaftler warnen aber dringend, vorbeugend Nahrungsergänzungsmittel (Mengen- und Spurenelemente sowie Vitamine) an Pferde zu verfüttern, denn die vorbeugende Fütterung macht mehr Schäden als Nutzen. Und genau gegen diese Erkenntnis lanciert die Futtermittelindustrie ihre zahlreichen bunten Werbeanzeigen in allen Pferdezeitungen.

Zum Zucker:  In den von mir beschriebenen Mengen ist Zucker kein Thema, mit dem Du Dich beschäftigen musst.

Dennoch ein kleiner Hinweis von uns: Brennnessel hört sich supergesund an. Ist aber nach neuerer Erkenntnis nicht so. Sie sind absolute Nitrat- Sammler und Nitrat ist für Pferde ausgesprochen giftig:

  1. Verringerung des Sauerstofftransportes in die Körperzellen (von Leistungsmangel bis zur inneren Erstickung)
  2. Magen- Darm- Entzündungen
  3. Blutdruckabfall (Hufrehegefahr steigt!)

Also vorsichtig mit den ganzen tollen Tipps aus dem Internet.

Liebe Susanne, das ist es, was uns zu Deinem Beitrag so einfällt.

Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

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Futtermittelpreise (Anfang) Sep. 2018

Besonders hohe Preissteigerungen von 10% – 20% innerhalb des letzten Monats! Preissteigerungen bei Heu und Stroh nicht so hoch wie erwartet.

Folgende Preise wurden für Futtermittel (Anfang) Aug. 2018 erzielt. (Alle Preise je Dezitonne = 100 kg, ohne Umsatzsteuer, Verpackung und Lieferung, Quelle: eig. Recherchen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Massenrüben 3,20 – 3,90 EUR/dt
Gehaltsrüben 3,50 – 4,20 EUR/dt
Futtermöhren 12,80 – 15,50 EUR/dt
Möhrentrockenschnitzel 290 EUR/dt (entspr. 1.ooo kg Frischmöhren)
Speisemöhren 55,00 – 70,00 EUR/dt
+Heu+
kleine Ballen 16,50 – 21,00 EUR/dt,
Grossballen 15,00 – 19,00 EUR/dt,
Heu aus Trocknungsanlage 23,5o – 26,20 €/dt
Heucops 60 – 80 EUR/dt
Luzernecobs 80 – 110 EUR/dt
+Stroh+
kleine Ballen 11,00 – 13,50 EUR/dt
Großballen 9,50 – 12,00 EUR/dt
+Hafer+
Hafer 55kg/hl 20,50 -21,50 EUR/dt
Hafer 50kg/hl 18,75 – 20,50 EUR/dt

Gerste 20,25 – 22,00 EUR/dt
Maiskörner 20,75 – 22,50 EUR/dt
Mischfutter Müsli 70,00 – 135,00 EUR/dt
Mischfutter pelletiert 40 – 50 EUR/dt
Sojaschrot 34,60 EUR/dt
Weizenkleie 18,80 EUR/dt
Trockenschnitzel 23,65 EUR/dt
Pflanzenöl 84,65 EUR/dt
+Silage+
Gras- Silage (Rundballen) 9,75 – 12,35 EUR/dt
Gras- Silage (Heulage vom Händler) 69,00 EUR/dt
Gras- Silage (Fahrsilo) 3,20 – 4,30 EUR/dt ,17,50 – 19,50 EUR/m3
Mais- Silage (Fahrsilo) 3,80 – 4,10 EUR/dt

Weide (incl. Infrastruktur) 2,30-2,70 EUR/dt

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Futtermittelpreise (Anfang) Aug. 2018

Folgende Preise wurden für Futtermittel (Anfang) Aug. 2018 erzielt. (Alle Preise je Dezitonne = 100 kg, ohne Umsatzsteuer, Verpackung und Lieferung, Quelle: eig. Recherchen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Massenrüben 3,20 – 3,90 EUR/dt
Gehaltsrüben 3,50 – 4,20 EUR/dt
Futtermöhren 12,80 – 15,50 EUR/dt
Möhrentrockenschnitzel 290 EUR/dt (entspr. 1.ooo kg Frischmöhren)
Speisemöhren 55,00 – 70,00 EUR/dt
+Heu+
kleine Ballen 15,00 – 17,50 EUR/dt,
Grossballen 13,00 – 16,00 EUR/dt,
Heu aus Trocknungsanlage 23,5o – 26,20 €/dt
Heucops 60 – 80 EUR/dt
Luzernecobs 80 – 110 EUR/dt
+Stroh+
kleine Ballen 11,00 – 13,50 EUR/dt
Großballen 9,50 – 12,00 EUR/dt
+Hafer+
Hafer 55kg/hl 18,50 – 19,35 EUR/dt
Hafer 50kg/hl 18,00 – 19,00 EUR/dt

Gerste 18,60 – 20,00 EUR/dt
Maiskörner 18,40 – 20,00 EUR/dt
Mischfutter Müsli 70,00 – 135,00 EUR/dt
Mischfutter pelletiert 40 – 50 EUR/dt
Sojaschrot 36,25 EUR/dt
Weizenkleie 18,80 EUR/dt
Trockenschnitzel 21,90 EUR/dt
Pflanzenöl 84,65 EUR/dt
+Silage+
Gras- Silage (Rundballen) 9,75 – 12,35 EUR/dt
Gras- Silage (Heulage vom Händler) 69,00 EUR/dt
Gras- Silage (Fahrsilo) 3,20 – 4,30 EUR/dt ,17,50 – 19,50 EUR/m3
Mais- Silage (Fahrsilo) 3,80 – 4,00 EUR/dt

Weide (incl. Infrastruktur) 2,30-2,70 EUR/dt

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Futtermittelpreise (Anfang) Jul. 2018

Folgende Preise wurden für Futtermittel (Anfang) Juli 2018 erzielt. (Alle Preise je Dezitonne = 100 kg, ohne Umsatzsteuer, Verpackung und Lieferung, Quelle: eig. Recherchen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Massenrüben 3,20 – 3,90 EUR/dt
Gehaltsrüben 3,50 – 4,20 EUR/dt
Futtermöhren 12,80 – 15,50 EUR/dt
Möhrentrockenschnitzel 290 EUR/dt (entspr. 1.ooo kg Frischmöhren)
Speisemöhren 55,00 – 70,00 EUR/dt
+Heu+
kleine Ballen 14,00 – 16,00 EUR/dt,
Grossballen 12,00 – 14,00 EUR/dt,
Heu aus Trocknungsanlage 23,5o – 26,20 €/dt
Heucops 60 – 80 EUR/dt
Luzernecobs 80 – 110 EUR/dt
+Stroh+
kleine Ballen 10,50 – 12,90 EUR/dt
Großballen 9,00 – 11,60 EUR/dt
+Hafer+
Hafer 55kg/hl 17,40 – 18,50 EUR/dt
Hafer 50kg/hl 16,90 – 18,15 EUR/dt

Gerste 15,90 – 18,00 EUR/dt
Maiskörner 18,00 – 19,50 EUR/dt
Mischfutter Müsli 70,00 – 135,00 EUR/dt
Mischfutter pelletiert 40 – 50 EUR/dt
Sojaschrot 36,35 EUR/dt
Weizenkleie 16,85 EUR/dt
Trockenschnitzel 20,55 EUR/dt
Pflanzenöl 84,35 EUR/dt
+Silage+
Gras- Silage (Rundballen) 9,75 – 12,35 EUR/dt
Gras- Silage (Heulage vom Händler) 69,00 EUR/dt
Gras- Silage (Fahrsilo) 14,50 – 17,00 EUR/m3
Mais- Silage (Fahrsilo) 3,40 – 3,60 EUR/dt

Weide (incl. Infrastruktur) 2,30-2,70 EUR/dt

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Futtermittelpreise (Anfang) Juni 2018

Folgende Preise wurden für Futtermittel (Anfang) Juni 2018 erzielt. (Alle Preise je Dezitonne = 100 kg, ohne Umsatzsteuer, Verpackung und Lieferung, Quelle: eig. Recherchen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Massenrüben 3,20 – 3,90 EUR/dt
Gehaltsrüben 3,50 – 4,20 EUR/dt
Futtermöhren 12,80 – 15,50 EUR/dt
Möhrentrockenschnitzel 290 EUR/dt (entspr. 1.ooo kg Frischmöhren)
Speisemöhren 55,00 – 70,00 EUR/dt
+Heu+
kleine Ballen 14,00 – 16,00 EUR/dt,
Grossballen 12,00 – 14,00 EUR/dt,
Heu aus Trocknungsanlage 23,5o – 26,20 €/dt
Heucops 60 – 80 EUR/dt
Luzernecobs 80 – 110 EUR/dt
+Stroh+
kleine Ballen 10,50 – 12,90 EUR/dt
Großballen 9,00 – 11,60 EUR/dt
+Hafer+
Hafer 55kg/hl 17,40 – 18,40 EUR/dt
Hafer 50kg/hl 16,90 – 18,00 EUR/dt

Gerste 17,30 – 18,50 EUR/dt
Maiskörner 17,90 – 19,25 EUR/dt
Mischfutter Müsli 70,00 – 135,00 EUR/dt
Mischfutter pelletiert 40 – 50 EUR/dt
Sojaschrot 38,90 EUR/dt
Weizenkleie 17,20 EUR/dt
Trockenschnitzel 21,10 EUR/dt
Pflanzenöl 84,95 EUR/dt
+Silage+
Gras- Silage (Rundballen) 9,75 – 12,35 EUR/dt
Gras- Silage (Heulage vom Händler) 69,00 EUR/dt
Gras- Silage (Fahrsilo) 14,50 – 17,00 EUR/m3
Mais- Silage (Fahrsilo) 3,40 – 3,60 EUR/dt

Weide (incl. Infrastruktur) 2,30-2,70 EUR/dt

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