Fütterungspraxis

Nachhaltig und tiergerecht gefüttert sind Pferde, wenn sie …

  • mindestens 12 h Zugang zu Grundfutter (Gras, Silage, Heu, Stroh) haben.
  • 24 h Zugang zu Trinkwasser bekommen.
  • keine Futterpause länger als 3 – 4 Stunden ist.
  • 2 kg – 2,5 kg Grobfutter (Heu, Stroh) je 100 kg Lebendmasse je 24 Stunden vorgelegt bekommen.
  • ihren Energieverlust durch Arbeit ausschließlich durch Grundfutter ausgleichen können.

Immer kritischer wird in der von der Futterindustrie unabhängigen Wissenschaft die zusätzliche Gabe von Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen diskutiert. Überdosierungen können durchaus größere Schäden verursachen als Unterdosierungen. Wissenschaftler bezweifeln zudem in vielen Fällen, dass beim gesunden, ausgewachsenen Sportpferd bei üblicher Fütterung überhaupt Mangelsituationen auftreten. Hier die wichtigsten Fakten:

Vitamine, Mengen- und Spurenelemente für ausgewachsene, gesunde Sportpferde zusätzlich verabreichen?

WirkstoffBemerkungZufütterung?
Kalzium Casicherheitshalber, entbehrlich bei Stroh-, Luzerne-, Trockenschnitzelfütterung1 Esslöffel Futterkalk* (Ca CO3) p.d.
* 1 EL Futterkalk = 10 g Futterkalk = 3,5 g Ca
Phosphor Pbei üblicher Fütterung unkritischnein
Magnesium Mgbei üblicher Fütterung unkritisch - Mg macht Pferde nicht stressresistenternein
Natrium Na
Chlor Cl
ist stark abhängig von der geleisteten Arbeit (Schweißverluste) und der Entfernung zur salzhaltigen Seejodfreies Salz (NaCl):
Erhaltung: 1 Teelöffel*
leichte Arb.: 1 Esslöffel**
mittlere Arb.: 6 Esslöffel
schwere Arb.: 12 Esslöffel

* 1 TL = 5g Salz
** 1 EL = 15 g Salz
Kalium Kbei üblicher Fütterung unkritischnein
Eisen Febei üblicher Fütterung unkritischnein
Kupfer Cubei üblicher Fütterung unkritischnein
Zink Znbei üblicher Fütterung unkritischnein
Kobald Cobei üblicher Fütterung unkritischnein
Jod Jbei üblicher Fütterung unkritisch. Besonders im Küstenbereich kann Zufütterung schädlich sein. Niemals Algen- und Muschelextrakte füttern, da erhebliche Jod- Überversorgung. Knochenschäden nicht ausgeschlossen!nein
Mangan Mnbei üblicher Fütterung unkritischnein
Selen SeEs gibt keinen abgesicherten Referenzwert (Zielwert), deshalb sicherheitshalber nicht zufüttern, da Überversorgung schwere Schäden setzt.nein ?
Vit. AIst immer ausreichend, wenn ca. 1 kg Saftfutter für ein Großpferd gefressen wird (Weide, Silage, Apfel, Möhre, Rübe, usw.)z.B. 1 kg Möhren oder alternativ 100 g getrocknete Möhrenschnitzel
Vit. Dab 1 Stunde Tageslicht (ohne Decke) wird Mit. D vom Körper hergestellt, Überdosierung tierschädlich!nein
Vit. Ebei der Verbitterung von frischem Raufutter und Weide sowie Pflanzenöl unkritisch50 ml - 100 ml Pflanzenöl
Vit. Kstellt das Pferd selber her (synthetisiert), zusätzlich durch Pflanzenöl zugeführtnein
Vit. B1, B2, B12stellt das Pferd selber her (synthetisiert)nein
Vit. Cstellt das Pferd selber her (synthetisiertnein
nach Meyer/Coenen

Ergebnis: Weniger ist Mehr!

Bei üblicher Fütterung, ausgewachsenen und gesunden Sportpferden ist bis auf ganz wenige Ausnahmen die Zugfütterung von Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen nicht nur nicht notwendig sondern kann im Einzelfall mehr Schaden als Nutzen anrichten!

Auch ist es nicht notwendig, vitaminierte und minemalisierte Futtermittel einzusetzen, wie Müsli, pelletiertes Mischfutter, Zusatzfutter, usw.. Gerade industrielle Mischfuttermittel können erheblich zu kritischen Überversorgungen von Vitaminen und Mineralien beitragen. Erspart Euren Pferden das Leid und Euch das viele Geld.

 

52 Kommentare zu Fütterungspraxis

  1. Hanne Peerenboom sagt:

    Noch ne Frage – wie war das nochmal mit dem Kraftfutter in eurem Konzept? Hafer, Mais, Gerste zu je 1/3? Und ungequetscht, oder?

    • Genau so ist es, Hafer, Gerste und Mais zu gleichen Teilen. Lediglich der Mais sollte gebrochen sein. Zusätzlich gibst Du noch 10% Pflanzenöl dazu, z.B. Sonnenblumenöl.

      Damit hast Du eines der hochwertigsten Kraftfuttermittel, das man einem ausgewachsenem, gesunden Pferd füttern kann.

      Viele Grüße vom WINration TEAM

  2. Nina sagt:

    Hallo,
    was haltet ihr von Cd vet Micromineral?
    Das wurde mir als natürliches Mineralfutter (das Beste das es gibt) empfohlen. Wollte euch aber erst fragen, ob das sein Geld auch wert ist.
    Es wurde mir als Zusatz empfohlen, weil mein Pony etwas stumpfes Fell hat. Zu Fressen bekommt er nur spät geschnittenes Heu.
    Dann braucht er doch was dazu, oder?

    Lg Nina

  3. Hippologe sagt:

    Hallo Nina,

    wir wären vorsichtig mit der Zusatzfütterung von Cdvet Micromineral. In diesem Mineralfutter sind Algenprodukte. Diese enthalten hohe Mengen an Jod und können eher knochenschädigend wirken. Bedenke bitte, dass Pferde von Haus aus an küstenferne Steppen angepasst sind. Deshalb sind sie sehr schnell mit den Jodgehalten des Meeres überfordert. In dem Mineralfutter sind 13% Algen und 50% Algenkalk!!!!!! Wir empfehlen deshalb keine zusätzlichen Jodgaben durch Algenprodukte!!!!

    Der Beipackzettel im Internet sagt:
    „Häufige Probleme durch Mangel an Spurenelementen und Mikronährstoffen:

    Schwierigkeiten beim Fellwechsel
    Schuppige Haut
    Fell ohne Glanz
    Entwicklungsverzögerung
    Probleme von Knochen und Gelenken (Degeneration)
    geschwächtes Immunsystem
    Stressanfälligkeit
    mangelnde Huf-Qualität
    Probleme mit Geburten“

    Stimmt, was da steht. Nur wer sagt denn, das Dein Pony einen Mangel hat? Das ist ein allgemeiner Text, der hat mit dem beworbenen Mineralfutter erst einmal nichts zu tun. Denke daran: Unsere Pferde leiden heute erheblich mehr an einer Überversorgung als unter einer Unterversorgung. Viel hilft nicht viel. Selbst Vit. A, überdosiert, führt zu Knochenschäden! Gleiches gilt für Vit. D3.

    Noch etwas, wo wir gerade beisammen sind: Algen können keine Gelenke pflegen, heilen oder schützen. Wenn das gehen würde, dann würden wir jetzt kein Wort sagen und allen gelenkschmerzengeplagten Menschen dieser Welt unser Algenmittel verkaufen. Nächstes Jahr würdest Du uns in Oslo sehen, bei der Verleihung des Medizinnobelpreises. Milliardär wären wir dann auch.

    Dein Pony bekommt Heu. Gut so! Zusätzlich benötigst Du zur Vit. A- Versorgung zwei bis drei Möhren (oder irgend welches Frischfutter, wie Äpfel, Rote Beete, Futterrüben, usw.). Darüber gibst Du einen Schuss Pflanzenöl (max. 50 ml für das Pony). Ganz normales, wie z.B. Sonnenblumenöl. Das ganze Gerede über besondere Öle und Cholesterin kannst Du vergessen. Bisher weiß niemand, wie die Öle beim Pferd überhaupt wirken. Du wirst sehen, das Öl wirkt Wunder beim Fell. Falls Du Bedenken wegen der Kalkgabe hast, kaufe Dir Futterkalk (ganz normalen kohlensauren Kalk) und gibt zu den Möhren, dem Öl einen Esslöffel Kalk dazu. Das war es.

    Du meinst, da fehlt was? Nein! Bereits zwei Stunden Tageslicht sorgt für Vit. D3, Vit. C kann das Pferd selber herstellen, die B- Vitamine sowie Vit. E kommen aus dem Öl. Alle weiteren Mengen- und Spurenelemente sind ausreichend im Heu vorhanden. Lasse Dich nicht verunsichern. Häufig wird gesagt, die heutigen Böden sind ausgelaugt und im Heu ist nichts mehr drin. Vergieß es. Wir haben in der modernen Landwirtschaft eher das Problem der Überversorgung mit Phosphor, Magnesium, Kalium. Ganz davon abgesehen, die Steppen in Turkmenstan, Kirgisien, usw, der Heimat unserer Pferde, sind nie gedüngt. Da wächst es ganz spärlich. Deshalb wandern die Pferde, wenn sie dürfen, locker 20 km am Tag, um ihr Futter zusammenzusammeln.

    Viele Zusatzfutterhersteller versprechen Schutz vor EMS. Wird nicht klappen, den EMS ist Diabetes Typ zwei. Da hilft nur weniger Futter und/oder mehr Arbeit. Und Hufrehe: Der beste Schutz ist der Verzicht auf Kraftfutter. Und dann kommt da oft das Argument: Entgiftung. Das gibt es nicht! Kein Zusatz oder eine bestimmte Diät kann entgiften. Das stellt sich nur Klein Fritzchen so vor. Leider ist das so.

    Wieviel Heu sollte es sein? Üblicherweise können die Pferde davon so viel fressen, wie sie wollen. Neigen die Pferde zur Dickleibigkeit und EMS, dann ist die Fressbremse verloren gegangen. Als Anhaltswert gilt: 2 kg Heu je 100 kg Lebendmasse je 24 h.

    Ob Du nun dieses Mineralfutter wirklich brauchst, musst Du jetzt selber entscheiden. Wir wüssten, was wir tun würden und füttern unsere Pferde und Ponies so, wie oben beschrieben. Sie sind gesund und munter.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  4. Nina sagt:

    Hallo,
    danke für die schnelle Antwort. Dann kann ich mir das Geld ja getrost sparen.
    Wie sieht das jetzt mit dem Futterkalk aus?
    Bei der Rationsberechnung wir mir das aber nicht angezeigt.
    Kann ich den Futterkalk dann ohne Probleme immer geben.
    Wie sieht das bei meinen anderen beiden Pferden aus (die bekommen das gleich. Außnahme wenn sie gearbeitet werden, ein Hafer-Gerste-Mais-Gemisch dazu).
    Wie wird der Futterkalk dosiert.
    Oder ist Calcium ausreichend im Heu vorhanden (Heu steht den Pferden immer zur Verfügung).
    Calcium ist ja wichtig für die Knochen, kann aber auch schaden.
    Ganz schön schwierig, wenn man versucht alles richtig zu machen.

    Danke für eure Hilfe.

    Gruß Nina

    • WINration geht natürlich immer von einem Durchschnittsgehalt aus. Ganz genau ist der Kalziumgehalt natürlich nur zu ermitteln, wenn eine aktuelle Analyse vorliegt.

      Mit einem Löffel Futterkalk kannst Du keinen Fehler machen. Schließlich enthält der Futterkalk nur 30% Kalzium. Ganz sicher werden die anderen Pferde, wenn sie Getreide bekommen, wegen des Phosphorgehaltes der Getreidehüllen Futterkalk in dieser Menge benötigen.

      Nur zur Sicherheit: Du hast bemerkt, dass WINration immer Futterkalk automatisch bei Bedarf zufügt. Ist kein Bedarf steht da 0,00 Futterkalk. Wird Futterkalk vorgeschlagen, z.B. 10 g, dann ist das nur an der Gewichtsangabe zu erkennen. Die Bilanz zeigt keine Inbalanzen und folglich stehen unten auch keine roten Zahlen. Aber das wusstest Du ja bestimmt schon.

      Viele Grüße vom WINration TEAM

  5. Vanessa sagt:

    Hallo,

    wieso besteht immer noch ein Ungleichgewicht in der Ration, wenn man die Ration genauso in das Programm eingibt wie Sie in der Beschreibung „Grundlagen der Fütterung“ für ein 550 kg schweres Warmblut in leichter Arbeit empfohlen werden?
    (4kg Heu, 4 kg Stroh, 1/3 jeweils Gerste, Mais & Hafer, Möhren, Salz, Kalk und Öl?
    Zudem hab ich Schwierigkeiten, den Eiweißgehalt richtig zu halten trotz Eingabe von 50:50 Stroh/Heu als Rauhfuttergabe?! Das Programm rät trotzdem immer „Füttern Sie mehr Stroh, als Heu (Heu ist schon von Naturschutzwiesen = niedriger Eiweißgehalt)
    Danke im Voraus für die Antwort!

    Liebe Grüße

    Vanessa

  6. Hallo Vanessa,

    Du hast jetzt genau den Knackpunkt der hiesigen Pferdefütterung entdeckt. Zunächst vorweg: Trotz aller Bemühungen wirst Du das Eiweiß : Energie- Verhältnis nur selten optimal gestalten können. Was Du aber kannst, ist die Optimierung, um möglichst nah an den Sollwert zu kommen.

    Warum ist das so? Unsere Pferde sind alle noch an ihre ursprüngliche Heimat, die östlichen Steppen in Turkmenistan usw., angepasst. Dort sind die Böden nicht so nährstoffreich und auch die Lufteinträge nicht so stickstoffhaltig. Folglich sind auch die Eiweißgehalte im Gras deutlich geringer.

    Jetzt leben aber unsere Pferde hier. Auf nährstoffreichen Böden und stickstoffhaltiger Luft. Folglich sind die Pflanzen viel, viel eiweißhaltiger als in der Steppe. Die Pferde kommen an ihr Limit. Deshalb müssen wir auf jeden Fall versuchen, unsere Rationen so eiweißarm als möglich zu gestalten, um an den ursprünglichen Lebensraum ranzukommen. Ganz gelingen wird uns das nicht.

    Wie ungeeignet eigentlich unser Lebensraum hier für Pferde ist, zeigt, wie viele Probleme wir hier mit Koliken, Rehe, OCD und EMS haben. Pferde in der Steppe haben damit keine Probleme. Teilweise sind unsere Gräser so nährstoffreich, dass Robustrassen nicht einmal Heu und Gras zur freien Verfügung haben dürfen.

    WINration macht uns immer wieder deutlich, dass wir, selbst wenn wir aufpassen, schon immer an der oberen Bedarfsgrenze sind oder diese sogar schon überschreiten. Genau deshalb leiden so viele Pferde (mindestens 60%!) an Überfütterung und werden auch letztlich krank daran.

    WINration zeigt Dir aber auch, dass Du leicht über dem Bedarf bist, dieser macht aber, da kannst Du sicher sein, nicht krank. Du machst es mit der oben gestalteten Ration komplett richtig.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

  7. Nina sagt:

    Hallo,
    mein Problem ist, dass mein Pferd (8 jähriger oldenburger) etwas abgenommen hat. Ich reite ihn jetzt intensiver wie sonst (2 mal in der woche unterricht, 2 mal longieren und 1 mal ausreiten). Nicht übertrieben viel. Er hat sonst auch nur heu bekommen, aber weil jetzt die Rippen sichtbar sind, hat er noch kraftfutter bekommen (hafer, Gerste, mais). Das bekommt er jetzt ca 2 monate. So ganz viel hat sich an seiner Figur noch nicht getan. Das Problem ist jetzt nur das er ziemlich explosive beim reiten geworden ist. Mein reitlehrer sagte das das am hafer liegt und ich den weglassen soll. Reicht es denn wenn ich nur gerste und mais füttere?
    Ganz viele Grüße nina

  8. Hippologe sagt:

    Hallo Nina,

    zweifellos leistet Dein Pferd leichte Arbeit. Damit ist ein Kraftfuttereinsatz eigentlich nicht notwendig. Voraussetzung ist natürlich eine ausreichende Grundfuttergabe von z.B. ca. 2 kg Heu je 100 kg Lebensmasse. wir gehen mal davon aus, dass Dein Oldenburger 600 kg wiegt, er braucht demzufolge 12 kg Heu. Dazu zwei/drei Möhren und 100 ml Pflanzenöl.

    Sehr oft hören wir ähnliche Probleme, wie Du sie schilderst: Trotz zusätzlichem Kraftfutter nimmt das Pferd ab. Oft stellt sich dann aber heraus, dass das Pferd nicht genügend Grundfutter bekommen hat. Also wiege bitte einmal 12 kg Heu ab und gib 1/3 tagsüber und 2/3 nachts. Dann darf Dein Pferd nicht abnehmen, wenn es gesund ist.

    Wenn Dein Pferd Stress hat, dann könnte es sein, dass es nicht genügend frisst. Auch kann eine Überfütterung mit Kraftfutter zu starken Verspannungen beim Pferd führen, es wehr sich gegen die Arbeit.

    Und dann auch noch ein Hinweis: Sehr oft empfinden die Pferdehalter ihre Tiere als zu dünn und in Wirklichkeit sind sie genau richtig. Du darfst ruhig die Rippen erahnen und sie dürfen sich leicht durchdrücken. Kann ja sein, dass Dein Pferd durch die Arbeit etwas sportlicher geworden ist und nun der Wohlstandsspeck weg ist. Wir Pferdehalter sind schon so geeicht auf fette Pferde, dass wir denken, dass wäre der Standard. Immerhin sind 60 % aller unserer Pferde zu fett.

    Kurz und gut, lasse das Kraftfutter weg und Du wirst sehen, alles wird gut. Aber abwiegen!!

    Bitte melde Dich wieder sobald das Pferd weiter abnimmt und dann würden wir uns hier freuen, wenn Du uns gelegentlich mal Deine Erfahrungen mitteilst.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  9. Alex sagt:

    Hallo liebes Winration-Team,
    etwas bei Winration verwirrt mich ein wenig. Im Buch Nachhaltige Fütterung steht, daß man für eine ausreichende Vit.A Versorgung im Winter 1Kg Möhren füttern soll. In einem Beitrag hier schreiben Sie, daß man 2-3 Möhren füttern soll. Das ist doch ein erheblicher Unterschied. Was ist denn nun richtig ?
    Danke für Ihre Antwort.

    • Hallo Alex,

      Wir sehen da keinen Widerspruch. Gefüttert werden in aller Regel Futtermöhren. Die sind größer und schwerer als Speisemöhren. Meist sind sie in 12,5 oder 25 kg- Säcken. Einige wenige Futtermöhren, so 3 – 4, je nach Größe, wiegen etwa 1 kg. Das reicht für die Vit. A- Versorgung im Winter aus. Mehr kannst Du füttern, kostet aber, da reiner Luxus. Nur bei Robustponies bitte ganz knauserich sein. Da reicht eine Futtermöhre. Mehr kann im Extremfall, bei großem Futterüberschuss Hufrehe auslösen. Statt Möhren reicht auch irgendetwas Frisches, wie Apfel, Gras oder auch Silage. Etwa 1 kg reicht für die Vit. A- Versorgung aus. Und wenn mal nichts da ist oder extrem teuer, keine Angst, so schnell entsteht kein Vit. A- Mangel. Ein wenig Pflanzenöl bei Möhren und Co ist eine gute Wahl, denn Vit. A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen.

      Viele Grüße vom WINration TEAM

  10. Silvia B. sagt:

    Hallo liebes Winrations-Team,

    ich habe die zahlreichen Beiträge gelesen und würde mich über eine kurze Bestätigung eurerseits freuen, ob ich alles so richtig verstanden habe.

    Erstmal Hintergrundinfo zu den zwei Haflingernstuten: 22 Jahre und Sommerekzemer sowie das Ömchen mit 27 Jahre und Arthrose. Trotz der Wehwehchen aber noch recht fit, Erhaltungsbedarf bis leichte Arbeit. Beide so um 480 kg. Die Jüngere kann noch ein gutes bisschen abnehmen.

    ganztags Wiese keine weiteren Futtermittel

    Nach Weidesaison:
    2 Kg Rauhfutter je 100 kg LM (50% Heu, 50% Stroh) pro Tag
    Ca. 1ķg Möhren oder 1 bis 2 Frischobst pro Tag
    max. 50 ml Öl
    kein Kraftfutter
    Hab verstanden, Futterkalk nur wenn Getreide gefüttert wird?
    Viehsalz lieber manuell übers Futter oder geht auch ein Salzleckstein.
    Gibt es für Senioren noch etwas zu beachten oder reicht denen auch das Grundfutter?

    wie sieht es aus, tagsüber Wiese und ab ca 18 bis 08 Uhr Stall. Wie soll ich dann dosieren?

    Danke für eure Bemühungen.

    • Silvia,

      Du machst alles richtig, perfekt. Nur ein kleiner Hinweis zum Sparen: 1-2 Möhren pro Tag (alternativ 1 Apfel oder anderes Frisches) reichen vollkommen aus. Selbst Möhren und Äpfel können zur Überfütterung beitragen. Alles was süß ist schmeckt auch den Pferden, ist aber Energie, weil Zucker. Und wenn Du Stroh vorlegst, brauchst Du Dir über Calcium keine Sorgen zu machen. Nicht mehr Futterkalk zufüttern, denn ein Zuviel an Kalk, besonders für Senioren, führt zu Verkalkungen der Mikrogefäße in den Nieren. Beckstein hat den Nachteil, dass Du das Salz nicht kontrollieren kannst. Wir haben nicht selten Zuschriften, dass Pferde Durchfall haben und das vom Salzeckstein kommt. Es gibt immer wieder Pferde, die den Salzeckstein in kurzer Zeit auffressen.

      Solange Deine Senioren nicht wirklich abnehmen, musst Du sie nicht speziell füttern. Wenn sie nicht abnehmen, dann können sie Heu und Stroh gut kauen und verwerten.

      Viel Spaß noch mit Deinen Senioren wünscht Dir das WINration TEAM

  11. Sarah Arnold sagt:

    Hallo!
    Da ich ein neues Pferd habe, möchte ich dieses auch nach Ihrem System füttern. Nun habe ich von verschiedenen Seiten zum Thema Öl und Silage als Pferdefutter gegenteilige Meinungen. Können Sie mir vielleicht helfen, die richtige „Meinung“ herauszufinden ? Zum Thema Silagefütterung : Silierte Futtermittel tragen einen großen Anteil von Milchsäurebakterien in den Dickdarm ein, die dort bei einem gesunden Pferdedarm nicht vorkommen. Sie produzieren Milchsäure, die den Darm ansäuert. Dadurch sterben natürliche Darmsymbionten ab und der ganze Fermentierungsprozess läuft aus dem Ruder.
    Zum Thema Ölfütterung:Hochwertige kaltgepresste Öle in kleinen Mengen sind also schädlich auch bei Zufuhr von maximal 50-60 g/Tag?
    Wenn die Öle über 24h verteilt gegeben werden, dann nicht. Aber das ist nun mal in der Praxis in der Regel nicht möglich. Die Zugabe solcher Mengen pro Mahlzeit stört empfindlich die Darmflora und setzt damit die Raufutterverdauung herab. Ein Teufelskreis entsteht, in dem dann immer mehr Futter mit leicht verfügbaren Nährstoffen wie Öl gefüttert werden, weil das Pferd ja offenbar bei reiner Heufütterung abnimmt. Man sollte dabei nicht vergessen, dass auch Weidegras und Heu hochwertige Ölsäuren enthalten. Der Gehalt an Rohölen und -fetten in Weidegras und Heu liegt normalerweise bei ca. 2,5%, damit bekommt das Pferd bei einer 10kg Heu-Ration bereits 250g hochwertige Öle über 24h verteilt aus seinem Raufutter. 5g je kg Körpergewicht werden als absolutes Maximum betrachtet (nicht als empfohlene Tagesdosis!). Davon führt man über die Hälfte bereits über das Raufutter zu. Eine gute Raufutter-Praxis macht die Gabe von Ölen obsolet.-
    Was soll man davon halten ? Können Sie mir Ihre Erfahrungen dies bezüglich mitteilen ?
    Vielen Dank !
    Mit freundlichen Grüßen
    Sarah Arnold

  12. Hallo liebe Sarah,

    es ist nicht so einfach zu einer eigenen Meinung zu kommen, wenn man/frau die vielen Kommentare der selbsternannten Experten im Netz so liest.

    Wir halten uns da an die unabhängige (muss man/frau auch immer öfter suchen) wissenschaftliche Meinung. Und die sagt klipp und klar, dass eine hygienische, fachlich korrekt hergestellte Silage für Pferde kein Risiko darstellt und oftmals sogar der Heufütterung überlegen ist. Es ist nämlich nicht so einfach hier bei uns in Deutschland immer ideales Heuwetter zum richtigen Zeitpunkt zu haben, da gelingt es oft viel eher, angetrocknetes Gras in guter hygienischer Qualität in Silage zu verarbeiten. Das schlimmste ist Schimmel für das Pferd, alles andere ist erst einmal nachrangig.

    Das mit der Säure im Darm klingt unheimlich überzeugend und schlau, ist aber ein wenig so, wie sich klein Lieschen die Verdauung beim Pferd vorstellt. Nur einige kurze Gedanken, die zeigen, dass diese Betrachtung viel zu kurz gegriffen ist.

    Jedes Futter, auch Heu, wird im hinteren Magen mit Salzsäure richtig tüchtig eingesäuert, der pH- Wert ist kleiner als 3, das ist fast Batteriesäure. Dann aber kurz danach ist der gesunder Verdauungstrakt in der Lage, u.a. mit der Galle und der Bauchspeicheldrüsenflüssigkeit locker wieder auf neutrale pH 7 zu puffern. Und siehe da, der Dickdarm ist wieder kuschelig für die Bakterien dort und die machen ihre Arbeit dann richtig gut. Diese zielgenaue Abpufferung in mehreren Abschnitten des Verdauungstraktes funktioniert aber nur perfekt, wenn das Futter in 1 kg je Stunde kommt. Anders ausgedrückt: Das Förderband ist exakt auf 1kg/h eingestellt und kann nicht schneller und nicht langsamer laufen. Die Verdauung ist exakt auf Grundfutter synchronisiert, wie Gras, Silage, Heu und Stroh. Deshalb verlangen alle unabhängigen Experten mittlerweile 2 kg Raufutter je 100 kg Lebendmasse.

    Öl in der Fütterung hat viele, teils gute Gründe:
    – Energiegabe 200 ml Öl sind so viel wie 500 g Kraftfutter
    – Energie ohne Kauen (Senioren!)
    – Staubbindung
    – Energie ohne Eiweiß, da Eiweiß oft zu hoch bei geforderter Energie
    – Vit E- Gabe
    – Verdaulichkeit für EDKA- Vitamine (fettlösliche Vitamine)
    – Fellpflege

    Wenn Du einen dieser Gründe erfüllen willst, dann ist gegen geringere Pflanzenölmengen nichts zu sagen. 100 – 200 ml pro Tag ist überhaupt kein Problem für das Pferd, das haben alle seriösen Untersuchungen ergeben. Wegen der vielen Vorteile empfehlen wir diese geringen Ölmengen. Klar, das muss Pflanzenöl sein, wie z.B. Sonnenblumenöl. Das für den menschlichen Verzehr. Zugemischte Öle im Fertigfutter, um die Pellest zu verkleben, können auch tierische Herkunft haben. Soll nicht, ist aber schwer zu erkennen für Pferdehalter. Allerdings empfehlen wir nicht die teuren, kaltgepressten Öle. Da weiß nämlich kein Mensch, ob das mit den Ölen und dem Stoffwechsel beim Menschen auch für das Pferd gilt. Für das Pferd gibt es sehr wenig seriöse Aussagen, weil die Versuche sehr komplex und natürlich teuer sind. Das bezahlt keine Firma, weil es sich finanziell nicht lohnt.

    So, Sarah, jetzt kennst Du unsere Meinung, die sozusagen den derzeitigen Stand der Technik wiedergibt. Mach was draus.

  13. Sarah Arnold sagt:

    Hallo !
    Erst mal vielen Dank für Ihre kompetente Beantwortung meiner Fragen. Ich hätte da noch eine. Wir haben es uns erlaubt, die Silage, die unsere Pferde bekommen auf den ph-Wert zu untersuchen. Dieser liegt nun leider nicht im empfohlenen Bereich. Die Silage selbst sieht eigentlich gut aus und riecht säuerlich. (Denke ich zumindest). Nun meine Frage: Was passiert, wenn eine Silage nicht im optimalen ph-Bereich liegt ? Dazu habe ich leider nichts genaues gefunden.

    Danke schon mal im voraus
    Sarah Arnold

    • Hallo Sarah,

      der saure pH- Wert zeigt, dass die Silage möglichst rasch eingesäuert wurde und deshalb die Konservierung gelungen ist. Ist die Silage nicht sauer genug, können Bakterien überleben und Verderb schreitet fort. Je nach pH- Wert mehr oder weniger schnell. Wenn Du Zweifel hast, dass eine Silage in Ordnung ist, dann kannst Du eine Probe an die Lufa in Deiner Region schicken. Frage die, wie Du die Probe einschicken sollst, denn während des Transportes zur Lufa kommt ja Sauerstoff an die Probe und Verderb schreitet fort und verfälscht das Ergebnis. Die Lufa untersucht die Probe auf Keime und teilt Dir mit, ob die Silage problematisch ist. Du musst der Lufa nur mitteilen, dass es sich um Ballensilage für Pferde handelt. Falls Du nicht weißt, was Lufa ist, dann schaue hier und suche Dir die Lufa in der Nähe aus.

  14. Alexandra sagt:

    Hallo Winration-Team,
    ich habe seit Oktober 2016 ein Problem mit einer Friesenstute hier im Stall. Zur Vorgeschichte: Sie hatte vor 3 Jahren schwere Magengeschwüre, welche erfolgreich behandelt wurden und auch versucht wurde, den Streßfaktor auszuschließen. Bis Oktober 2016 nahm sie wieder schön zu und man konnte wieder mit ihr arbeiten. Dann kam leider eine Kolik, sie stand drei Tage in der Klinik, natürlich mit fast keinem Rauhfutter und Streß pur ! In der Klinik wurde eine Magenspiegelung gemacht, man konnte jedoch nichts feststellen, es hieß kein Magengeschwür vorhanden. Der Auslöser der Kolik blieb unbekannt. Seit dem habe ich allerdings das Problem, daß die Stute nach dem Klinikaufenthalt sehr abgebaut hatte und ich noch keine Maßnahme gefunden habe, damit sie wieder zunimmt. Vielleicht haben sie einen Vorschlag.
    Momentan bekommt sie folgendes:
    Heu (2.Schnitt ext., anderes frißt sie nicht) so viel sie möchte. Es sind allerdings meistens nur so zwischen 9 – 11 Kilo. An die Strohraufe (mit engm. Netz 3cm) geht sie auch, kann allerdings nicht sagen wie viel sie dort frißt.
    Kraftfutter: 200 g Luzernehäksel , 200g Mash (Alpenkräuter von Agrobs), 100g Reiskleie, wenn sie ca. 2 Std. im Gelände geritten wird noch 150g Hafer dazu. 50g Magnolythe S100 (Mineralfutter von IWEST)
    Noch mehr Kraftfutter traue ich mir nicht zu geben, wegen dem Magen.
    Die Stute hat ein Stockmaß von 1,67 m und wird ca. 4-5 mal die Woche geritten, wobei davon vielleicht nur 1-2 mal an leichte Arbeit herankommen. Ich muß gestehen, für einen Muskelaufbau wahrscheinlich zu wenig. Die Rippen sind gut zu spüren, aber noch nicht zu sehen, allerdings stehen die Hüfthöcker sehr deutlich hervor, Rücken und Kruppenmuskulatur so gut wie nicht vorhanden.
    Danke im voraus !

  15. Hallo Alexandra,

    grundsätzlich gilt, dass Pferde mit dieser Arbeitsleistung kein oder nur sehr wenig Kraftfutter bekommen dürfen. Wenn Kraftfutter, dann besser ohne Stärke, da stärkefreies Kraftfutter besser vor dem Dickdarm verdaut wird und das bakterielle Gleichgewicht des Darms nicht stört (Dysfermentation und Dysbiose).

    Grundsätzlich gilt auch, dass Muskeln nicht angefüttert, sondern antrainiert werden müssen. Meist kaschiert eine üppige Fütterung mit ihrer Fettschicht nur die nicht vorhandene Muskulatur. Wenn das mit dem Füttern so klappen würde, dann hätten wir hier alle einen Waschbrettbauch … .

    Das A und O der Fütterung ist das Grundfutter, also z.B. Heu. Die Menge ist offensichtlich gut. Wenn Du das Gefühl hast, das Pferd ist unterversorgt, dann solltest Du vorsichtig, bedächtig gegensteuern. Auf keinen Falles irgendwelche Sachen in das Pferd füttern.

    Unser Vorschlag: Nur Grundfutter, natürlich gute Qualität. Dann stärkefreies Kraftfutter: 2×250 g Trockenschnitzel mit je 50 ml Pflanzenöl und je einem Teelöffel Futterkalk sowie ein wenig Salz (jodfrei!), wenn das Pferd Salz nimmt. Kein Salzleckstein. Zu den Trockenschnitzeln, die natürlich in die ca. vierfache Menge Wasser eingeweicht werden müssen, kannst Du noch je 100g Sojaschrot geben. Ein wenig Frisches (ca. 1 kg), wie Gras, Möhren, Apfel, usw. und schon ist die Ration perfekt. Auf die ganzen Zusatzfutter, die Du da fütterst, kannst Du getrost verzichten.

    Wenn es geht, wäre eine Verteilung der täglichen Futtermenge auf drei Portionen noch besser.

    Jedenfalls hast Du durch das Kraftfutter eine Gabe Energie (Trockenschnitzel, Öl), hochverdauliches Eiweiß für die Muskelbildung (Sojaschrot oder Sojaextraktionsschrot), Kalk für den Knochenbau, Salz für die Wasserspeicherung und Vit. A aus dem Frischen.

    Fange damit mal ganz langsam an und beobachte Dein Pferd. Geduld ist aber nötig, denn Futterumstellungen benötigen immer Zeit beim Pferd. Geduld und den Grundsatz viel hilft nicht viel beherzigen.

    Wenn das Futter wirksam wird bezüglich des Gewichtes, genau beobachten und eventuell so individualisieren, dass Deine Friesenstute nicht fett wird.

  16. Doris sagt:

    Sg.Winteam!

    Ich habe ein Quarter Horse 3 1/2 jährig und ein 9 jähriges Shetlandpony.
    Beide Wallach.
    Es wird mit dem Quarter noch nicht gearbeitet.
    Pony wird nur sehr wenig geritten.
    Derzeit
    24 Stunden Weide und einen Karpatensalzastein.

    Nun meine Frage
    Was füttere ich jetzt im Herbst wegen dem Fellwechse dazu?

    Die Pferde bleiben bis zum 1. Reiftag draußen, dann kommen die Pferde nur Nacht in den Stall
    Tagsüber kommen sie auf die Koppel.
    Sie bekommen Heu und einen Salzstein.
    Was füttere ich im Winter dazu?
    Entwurmt werden sie am letzten Weidetag,
    wenn man ein Pferd entwurmt sollte man da auch etwas dazufüttern?
    Ist doch eine Belastung für das Immunsystem, oder?

    LG Doris

    • Hallo Doris,

      Du machst eigentlich alles richtig. Vorbildlich. Wir würden zu Deinem Beitrag folgende Anmerkungen machen wollen:

      1. Die Wurmkur im Herbst muss gegen Magendasseln wirksam sein. Wegen der möglichen Resistenz dieses Präparat nur im Herbst nehmen. In der anderen Zeit muss nicht gegen Magendasseln entwurmt werden. Gegen Magendasseln musst Du genau 6 Wochen nach der Eiablage entwurmen, dann haben sich die aufgeleckten Eier entwickelt. Deshalb ist eine Terminierung der Entwurmung bei Beginn der Aufstellung nicht immer zielführend. Gib mal hier das Suchwort „Dassel“ ein, dann findest Du mehr Infos.

      2. Du benötigst keine Vit. D- Gabe, denn Deine Pferde sind täglich mindestens 1 Stunde am Tageslicht. Vit. D im Übermaß ist richtig giftig!

      3. Salz ist Salz und Du kannst auch den heimischen nehmen. Das ganze Gerede über die besonderen Salze ist, Entschuldigung, dummes Zeug. Regionales Salz ist einfach nachhaltiger und genauso gut. Bitte kontrolliere, besonders im Winter, ob die beiden Pferde auch den Salzleckstein benutzen. Sonst Salz versuchen zuzufüttern.

      4. Ab der Aufstallung und zum Fellwechsel täglich (kommt auf 1 Tag nicht an) etwas Frisches (Vit. A), wie z.B. 1 Apfel, 1 Birne, 1-3 Karotte, usw. zusammen mit etwa 50 ml Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl 1.-/Liter) und 1 Esslöffel Futterkalk (kohlensaurer Kalk, CaCO3). Das Pony immer halbe Menge! Selbst Karotten oder Äpfel können im Übermaß wegen des Zuckergehaltes Hufrehe auslösen!
      5. KEIN Kraftfutter. Bis mittlerer Arbeit benötigen Pferde kein Kraftfutter. Wollen die Produzenten nicht hören, ist aber so!
      6. KEIN zusätzliches Mineralfutter, denn die Versorgung ist durch das Heu und Frisches (Vit. A), Öl (Vit. B6 und B12), Vit. D3 durch Sonnenlicht und Ca durch Futterkalk ausreichend. Viel hilft nicht viel.
      7. Wenn Du hast, kannst Du auch neben dem Heu Stroh anbieten.
      8. Je nach Wetter und Boden ist es im Winter durchaus ratsam, die Pferde mal im Stall zu lassen, damit die Pferde die Grasnarbe nicht durchtreten.

      Jetzt, Doris, siehst Du, wie das WINration TEAM denkt und Du siehst, Du machst es einfach richtig. Lasse Dich nicht von den ganzen Geheimtipps und Guru- Ratschlägen verrückt machen.

      Viele Grüße vom WINration TEAM

  17. Tanja sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich finde im Internet keine Antwort auf meine Fragen deswegen bitte ich Euch , vielleicht könnt Ihr uns helfen?!

    Mein Shetty macht mir im Moment seit langem wieder Sorgen.
    Hufrehe und Magen waren die Probleme letztes Jahr.
    Wir hatten in den letzten Monaten einige Probleme mit Verstopftungskoliken, weil sie Stroh inhaliert und zu wenig trinkt.

    Bei der letzten Kolik hat sie anstelle von Heu nur 2,5 kg Heucobs bekommen plus 30 Gramm Leinsamen plus Schuss Leinöl. So hab ich mehr Flüssigkeit in sie bekommen, Verdauung lief wieder.

    Aber seit dem steht sie kurz vorm nächsten Reheschub und lahmt wieder. Denke der Zusammenhang besteht mit den Leinsamen und Heucobs, weil gehaltvoll.
    Stroh habe ich jetzt komplett weggelassen, es gibt “ nur“ noch 3 kg Heu und das gewässert. Mindestens 2 Stunden.
    Das Stroh hat ihr immer Beschäftigung geben, Heucobs gibt es jetzt auch Nicht mehr.Sie war jetzt so sauer und hat angefangen Erde zu fressen.

    Ich ziehe das jetzt erst Mal durch mit nur Heu ohne alles um zu gucken, ob das mit der Verdauung klappt.
    Großes Problem nun….sie trinkt höchstens 1 Liter reicht das nasse Heu aus??? Die äppel werden nämlich wieder etwas trocken und fester.
    Hab schon alle möglichen Tricks versucht, ignoriert sie
    Mir wurde nun zu unmelassierten Rübenschnitzeln geraten um Wasser ins Pony zu bekommen.
    Aber sie braucht eigentlich gar kein Kraftfutter und nicht dass das den Reheschub entgültig auslöst?

    Zweite Frage das Futter meines alten Trabers hat sich wie folgt eingependelt ( ich musste Quetschhafer gegen Haferflocken tauschen, da der Quetschhafer komplett wieder rauskommt. Haferflocken finde ich in den Äpfeln keine.

    500 Gramm Rübenschnitzel
    500 Gramm Maisflocken
    500 Gramm Gerstenflocken
    500 Gramm Haferflocken

    200 Gramm Soja
    Ca 200 ml Öl

    Aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten.
    Ist das so vertretbar?

    Rüben Schnitzel habe ich erst wieder angefüttert, da sie im Sommer immer sauer wurden.
    Nur Rüben Schnitzel frisst er nicht gerne.

    Soooo jetzt hab ich mir meine Fragen von der Seele geschrieben, vielleicht habt ihr noch einen Tipp

    Liebe Grüße Tanja

  18. Hippologe sagt:

    Hallo Tanja,

    da bist Du ja wieder. Wir kennen uns ja schon länger, deshalb weisst Du, dass eine Ferndiagnose nicht unsere Sache ist und wir lieber grundsätzlich antworten können. Aber das hilft oft schon.

    1.
    Dass Pferde nicht immer genügend saufen, ist in der Wissenschaft bekannt. Die Gründe sind aber unbekannt. Wie kannst Du die Wasseraufnahme verbessern? Ein Schuss Apfelsaft in das Trinkwasser oder einen Tropfen Anisöl. Soll angeblich super klappen. Muss aber nicht. Da bleibt nur die Möglichkeit, Saftart und Ölart (Fenchel, Kümmel, …) zu variieren. Ein anderer Ansatz ist Salz (Nicht jodiert!!). Salz ist hygroskopisch, meint wasserziehend und somit wasserhaltend. Versuche das Pony Salz aus der Hand schlecken zu lassen oder gebe einen gestrichenen Esslöffel Salz (Aldi und Co) auf 1 l Wasser. Nicht mehr, sonst entzieht das Salz das Wasser aus dem Körper. Du kannst auch mal eine körperangepasste (iostonische) Tränke versuchen: 1.000 ml H2O – 8,6 g NaCl (Salz, bitte nicht jodiert!!!!!) – 0,3 g KCl Kaliumchlorid – 0,33 g CaCl2 Calciumchlorid
    oder
    1.000 ml H2O – 8,6 g NaCl (Salz, bitte nicht jodiert!!!!!) – 1 g Pottasche (K2CO3) (das aus der Küche)
    Wenn Du das zum Tränken nimmst, dann bist Du sicher, dass das Pony genügend Mineralien hat. Du bietest davon soviel an, wie das Pony säuft. Also, es darf ruhig mehr als 1 Liter sein, muss aber immer das o.g. Verhältnis haben. Nicht zuviel und nicht zu wenig. Mangel oder Überschuss des Trinkwassers würden sich sonst auf den Wasserhaushalt des Tieres auswirken, weil in der Chemie sich immer Lösungen angleichen.
    2.
    Rehetypen dürfen kein!!!!!! Kraftfutter, oder auch anders ausgedrückt: Runter mit Fett, Zucker und Mehl! Also niemals Rübenschnitzel (haben mehr Energie als Hafer!!!!), Leckeres, Äpfel, Möhren und Leinsaat. 1 Teelöffel Öl und eine kleine Möhre sind am Tag o.k.. Mit Möhren und / oder Leckeres kannst Du Rehe auslösen. Heu und Stroh sind nach wie vor angesagt, wenn Du das Saufen auslösen kannst. Dann muss auch nichts mehr eingeweicht werden.
    3.
    Der Traber fühlt sich doch wohl, also ändere nichts. Never change a winning Horse. Einzig die Gerste könntest Du mit dem Hafer ersetzen (1:1). Dann kriegst Du noch weniger Energie in den Darm (Fehlgährungsgefahr).

    Was meinst Du, hilft Dir das weiter? Sonst weisst Du ja wie Du uns findest.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

  19. Tanja sagt:

    Vielen Dank das Ihr Euch die Zeit nehmt, um so ausführliche Antworten zu schreiben!
    Das hilft mir auf jeden Fall weiter und das Grundlegende definitiv.

    Also beim Pony werde ich das mit dem Anisöl noch mal testen, das hatten wir noch nicht 😉
    Salzleckstein hatte ich auch versuchsweise, aber der wird gegessen wie Kraftfutter…hab ich ganz schnell wieder entsorgt.
    Das Einweichen vom Heu hatte man mir gesagt, damit sich die Kohlenhydrate / Zucker auswaschen und das Heu weniger gehaltvoll ist.
    Ist das nicht notwendig? Oder nur vorerst?

    Zu der isotonischen Tränke, Kaliumch. und Calciumchlorid bekommt man das in der Apotheke?
    Und was ist Pottasche?
    Werde mich dami mal auseinander setzen 😉

    Beim Traber wollte ich nichts ändern, nur hören ob die Menge okay ist. Er fühlt sich definitiv wohl und ich habe kein Änderungsbedürfnis 😉

    1000 Dank an Euch von uns!!

    Liebe Grüße Tanja

  20. Hippologe sagt:

    Hallo Tanja,

    damit wir nicht aneinander vorbeireden: Anisöl nur 1-2 Tropfen, nur zum aromatisieren. Natürliche Aromaöle bekommst Du auch in kleinen Mengen in der Apotheke.

    Pottasche gibt es in der Apotheke und in vielen Lebensmittelgeschäften, denn Pottasche ist, gerade in der Weihnachtszeit, eine übliche Backzutat. Alle anderen Chemikalien gibt es auch in der Apotheke. Nichts Besonderes.

    Gut, Salzleckstein wird aufgefuttert, dennoch braucht Dein Pferd Salz, also Natrium und Chlor. Das musst Du dosieren. Gut wäre, wie beschrieben, im Tränkwasser oder etwa 1 -2 Teelöffel aus der Hand schlecken lassen. Vielleicht speichert die Kleine dann das Wasser besser.

    Ja, und das mit dem Auswaschen ist so eine Sache. Dann müsste das Wasser hinterher ja süß sein! Glauben wir das? Der Zucker ist zwar wasserlöslich, ist doch aber im Grashalm nicht lose vorhanden. Wir sind davon nicht überzeugt. Wir können ja mal versuchen die Schokolade vorher zu wässern, vielleicht saniert das unsere Hüften. Wieder ernsthaft: Nur wenn Dein Pony ordentlich kaut ist sie beschäftigt und nur dann speichelt sie ordentlich ein. Also kriegt sie Wasser in den Verdauungstrakt und genau das willst Du ja. Dann könnte es sein, dass sie besser säuft. Also: Heu und Stroh, so wie es ist.

    Liebe Grüße in die Eifel vom WINration TEAM

  21. Tanja sagt:

    Super vielen Dank für die ehrliche Antwort
    So werde ich das umsetzen.

    Liebe Grüße Tanja

  22. Alexandra sagt:

    Hallo liebes Winration-Team,
    im Mai diesen Jahres haben Sie mir eine Futterempfehlung für meine Friesenstute gegeben. Sie war bzw. ist noch immer sehr dünn. Ihre Empfehlung von 2×250 g Trockenschnitzel mit je 100 g Sojaextraktionsschrot und Öl haben wir nun nochmals um ein drittel erhöht. Wenn mit ihr intensiv gearbeitet wird, bekommt sie noch 500 g Hafer dazu. Ist das ein Zuviel an Trockenschnitzel ? Heute waren wir mit der Stute in der Klinik, da ein sehr großes Sarkoid entfernt werden musste. Der Tierarzt empfahl mir, dem Pferd doch 3×2 kg Hafer oder Stutenfutter zu füttern !!! Das halte ich jetzt aber für sehr fahrlässig ! Er war der Ansicht, daß Rübenschnitzel ein minderwertiges Futtermittel sei und fürs Auffüttern von Pferden nicht geeignet ist. Ausserdem dürfe die Stute kein Stroh aus der Strohraufe (mit 3x3cm Netz) fressen, da das viele Lignin sehr schlecht für die Darmbakterien seien. Die Stute hat Heu soviel sie fressen mag, frißt aber leider nur so um die 8-9 kg. Was halten Sie von diesen Aussagen ?

  23. Wir wollen uns mal, Alexandra, ganz vorsichtig äußern (das Kopfschütteln sieht ja keiner):

    Zum Auffüttern, also zum Dickerwerden, benötigt es Energie, ein Treibstoff und nicht Eiweiß. Trockenschnitzel eignen sich hier extrem gut, weil schmackhaft, energiehaltig (Zucker), nicht staubig und für ältere Pferde mit Zahnproblemen ideal aufzunehmen. Und jetzt kommt der wertvollste Grund für Trockenschnitzel: Sie sind nicht stärkehaltig und es wird so in größerem Maße verhindert, dass die unverdaute Stärke in den Blind- und Grimm-Darm gelangt und dort es zu den gefürchteten Fehlgährungen (oft Kolik!) führt. Hafer allerdings hat seine Energie in Form der Stärke. Und genau die, im Gegensatz zum Zucker, wird vom Pferd relativ schlecht verdaut und wandert in die hinteren, bakteriell arbeitenden Därme mit der Folge der möglichen Fehlgährung.

    Da Hafer mehrheitlich Eiweiß und weniger aus Energie enthält, ist das Ausfüttern mit Hafer nicht zielführend. Zumal Dein Pferd mit Soja extrem hoch verdauliches Eiweiß, ideal für ältere Pferde, bekommt.

    Nach heutiger, wissenschaftlicher Sicht ist die Gabe von 6 kg Hafer nicht tiergerecht!! Das Kolikrisiko erhöht sich um den Faktor 5!

    Auch amerikanische Forschungen sagen klar, dass es nicht zu verantworten ist, Großpferden mehr als 2,5 kg Kraftfutter am Tag zu füttern. Anderenfalls steigt das Risiko für Koliken, Hufrehe und Magengeschwüre.

    Die Verfütterung von bis zu 50% Stroh in der Rauhfutterration ist nach Aussage fast aller Wissenschaftler risikolos und für Sportpferde (kein Wachstum, keine Trächtigkeit, keine Laktation) vorteilhaft. Das kann ein Tierarzt alles in den Skripten der Tierärztlichen Hochschule Hannover nachlesen. Das ist Lehrmeinung. Mal ganz davon abgesehen, das Pferd ist auch heute noch perfekt an das Futter in der Steppe angepasst. Und was wächst da? Richtig, Gras! und zu fast allen Jahreszeiten ist das Gras verstroht. Ach ja, Getreide sind Gräser. Das bestätigen alle Botaniker.

    Um es zusammenzufassen: Dann sollte ein Tierarzt wissen, dass Pferde generell mit Grundfutter (Heu, Stroh, Silage, Gras) gut zu ernähren sind. Für ältere Pferde kann es notwendig sein, dass mit Zusatzfuttermitteln darauf eingegangen wird, dass das ältere Pferd schlechter verdaut. Genau das haben wir Dir geraten, deshalb Trockenschnitzel, Soja und Öl.

    Mehr ist aus unserer Sicht dem Tierarzt nicht zu sagen.

    Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  24. Alexandra sagt:

    Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort !
    Damit kann ich dem Tierarzt den Wind aus den Segeln nehmen.
    Ich werde meine Stute weiterhin nach Ihren Empfehlungen füttern. Können Sie mir bestätigen, dass meine Futtererhöhung ok ist ? Ist eine Eiweiss- und Energieüberschreitung akzeptabel, solange die Stute noch dünn ist, oder besteht die Gefahr, dass sie wiederum Energie aufbringen muss um den Eiweissüberschuss abzubauen ? Wo kann man die wissenschaftliche Aussage über Strohfütterung nachlesen? Dieser Punkt kommt im Stall immer wieder hoch. Die Ansicht, Stroh wäre schlecht für Pferde hält sich ziemlich hartnäckig.
    Vielen Dank !

  25. Hallo Alexandra,

    zunächst einmal für Dich: Deine Friesenstute hat ja, so unser Stand, keine Kolik mehr gehabt, nachdem Du uns geschrieben hast. Also hast DU doch nichts falsch gemacht. Ein gewisser Überschuss bei Eiweiß und Energie ist bei Deinem Pferd durchaus tolerabel. Zu strickt darfst Du die errechneten Bedarfe nicht nehmen, denn jedes Pferd ist ja individuell zu sehen, so verdauen einzelne Pferde effektiver als andere und sind deshalb bessere oder schlechtere Futterverwerter.

    Zwei wesentliche Quellen zur Strohfütterung kann ich Dir geben und die sehen folgende Obergrenzen (natürlich immer nach langsamer Gewöhnung, aber das weißt Du ja):

    Meyer/ Coenen: Pferdefütterung, (Enke), Stuttgart 2014: max. 1 kg je 100 kg Lebendmasse und Tag, also 5 -6 kg Stroh je Großpferd und Tag

    Kamphues u.a.: Supplemente zur Tierernährung für Studium und Praxis, (Schaper), Hannover 2014: max. 10g TM je 1kg Lebendmasse und Tag, also 6-7 kg Stroh je Tag.

    Auch diese Zahlen sind Anhaltswerte und das Futter keinesfalls mit der Küchenwaage zu portionieren. Wichtig ist aber, und das schreibe ich für die vielen Mitlesen, einmal die Futtermenge abzuwiegen, denn vielfach werden gerade die Grobfuttermittel total unter- oder überschätzt.

    Viele Grüße vom WINration TEAM

  26. Alexandra sagt:

    Hallo,
    zum Thema „Salz“ bräuchte ich eine Information. Ich füttere das Salz immer mit dem Zusatzfutter (15 g Stalz, 30g Öl, 1Kg Karotten, evtl. kleine Menge 200g Hafer ) dazu. Diese Mischung bekommt mein Pferd immer nach der Arbeit, da eine Fütterung in kleinen Portionen im Offenstall nicht vorgesehen ist. Wenn es leicht geschwitzt hat, erhöhe ich die Salzmenge auf 30g. Ist die Menge an Salz pro Mahlzeit in Ordnung, oder gibt es da eine Obergrenze ? In der Berufschule(Pferdewirt)in München wird von einer händischen Fütterung von Salz abgeraten. Es könne den Magen reizen und Magengeschwüre begünstigen.
    Danke im voraus für Ihre Antwort.
    Mfg Alexandra

  27. Hallo Alexandra,

    in freier Wildbahn gehen Pferde an Salzquellen, wie Steinsalze, um daran zu lecken und Salz aufzunehmen. Auch die Salzlecksteine sind nichts anderes als Salz. Wenn also die Berufsschule in München meint, das alles sei für Magengeschwüre verantwortlich, dann weiß ich nicht, wie gerade im Süden, weit von den salzhaltigen Meeren, Salz in die Pferde kommen soll. Aus den heimischen Futtermitteln bekommen die Pferde im Süden jedenfalls kein Salz. Das ist alles sehr fraglich mit der Meinung der Berufsschule in München.

    Zum Grundsatz: Salz ist Natriumchlorid (NaCl). Der Bedarf wird in der Pferdefütterung immer über Natrium (Na) beschrieben. Natriumclorid ist also Na + Cl. Beides zusammen ist 100%. In Natriumclorid sind ca. 40% Na und 60% Chlorid. Für die praktische Pferdefütterung gilt: 1 g Na = 2,5 g Salz oder 1g Salz = 0,4 g Salz.

    Der Natriumbedarf steht genau für alle Lebendmassen und Arbeitsleistungen in Futterwerttabellen. Da kann ich Dir einfach nur raten, die Tabellen aus dem Pferdewirtprüfungsband 8 zu nehmen. Unter Medien findest Du die bibliografischen Angaben.

    Jetzt kommt aber etwas ganz Wichtiges: Der Salzgehalt in Futtermitteln ist im Norden doppelt so hoch als auf der Linie Frankfurt und noch einmal halb so groß als Frankfurt auf der Linie München. Wenn Du also wissen willst, was denn so an Natrium durch das Futter kommt und Du den Rest auffüllst, dann musst Du den Natriumgehalt in Bayern halbieren, im Norden verdoppeln. Die Futtertabellen nehmen also Frankfurt/M. als Standard.

    Und noch ein Grundsatz: Salzlecksteine sind durchaus problematisch, weil Pferde nicht sicher den Bedarf aufnehmen, sondern ein Teil der Tiere Salzlecksteine verweigert oder andere wieder auffressen. Natriummangel und Natriumüberschuss ist aber problematisch, weil Natrium , besseres Salz im Körper, den Flüssigkeitshaushalt des gesamten Körpers reguliert. Zu viel Salz führt zu Wasserentzug aus dem Körper in den Verdauungstrakt und letztlich Kotwasserausscheidung. Zu wenig Salz sorgt auch für zu wenig Wasser im Körper, weil Salz wasserziehend ist und in passender Menge Wasser hält. Ein Entgleisen des Wassergehaltes führt durchaus zu lebensbedrohenden Situationen. Beim mensch ist z.B. ein normales Paket Salz tödlich!

    Jetzt kennst Du die Meinung des WINration TEAM.

  28. Doris sagt:

    Hallo liebes Wintaem!
    Ich bin’s eure Doris,
    So mein Quarter ist nun eingeritten ( 4 jähriger Wallach)er leistet jetzt 4 x die Woche mittlere Arbeit.
    Was sollte ich jetzt füttern :Hafer, Futterkalk, Apfel Mören Kraftfutter oder Mineralfutter?
    Könnt Ihr mir da jetzt bitte helfen.
    Jetzt im Sommer ist der Quarter und das Pony 24 Stunden Weide und einen Leckstein.

    Mgf Doris

    • Hallo Doris, wir sind es, Dein WINration TEAM. Das schöne Wetter und die Brückentage haben uns verführt und deshalb die etwas längere Wartezeit auf Deinen Beitrag.

      Dein Quarter ist 24 h auf der Weide. Das ist für die meisten Pferd, wenn es sich nicht um Robustrassen handelt, optimal. Voraussetzung ist jedoch, dass die Weide auch genügend Futter liefert. Deine beiden Pferde werden wohl 60 – 70 kg Gras am Tag fressen. Anders ausgedrückt, 50 – 100 Quadratmeter Weide werden wohl pro Tag abgefressen. Wenn das Futter ausreicht und ständig Wasser vorhanden ist, dann benötigen die Tiere kein zusätzliches Futter. Da Du einen Salzleckstein anbietest, ist auch genügend Natrium vorhanden. Woran erkennst Du, dass genügend Gras vorhanden ist? Ganz einfach: Wenn die Pferde Gewicht verlieren, dann haben sie nicht genügend zu Fressen. In diesem Falle legst Du einfach Heu oder auch Stroh auf die Weide. Achte bitte darauf, dass die Pferde die Weide nicht rasiermesserkurz abnagen, weil in diesem Falle die Wachstumszonen der Gräser beschädigt werden. Die Weide wächst nicht mehr so gut nach. Des Weiteren, das weisst Du aber bestimmt, dürfen die Pferde die Gräser nicht mit den Wurzeln herausreißen. Dass passiert gerne, wenn nicht genügend Gras zum Fressen ist. Die Gefahr ist, dass Deine Pferde eine Sandkolik eine bekommen können. 1 – 2 Esslöffel Futterkalk wären sicher ratsam. Aber nur, wenn Ihr keinen kalkhaltigen Boden habt. Da frage mal die Bauern in der Umgebung. Damit Du den Futterkalk (CaCO3) in das Pferd bekommst, kannst Du es zusammen mit einer Möhre oder Apfel, Birne reichen. Die Möhre oder das Obst brauchen die nicht, schließlich sind alle Vitamine im Gras.

      Das ist schon die optimale Fütterung für Deine Pferde. Bei leichter bis mittlerer Arbeit benötigen Pferde kein Kraftfutter!! Lasse Dir kein schlechtes Gewissen machen, Viel hilft nicht Viel!

      Viele liebe Grüße vom WINration TEAM

  29. Doris sagt:

    Oje, habe noch was vergessen.
    Sollte ich täglich Hafer geben oder nur nach dem Reiten und wieviel Hafer?
    Wenn ich Futterkalk gebe, dann sollte ich keinen Hafer füttern oder doch?
    Futterkalt sollte ja nicht mit Hafer gefüttert werden oder?

    Liebe Grüße
    Doris

    • Hippologe sagt:

      Oje, dann wollen wirkmal antworten.

      Wir empfehlen Dir, solange kein Kraftfutter zu füttern, solange Dein Pferd nicht abnimmt. Nur wenn es abnimmt, bekommt Dein Quarter nicht genügend Futter von der Weide. Um es noch einmal deutlich festzuhalten, ein Pferd bekommt von der Weide genügend Futter für leichte bis mittlere Arbeit. Wenn das Futter auf der Weide nicht ausreicht, dann lege Heu oder Stroh vor.

      Damit Du es uns glaubst:
      1. Deine (ungedüngte) Weide wird ca. 1,5 MJ Energie/1kg und 200 g/kg Trockenmasse enthalten.
      2. Dein Quarter wird etwa 14 kg Trockenmasse (= 70 kg Gras) pro Tag bei mittlerer Arbeit aufnehmen
      3. Mit 70 kg Gras hat Dein Pferd im Frühjahr 100 MJ und im Spätsommer 80 MJ pro Tag aufgenommen.
      4. Der Bedarf bei mittlerer Arbeit ist etwa 82 MJ/Tag.
      Also: Alles gut mit der Weide. Die Notwendigkeit für ein Kraftfutter ist nicht erkennbar!

      Das mit dem Hafer und dem Kalk haben wir nicht verstanden. Gerade wenn Getreide gefüttert wird, dann benötigen Pferde sehr oft Kalk. Warum? Die Getreidehüllen enthalten zur Stabilität sehr viel Phosphor. Dann wird das gewünschte Verhältnis Calcium : Phosphor = 2 : 1 nicht mehr erreicht. Und dieses Verhältnis der beiden Minerale ist sehr wichtig, weil der Knochen genau in diesem Verhältnis besteht und etwa alle 6 Wochen komplett, natürlich nach und nach, ausgetauscht wird. Stelle Dir eine Ziegelwand vor, bei der kontinuierlich ein Stein ausgetauscht wird und nach 6 Wochen ist die Mauer komplett erneuert. Und wenn die nachgelieferten Mineralien „minderwertig“ sind, dann leidet die Knochensubstanz darunter.

      Haben wir Dich jetzt überzeugt?

      Viele liebe Grüße aus dem Hohen Norden vom WINration TEAM

  30. Tanja sagt:

    Hallo liebes WINration Team,

    ich brauche wieder mal Eure Hilfe bzw. einen Rat.
    Mein 29. Traberwallach ist zum Ende des Wintes/ Frühjahr super mit seinem Futter
    ( Rübenschnitzel,Haferflocken, Soja und Öl, Heucobs ) klar gekommen.
    Klar das er dünner ist, als früher…aber das habe ich jetzt schon akzeptiert 😉
    Mit Anfang der Weide im Mai, habe ich Rübenschnitzel, Soja & Öl abgesetzt.
    Heucobs und Haferflocken bekommt er noch, sowie Heu und Stroh 24h.
    Weide 6-8 Stunden, die Weide ist momentan recht kurz…so das sie jetzt langsam wieder auf eine neue volle Weide kommen.

    Nun mein Problem seit Anfang Mai hat jetzt hat er massiv an Gewicht abgebaut.
    Eigentlich bin ich sehr erschrocken darüber, weil er normal immer mit der Weide dicker wurde.
    Ist das auch normal beim Alten Pferde???

    Rübenschnitzel kann ich im Sommer nicht füttern, da mir die anfangen zu gären.
    Was ist die Alternative?????
    Es gibt noch die Speedy Beets, aber die sind entzuckert und ohne Melasse. Also ehr zum Abnehmen:-)
    Mir wurde nun von Agrobs, das Kraftparket empfohlen.
    Das ist eine Mischung aus eiweißreichen Heucobs, Luzernecobs und Maiscobs. Diese sollen auch Eiweiß und Enerie liefern.
    Soja hatte ich abgesetzt weil Eiweiß im Gras und Öl zum Gras gab Kotwasser….
    Könnt ihr uns helfen oder zu etwas raten?
    Oder ist das nun der Punkt wo ich akzeptieren muss das er so abnimmt??

    Ich wäre sehr dankbar falls ihr noch einen Tip habt, oder einen Futterplan 🙂
    Ich habe jetzt schon so viel gelesen und es gibt 1001 Möglickeit, was man alles füttern kann für`s alte Pferd und mir raucht der Kopf 😉

    Ganz liebe Grüße Tanja

    • Hallo Tanja,

      wir kommen jetzt zu einem Pinkt, wo eine Fernberatung schwierig wird. Dein Pferde bekommt Weide, 24 h Heu, Haferflocken und Heucobs. Da eventuell zu vermuten ist, dass Dein Traber nicht genug Gras bekommt, wäre Heu auf der Weide eine gute Idee. Dein Kraftpaket ist auch nur normales Futter. Da hast Du ja bald bessere Futtermittel im Angebot: Soja (hochwertigstes Eiweiß), Öl (höchstdosierte Energie, mehr geht nicht) und Trockenschnitzel.

      Wenn das vorher gut funktionierte, dann bleibt ja nur der Paddock für das Pferd und die Fütterung bleibt wie sie war.

      Wenn das Abnehmen nur an zuwenig Futter liegt, dann nimm anstelle der Rübenschnitzel Quetschhafer und versetze den mit 10% (Gewicht) Öl( 1 kg Quetschhafer + 100 ml Pflanzenöl. (Rapsöl, Sonnenblumenöl, das ist völlig ausreichend). Alles andere bleibt.

      Möglich sind natürlich auch ganz andere Umstände: Stress auf der Weide, weil Futtermangel herrscht, zu rasche Futterumstellung, beginnendes Leber-/Nierenversagen?

      Du siehst, es wird immer schwieriger Dir einen Rat aus der Ferne zu geben. Aber bedenke bitte: Das schlechteste, was Du tun kannst ist, jeden Tag etwas anderes zu versuchen. Das geht beim Pferd nicht so rasch, das mit der Fütterungsumstellung und der Erfolgs-/Misserfolgsmeldung!

      Du hast die richtigen Futtermittel am Start, Wundermittel gibt es nur im Internet und im Futtermittelhandel, nur nicht im wirklichen Leben. Mache Dir keine Vorwürfe und lasse Dich nicht aus dem Konzept bringen.

      Liebe Grüße vom WINration TEAM

  31. Tanja sagt:

    Danke für Eure Hilfe 😉
    Dann kommen die altbewährten Futtermittel jetzt wieder in den Trog.
    Quetschhafer kann er so gar nicht mehr verdauen…kommt in Massen unverdaut wieder raus.
    Dann versuchen wir es mit den Rübenschnitzeln. Langsam wieder angefüttert und 1 Kg dann täglich richtig ?
    Die Haferflocken gebe ich dann nicht mehr zusätzlich? Bisher 500 Gramm am Tag .

    Liebe Grüße

  32. Doris sagt:

    Hallo mein nettes Team!
    Hab ein Problem bitte helft mir wieder.
    Mein 4 jähriger Quarter Wallach hat derzeit 24 Stunden Weide sowie einen Saltzstein.
    Auf der Weide ist leider nicht mehr so ein übiges Gras vorhanden eher so ein Steppengras.Darum bekommt er ein frisch gemähtes ca. 2 Monat altes Heu dazu gefüttert.
    Derzeite ist er so extrem schwerfällig Müde unkonzentriert, stolpert auch des öfteren.
    Beim sapzieren frisst er im Wald trockene Wurzel mit Moos und ganz gierig Lehmerde bzw. Walderde.
    Seit drei Wochen kann man teilweise auch die Rippen sehen.
    Er wird 4 mal in der Woche 1 halbe Stunde geritten.
    Meine Frage was sollte ich jetzt füttern?
    Hat er einen bestimmten Mangel ? Die Bauern bei uns im Tal sagen wir hätten ein Kalkarmes und Selenarmes Gebiet.
    BITTE UM EUREN RAT.
    Liebe Grüsse
    Doris

    • Hallo Doris,

      das mit der Ferndiagnose ist so eine heikle Sache. Ohne das wirklich beurteilen zu können, lasse uns mal zusammen ein paar grundlegende Dinge überlegen.

      1. Jetzt auf keinen Fall ganz viele Sachen auf einmal ausprobieren! Dann kannst Du eigentlich nichts herausfinden, woran es wirklich liegt. Wir wissen von ganz vielen Gesprächen, dass es besorgten Pferdehaltern oft sehr schwer fällt, in Ruhe und Gelassenheit analytisch vorzugehen.
      2. Bekommt Dein Pferd überhaupt genug Futter? Du musst davon ausgehen, dass Dein Pferd am Tag 10 -12 kg Heu benötigt! Auf der Weide wird sicher nichts mehr sein. D.h. um Dich nicht zu verschätzen, solltest Du die menge auch wirklich mal abwiegen. Fast immer wird ohne Waage zu wenig hingelegt. Wenn Dein Pferd z.B. zu wenig Grundfutter erhält, dann bekommt es auch zu wenig Mineralien.
      3. Bekommt Dein Pferd genügend sauberes Wasser? Siehst Du Dein Pferd saufen?
      4. Wenn Dein Pferd dann nach ca. 1 – 2 Wochen immer noch dieses Verhalten zeigt, dann könnten, müssen nicht, Mineralien fehlen. Dann kaufst Du ein handelsübliches Mineralfutter für Pferde. Ganz normal. Nicht in der goldenen Dose zu horrenden Preisen. Füttere dieses Mineralfutter täglich zu. Klassische Mineralfuttermittel sind eigentlich so dosiert, dass 200g am Tag passt. Aber! Etikett lesen! Eher etwas weniger als etwas mehr!
      5. Probiere das einfach mal in aller Ruhe aus. Lasse Dir nicht einreden, die ganz große Blutuntersuchung wäre jetzt angebracht. Im Blut sind die Gehalte fast immer gut, einen Mangel wirst Du oft nicht durch die Blutuntersuchung feststellen können. Auch Haarproben und solche Dinge, die bei solchen Situationen gerne empfohlen werden, helfen eher den Laboren, als den Pferden. Aber das kannst Du uns glauben oder auch nicht.

      wir würden, so aus der ferne, so vorgehen.

      • Doris sagt:

        Danke für die schnelle Antword.

        Heu bekommt er genug, denn in der Heuraufe ist immer was drinnen.
        Wasser säuft er auch , dass sehe ich jeden Tag.
        Ich probiere es mal mit Mineralfutter
        Vielen Dank !

        LG Doris

        • … das bedeutet aber noch nicht, dass das Pferd 10 – 12 kg Heu frisst. Deshalb einmal 12 kg Heu reingeben und nach 24h sehen und wiegen, wieviel das Pferd wirklich gefressen hat. Gleichzeitig schauen, ob in der Raufe Futterkugeln zu finden sind, die darauf hinweisen würden, dass es ein Zahnproblem beim Kauen gibt….

          • Daniela Mörtl sagt:

            Danke, liebes Winteam!
            Das mit dem Heu werde ich natürlich kontrollieren.Es liegen keine
            Futterkugeln in der Heuraufe. Habe mich mal im Internet schlau gemacht und bin auf folgendes gestossen Dr. Weyrauch unter http://www.dr-susanne-weyrauch.de das Mineralfutter Nr.1 Alles fliesst, was haltet ihr von der Zusammensetzung?
            Könnt Ihr mir bitte, mal dieses Produkt unter die Lupe nehmen.
            Vielen Dank und schönes Wochenende
            LG Doris

          • Wir sind da raus. Was bedeutet denn alles fließt. Alles dummes Zeug. Locker und Beweglichkeit füttern. Wir dachten immer das hat etwas mit Reiten zu tun. Und ein Mineralfutter, dass Versprechungen macht, ohne die Inhaltsstoffe zu nennen? Das ist so wie Medizinversprechen im Goldenen Blatt. Einzig und allein ist von Vitamin E die Rede. Erstens meist nicht im Mangel und zweitens völlig überbewertet. Hat mit Stress, Lockerheit und Freien Radikalen keinen wissenschaftlichen Zusammenhang. Von uns gibt es dafür keine Empfehlung,!!

  33. tanja siemers sagt:

    Hallo liebes Winration Team,

    Ich habe jetzt seit Anfang Juni meinem 29. Jahre alten Traber wieder Rübenschnitzel dazu gefüttert. 1 kg pro Tag, dazu Öl und Soja 100 Gramm.
    Er nimmt immer noch weiter ab. Die Speedy Beets enthalten ja nur 5% Zucker ( hatte ich wegen dem schnellen Einweichen gekauft) .
    Nun habe ich wieder die normalen Melasse Schnitzel mit 20% und werde es damit versuchen. Im Bekanntenkreis wurde mir gesagt das Rübenschnitzel nur Saftfutter wären und kein Kraftfutter und noch zu 2 kg Müsli oder Hafer geraten.

    Mein Pferd wird immer weniger und ich denke das Leber und Nieren halt auch einfach alt sind und in der Funktion eingeschränkt. Die Haare stehen in der Nierenregion hoch.

    Mein Pferd ist doch aber mit 1 kg Schnitzel
    100 Gramm Soja plus Öl ausreichend versorgt oder??
    Zusätzlich gebe ich jetzt noch Heucobs, Heu frisst er ca 8 kg am Tag. Aber der Darm verwertet auch nicht mehr so wie früher.

    Ich Frage Euch jetzt nur noch einmal, da ich natürlich für mein Pferd alles getan haben möchte, ( was das Kraftfutter angeht) bevor ich zu ander Entscheidungen komme.
    Ich möchte nicht das ich ihm am Ende zu wenig gebe Alles andere wird mit dem Tierarzt abgesprochen.

    Leider fehlt ja auch die Wiese im diesem Jahr.
    Ansonsten ist sein befinden immer noch gut, er nimmt Teil und ist aufmerksam.

    Liebe Grüße Tanja

  34. Hallo Tanja,

    das WINration TEAM ist heute wieder zurück in der Heimat und sofort wollen wir Deine Mail beantworten.

    1. Rübenschnitzel, oder auch Trockenschnitzel, sind natürlich kein Saftfutter. Es ist ein Kraftfutter, denn Rübenschnitzel enthalten etwa 9 Megajoule, Hafer auch nur 10 – 11 MJ.

    2. Bleibe bei den Rübenschnitzeln, erhöhe auf 2 kg und versuche in diesen Brei weitere Energie zu bekommen: +100 ml Öl, +100 g Zucker, +100 g Melasse, +500 g Heucobs. Warum wir das schreiben? In diesem Alter ist es nicht mehr relevant, möglichst gesund zu füttern, sondern überhaupt etwas hinein zu bekommen. Also versuche mit den Energiefuttermitteln oben und den beispielhaft genannten Mengen zu jonglieren. Nach kurzer Gewöhnung könntest Du alle Komponenten risikolos anbieten und auch in diesen Mengen erhöhen. Du könnten auch in den Schnitzelbrei Apfelsaft geben, damit das Pferd vielleicht lieber frisst. Du musst es probieren. Wir hätten keine Probleme diese Mengen selber in dieser Situation auszuprobieren. DAS SCHREIBEN WIR ABER, OHNE DAS PFERD GESEHEN ZU HABEN. Und irgendwann ist ein Zeitpunkt gekommen, wo Du entscheiden musst, wie Du verfahren willst. Es könnte eine Überlegung sein zu vermeiden, dass Dein Traber irgendwann im kalten Winter auf dem Paddock erfriert. Das sind aber Dinge, die Du ganz in Ruhe überlegen musst und eine Entscheidung ist dann richtig, wenn DU damit leben kannst, wenn Du zwar traurig bist, aber damit zurecht kommst. Was andere dazu sagen, das ist völlig gleichgültig. Du musst Nachts schlafen können. Punkt.

    Aber, es ist noch warm genug und Du kannst in aller Gelassenheit noch mal an den Futterschrauben drehen. Falsch machen kannst Du kaum was.

    So denken wir und hoffen, dass Du noch ein wenig Freude an Deinem Traber hast.

  35. Tanja sagt:

    Vielen dank für die Rückmeldung !! Dann erhöhen wir die Rübenschnitzel 🙂
    Liebe Grüße aus NRW

  36. Tanja sagt:

    Hallo liebes Winration Team,

    ich wollte Euch einmal Rückmeldung geben. Mein Traber bekommt jetzt seit Ende August 2 kg Rübenschnitzel am Tag, mit Öl und knapp 1 KG Müsli…. weil er sonst keine Lust auf die Masse Rübenschnitzel hat.
    Er hat super zugenommen!!!!
    Er ist gut drauf und munter und die Verdauung ist auch super 😉

    Er scheint die Schnitzel super zu verwerten….doch noch mal Glück gehabt vorm Winter 😉

    Liebe Grüße Tanja

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